Auch, wenn es sich nicht um einen ganzen Klon-Penis, sondern nur um Schwellkörper-Gewebe handelt, so könnten die Forschungsergebnisse von Anthony Atala und Kuo-Liang Chen vom “Wake Forest Institute for Regenerative Medicine” doch einmal zur Hoffung für Männer mit Potenzproblemen werden. Ihnen ist es nämlich gelungen, Schwellkörper für Kaninchen-Penisse künstlich nachzuzüchten und erfolgreich wieder einzupflanzen.
Sie entnahmen dafür gesunden Kaninchen Teile des Schwellkörper-Gewebes, legten die entsprechenden Zellen frei und vermehrten sie. So wuchs quasi im Reagenzglas ein neuer kleiner Schwellkörper heran. Dieser wurde den entmannten Rammlern dann wieder eingepflanzt. Ergebnis: Die “Versuchskaninchen” waren fast genauso potent, wie ihre unoperierten Kollegen und vier der 12 Probanden zeugten sogar Nachwuchs.
Das verwendete Verfahren zum künstlichen Wachstum von neuem Gewebe wurde auch in der Humanmedizin schon angewendet: In der Vergangenheit haben Forscher bereits erfolgreich Luftröhren- und Herzgewebe “nachgebaut” und implantiert. Falls die Schwellkörper-Studien also auch auf menschliche Zellen ausgeweitet werden, so besteht für alle Männer mit körperlich bedingten Erektionsstörungen – verursacht z.B. durch einen Unfall oder eine Krankheit – wieder Grund zur Hoffnung.
Alle anderen finden hier jede Menge kleine Helferlein für eine strammere Erektion.
Artikel-Quelle: spiegel.de


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