Und wieder habe ich eine Kuriosität aus einem weniger bekannten Land gefunden. In der Mongolei, wo bis heute noch teilweise Nomadenstämme in der rauen Natur leben, hat die “Urga” – eine Art Lasso – eine ganz bestimmte Bedeutung. Die Urga ist eine lange Stange, an dessen Ende eine Seilschlinge befestigt ist. Damit fangen die mongolischen Hirten gewöhnlich ihre Tiere ein.
Doch wenn ein Mann sich für eine Frau interessiert und sie haben will, kommt es damit zu ganz anderen Spielchen: Die Frau läuft so lange kichernd vor ihm weg, bis er sie mit der Schlinge fängt. Wenn er die Urga dann in den Weiten der mongolischen Steppe senkrecht in den Boden steckt, bedeutet das für alle anderen, dass die beiden sich gefunden haben und beim Liebesspiel nicht gestört werden möchten.
Eine Interessante Alternative zum “Do not Disturb”-Schild, das unsereins so benutzt. Dabei ist Sex unter freiem Himmel wohl bei den engen, traditionellen Familienzelten auch eine der wenigen Möglichkeiten für Liebende, mal allein zu sein.
Es gibt übrigens auch einen sehr schönen gleichnamigen Film namens “Urga” aus dem Jahr 1991, der unter anderem für den Oscar nominiert wurde. Darin geht es zwar nicht nur um Erotik, dafür ist er aber wirklich sehenswert.


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