In den letzten Tagen machte eine Meldung aus der sonst so beschaulichen Stadt Wien Schlagzeilen, die uns ein Schmunzeln, vielen Kunstfreunden aber offenbar Zornesfalten übers Gesicht huschen ließ: Im altehrwürdigen Museum “Secession” residiert nämlich seit letzter Woche ganz offiziell und im Namen der Kunst ein echter Swingerclub Seite an Seite mit den Werken von Klimt & Co. Das Etablissement “Element 6″ zog im Rahmen des Kunstprojekts “Raum für Sexkultur” in die Kellerräume der Kunstausstellung – und das nicht nur pro forma: Während Besucher ab 18 Jahren sich tagsüber die Gerätschaften und Toys des Clubs, sowie einige “kunstvolle” SM-Sessions anschauen können, finden dort abends wie gewohnt feuchtfröhliche Swingerpartys mit den Stammkunden statt.
Die Reaktionen auf diese mutige Aktion sind denn auch dementsprechend gespalten: Während die einen das Ganze eher belächeln und einige Kunstliebhaber sogar richtig erbost reagieren, gibt es auch viele Neugierige, die sich die Räumlichkeiten und Shows anschauen. Anfangs war es jedoch gar nicht so einfach, einen Swingerclub-Betreiber für das Projekt zu finden. Doch Betreiberin Gabi Högler nahm die Herausforderung schließlich an: “Wir möchten mit diesem Schritt an die Öffentlichkeit dazu beitragen, die Swinger-Clubs aus der Schmuddelecke herauszuholen”, so Högler in einem Interview.


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am 3.März 2010 um 18:59
Eigentlich Schade, dass die Swingerpartys nur abends stattfinden.