Ich muss ja gestehen, dass ich mich seit meiner Chinareise vor ein paar Jahren sehr für das Land interessiere. Es gibt dort so viel Kultur und Geschichte zu entdecken, dass einem ganz schwindelig wird. Und da ich mich nun schon länger mit dem Thema beschäftige, bin ich natürlich auch auf die eine oder andere erotische Besonderheit gestoßen.
So beschäftigten sich die Menschen im alten China z.B. mit der taoistischen Liebeskunst. Der Grundgedanke war, dass man durch die perfekte Beherrschung dieser Künste - sprich durch viel guten Sex – ewiges Leben oder zumindest Jugend und Schönheit erlangen konnte. Dabei wurde wie in allen Lebensbereichen auch hier von den beiden Kräften Ying (weiblich) und Yang (männlich) ausgegangen. Durch verschiedene, teilweise sehr komplizierte Techniken sollte eine harmonische, ausbalancierte Verbindung dieser beiden Energien erreicht werden. Das heißt in der Praxis zum Beispiel: Der Mann sollte sich beherrschen und seinen Höhepunkt hinauszögern, damit die Frau auch auf ihre Kosten kommt. Nur so bleibt das Gleichgewicht bestehen. Andernfalls würde der eine Partner dem anderen seine “Energie” absaugen und ihn schwächen.
Nun gut, was auch immer man von solchen Energieflüssen hält, es ist schon etwas dran an der Jahrtausendalten chinesischen Tradition. Denn auch heute gilt: nur wenn beide Partner auf ihre Kosten kommen, bleibt die Beziehung auf Dauer auch wirklich in der Balance. Und dass viel erfüllter Sex einem mehr Energie gibt, einen gesund hält und die Lebenskräfte weckt, ist ja inzwischen auch von der Medizin mehrfach bewiesen. Insofern können wir uns noch einiges von den alten Chinesen abgucken, also auf nach Asien!

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