Wer die Bücher von Fifty Shades of Grey gelesen hat, auf Pornofilme mit Dialogen (Englisch) und einer richtigen Geschichte steht und zudem auf die Darsteller der Hauptfiguren – Allie Haze und Ryan Driller – abfährt, der sollte sich den Film ansehen.
Um es gleich mal vorwegzusagen: Für diejenigen von Euch, die das Ende des 3-teiligen “Liebe und Hiebe”-Romans noch nicht kennen, ist zu beachten, dass Ihr es in diesem Pornofilm schon erfahren werdet.
Wer den Film an sich nur als Porno sehen will, kann einfach auf “From Wall to Wall” klicken, dann wird die Handlung übersprungen und es werden nur die Sexszenen gezeigt – die allein erstrecken sich über mehr als 1 Stunde und 35 Minuten.
Meine Kollegin und ich haben uns entschieden, den ganzen Weg von Ana und Christian in der Porno-Adaption zu verfolgen. Mit Knabberkram und einem Gläschen Sekt gab es den mit Spannung erwarteten Streifen – “This Isn’t Fifty Shades of Grey XXX - This is a Parody”. ![]()
Die Kulissen sind in dem Film von Pornoregisseur Jim Powers nicht eins zu eins wie in den Büchern beschrieben, aber vom Handlungsablauf her ist sofort zu erkennen, dass die Smash Pictures Produktion sich stark an den Bestsellern orientiert hat, was mir persönlich gut gefällt. Die Hauptdarsteller sind sehr gut ausgewählt, auch wenn sie auf den ersten Blick nicht 100%ig mit den Beschreibungen aus den Bänden der E. L. James übereinstimmen. Aber das ist sicher auch nahezu unmöglich. Sie haben jedoch ein – und ich hätte nie gedacht, dass ich das bei einem Porno mal so positiv finden würde – ausgeprägtes schauspielerisches Talent.
So kann Frau (und natürlich auch Mann) nahezu mitfühlen, wie grenzüberschreitend die Wünsche des erfahrenen SM’lers Christian Grey auf die Jungfrau Anastasia Steele tatsächlich wirken. Die Entjungferung ist der erste Akt, es folgen Szenen mit Hieben und laufend gibt es Fesselspiele. Man lernt Greys dominante Erzieherin in Aktion kennen, es gibt die Sexszene mit der Mitbewohnerin und auch die Passage mit dem Anwärmen der Liebeskugeln wird ausgiebig gezeigt.
Alles in allem ist der Film sehenswert. Die Erwartungen an das Film-Set sollten, wie schon erwähnt, nicht allzu übertrieben hoch sein. Doch wer die Bücher interessant fand und gern auch mal einen Porno schaut, der sollte “This Isn’t Fifty Shades of Grey XXX - This is a Parody” gesehen haben – und wenn es nur dazu dient, mitreden zu können.



(4,75 von 5)
am 11.Dezember 2012 um 10:39
Die Porno-Parodie zu “Fifty Shades of Grey – An XXX Adaption” war Universal Pictures wohl etwas zu wenig Parody. Das Hollywood-Filmstudio hat für stolze 5 Mio. Dollar die Rechte an der Verfilmung des SM-Bestsellers erworben und fürchtet nun um die potentiellen Kinogänger für das eigene Machwerk. Ein Gerichtsverfahren soll demnächst klären, ob Smash Pictures sich zu sehr am Buch orientiert und somit Urheberrechte verletzt hat.
Gruß DaringDeale vom ORION Blogger-Team