
Ihr kennt doch sicherlich den Begriff Insomnia, welcher aus dem lateinischen stammt und Schlaflos oder auch Schlaflosigkeit bedeutet. Sexsomnia bedeutet im Einzelnen: Sex = versteht sich von selbst und Somnia = Schlaf, demnach also Sex im Schlaf. Dies ist eine veränderte Form der Insomnia, und wird von den Betroffenen meist nicht wahrgenommen. Der Grund dafür ist nahezu der Gleiche wie bei den Schlafwandlern. Während die Schlafwandler durch die Gegend laufen, wohl bemerkt wenn sie schlafen, haben Menschen, die an Sexsomnia leiden, während sie schlafen Sex ohne sich daran zu erinnern. Jedoch gibt es verschiedene Arten von Sexsomnia! Es gibt eine große Bandbreite an sexuellen Verhaltensweisen bei dieser Art des Schlafwandels, z.B. Dirty Talk, sexuelles Berühren anderen Personen, Masturbation mit und ohne Orgasmus, Oralsex oder auch Geschlechtsverkehr mit und ohne Orgasmus. Es gibt bis heute wenige bekannte Vorfälle dieser Art.
Man spricht von 30-40 registrierten Fällen, welche auch ärztlich dokumentiert sind. Man vermutet, dass die Dunkelziffer jedoch weit aus höher ist. Dies kann man jedoch nicht bestätigen, da viele Menschen nicht darüber reden oder es noch nicht einmal wissen, dass sie diese Art der Schlafstörung haben. Aus Studien kann man entnehmen, das Sexsomnia bei Männern häufiger vorkommt als bei Frauen. Es wurden 32 Menschen überprüft, und es stellte sich heraus, dass dieses sexuelle Verhalten bei den geprüften Personen folgende Ergebnisse aufwiesen: 80 % der betroffenen Personen waren Männer und demnach 20 % Frauen. Die Ursachen dieser Abart des Schlafwandels sind noch nicht bekannt, jedoch vermutet man, dass es physiologische und neurologische Hintergründe sind. Einige der geprüften Personen, so vermutet man, haben diese „Erkrankung“ durch Drogenmissbrauch oder auch psychologisch Traumata bekommen.
Nun stellt sich allerdings die Frage, ob es einen Zusammenhang zwischen Sex im Schlaf und sexueller Nötigung gibt. Hierbei ist es so, dass die ersten Fälle von Sexsomnia durch Gerichtsprozesse zum Vorschein kamen. Personen wurden wegen sexueller Nötigung oder sexueller Gewalt angezeigt, obwohl sie beteuerten, dass sie nichts damit zu tun hatten. Es wurden Gutachter herbei gerufen, und die Personen wurden über einen längeren Zeitraum untersucht, unter Anderem auch im Schlaflabor. Die Gutachter stellten nach den Untersuchungen fest, dass die angeklagten Personen unter Sexsomnia leideten, und somit der Anklage nicht schuldig waren. Dies soll allerdings nicht heißen, dass Sexualstraftäter sich auf die „Erkrankung“ Sexsomnia beziehen können um ihrer Strafe zu entkommen. Es muss ein anerkanntes Gutachten über die „Sexsomniakrankheit“ geben, um einen Angeklagten freizusprechen.
Falls ihr also mitten in der Nacht wach werdet, und euer Partner befriedigt sich, während sie/er schläft, könnte es das erste Anzeichen der Sexsomnia sein! Natürlich muss es nicht sofort dieses sein, es kann ja auch mal passieren, dass einen die Lust überkommt


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