Achtung: Alle, die mal eben 300 Millionen Dollar übrig haben und in Hugh Hefners Fußstapfen treten wollen, die sollten jetzt gut aufpassen: Der in die Jahre gekommene Erotik-Tycoon will sein Millionen Dollar schweres Imperium “Playboy Enterprises” nämlich nun an den Höchstbietenden verkaufen und sich aus dem Geschäft zurückziehen. Vor ein paar Jahren war das für den 83-jährigen bekennenden Viagra-Fan jedoch noch undenkbar: “Wenn ich den Playboy verkaufen würde, wäre mein Leben vorbei!”, sagte Hefner in verschiedenen Interviews. Seit 56 Jahren gibt es das Magazin und bis heute entscheidet er höchstpersönlich über jedes Foto und jeden Leserbrief, der in die Hefte kommt.
Die Gründe für einen Verkauf scheinen nun aber so dringlich geworden zu sein, dass der “Herr der Häschen” es sich anders überlegt hat: Seit den Glanzzeiten in den 70er-Jahren sind die Auflagezahlen nämlich von 7 Mio. auf nunmehr nur noch 1,5 Mio. Exemplare pro Ausgabe gesunken. Schuld daran sei vor allem die veränderte Medienlandschaft (Internet & Co.), aber auch die Wirtschaftskrise: Mit 100 Mio. Dollar soll das Unternehmen momentan verschuldet sein.
Die beiden Interessenten, die nun im Gespräch sind, sind deshalb auch hauptsächlich an dem Markennamen “Playboy” und dem berühmten Bunny-Logo interessiert, mit dem sich von der Bettwäsche bis zum Bleistift alles verkaufen lässt. Das aktuelle Gebot liegt bei 300 Mio. Dollar – Hefner, dem immer noch 70% der Firmenanteile gehören, hofft aber auf mehr, um sich weiter seine seidenen Morgenmäntel – und vor allem seine Bunnys leisten zu können.
Wir hoffen zwar, dass uns der Playboy als das klassische und anspruchsvolle Erotik-Magazin schlechthin erhalten bleibt, gönnen Hugh Hefner aber auch endlich den Ruhestand, den er sich als Playboy-Urgestein verdient hat.


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