“Tagebuch einer Nymphomanin” lebt von der Hauptrolle der spanischen Schauspielerin Belén Fabra und basiert auf dem gleichnamigen Buch von Valérie Tasso. In dem Film begleiten wir eine junge Frau aus Barcelona, Valérie oder “Val” wie sie die meiste Zeit eigentlich genannt wird, ein Stück durchs Leben – nun ist es nicht mehr schwer auszurechen, dass es sich bei dem Buch sowie dem Film um autobiografische Werke handelt. Wie der Titel “Tagebuch einer Nymphomanin” bereits erahnen lässt, ist die Hauptdarstellerin sexuell sehr offen und freizügig. Die Betonung liegt hier auf SEHR.
Allerdings muss ich sagen, dass man das Thema Nymphomanie nach der Beschreibung zu Beginn des Films mal ganz anders kennenlernen kann. Denn hier wird es so dargestellt, dass es sich bei dem Begriff um eine Erfindung der Männer handelt, um den Frauen ein schlechtes Gewissen für ihr Treiben einzureden.
Wie auch immer man es sehen mag, Vals Geschichte und die wahnsinnige Lust an der Lust beginnt, als sie im zarten Alter von 15 Jahren ihr erstes Mal erlebt. Als sie das aufregende Geschehen erlebt, entfacht das Feuer in ihr, welches sie nun mit 28 Jahren noch immer weiter anfacht. Eines Tages, kurz nach ihrem 29. Lebensjahr, scheint dieses Fackeln erloschen zu sein, als sie die wahre Liebe findet. Veränderung in ihrem Leben, die sowohl berufliche als auch familiäre Gründe haben, beeinflussen ihr Handeln – selbst ihre beste Freundin wird von dem Auf und Ab ihrer Gefühle nicht verschont. Als die großen Gefühle schwinden, der Alltag einkehrt und vor allem das wahre Gesicht ihres Geliebten ans Tageslicht kommt, nimmt das Leben der jungen Frau erneut eine Wende. Mit der Entscheidung ihren Trieben durch die Arbeit als Prostituierte nachzugehen, treibt der Film die Thematik auf die Spitze, doch durch die Erfahrungen, die sie in den einschlägigen Kreisen sammelt und vor allem durch einen ganz besonderen Kunden wird der wilden Val irgendwann klar, worauf es im Leben eigentlich ankommt.
Fast philosophisch findet die Geschichte nach knapp 97 Minuten Laufzeit ein Ende – es handelt sich wirklich eher um einen sehr erotischen Spielfilm als um einen klassischen Porno. Hätte ich diesen Streifen schon vor dem Verfassen des “Pornografie für Frauen – Meine Heartcore-Film Top 5“-Beitrags in die Hände bekommen und wären dort auch Softcore Filme vertreten gewesen, wäre diese Erotik-DVD sicherlich dabei gewesen. Für Frauen und Paare ganz sicher empfehlenswert! Nicht umsonst war der Film von Christian Molina, der außerdem mit Schauspielern wie Leonardo Sbaraglia, Llum Barrera, Ángelina Molina und Geraldine Chaplin besetz ist, bei den Gaudí Awards 09 für den besten Schnitt, die beste Neben- und die beste Hauptdarstellerin nominiert.
Hier noch der Trailer von “Tagebuch einer Nymphomanin”:


(1 Stimmen / Bewertung: 4,00 von 5)

(2 Stimmen / Bewertung: 4,50 von 5)





