Ja, es kommt auf die Länge an – allerdings ist die Rede nicht vom besten Stück des Mannes, sondern von der schönsten Nebensache der Welt, dem Sex an sich. Wie der Begriff Liebesspiel schon impliziert, darf man sich beim Sex gern Zeit lassen und verspielt und voller Entdeckerdrang an die erotische Sache herangehen – zumindest wenn es nach den Frauen geht, denn der weibliche Körper braucht meist etwas mehr Vorlaufzeit, um auf Hochtouren zu kommen. Die richtige Stimmung, sinnliche Reize, die eigenen Fantasie – all das sind Faktoren, die zusammentreffen müssen, damit Frau sich fallen lassen und ihre Erregung genießen kann. Und das benötigt Zeit.
Denn auch wenn ein Quickie ab und an ganz aufregend sein kann, so ist es doch beim Sex wie mit dem Essen – der wahre Genuss kommt erst, wenn man sich richtig schön Zeit lässt, vieles probiert und die Erfahrung mit allen Sinnen genießt. Für Frauen also kein Problem, sondern meist sogar eine Voraussetzung. Doch was kann Man(n) tun, wenn das Verlangen zu groß wird und das Vergnügen viel zu schnell endet?
Einfach mal das Motto “Doppelt hält besser” erotisch interpretieren! Ein Quickie als Einstieg für eine heiße Nacht kann durchaus anregend für die Frau wirken – und etwas “abregend” für den Mann. Sie genießt das Gefühl, heiß begehrt zu werden und in dem Bewusstsein, dass es eine zweite Runde geben wird, entfällt der Druck, schon jetzt kommen zu müssen – die weibliche Erregung wird schließlich langsam aufgebaut. Der Mann kann ungehemmt seinem Verlangen nachgeben und sich danach – nein, nicht umdrehen und schlafen
– ganz auf die sinnlichen Bedürfnisse der Partnerin konzentrieren. Schon aus rein physiologischen Gründen wird die zweite Nummer länger dauern. Genug Zeit, sich gegenseitig intensiv zu erkunden, die Sinne zu reizen, Neues auszuprobieren und so ein ausgedehntes, abwechslungsreiches Vorspiel zu kreieren.
Man kann aber auch ein paar andere Sextricks anwenden, um sowohl das Vorspiel als auch das Liebesspiel zu verlängern. Einfach mal die sensitivsten erogenen Zonen des Partners meiden und sich anderen Stellen und Körperteilen zuwenden. Vielleicht entdeckt man ganz nebenbei auch noch neue erotische Zonen, von denen der Partner bisher selbst nichts geahnt hat.
Und dann das Feuer anfachen, aber immer kurz vor der Ekstase aufhören und wenig später erneut beginnen – zum Beispiel mit der Penis-Quetschtechnik. Eine erweiterte Variante dieses Spieles wäre Tantra-Sex, eine erotische, indische Lehre, die darauf abzielt, durch Übungen und Selbstkontrolle die Intensität des Sex zu steigern, aber trotzdem den Samenerguss immer wieder hinaus zu zögern.
Wer kurz vor dem Höhepunkt noch ein paar Sekunden gutmachen muss, damit der Gipfel gemeinsam erklommen werden kann, der hält sich einfach an eine alte Weisheit und denkt an etwas anderes.