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Sexwissen: Der Hanky-Code für Homosexuelle und die BDSM-Szene

Erstellt in Rund um Sex(y) von Anne am 31.Juli 2009

Hanky Code: helbaues Tuch - SymbolfotoHeute geht es in meiner Rubrik “Sexwissen” um den sogenannten “Hanky Code” (auch: flagging), ein heimliches Kommunikationsmittel für die Homosexuellen- und Lederszene. Entstanden ist der Code in den USA, wo es vor allem schwule Männer bis in die heutige Zeit ziemlich schwer haben, ihre Sexualität frei auszuleben, ohne angefeindet zu werden. Deshalb entwickelte man dort in den 1970er Jahren einen Geheimcode, der heute allerdings mehr von der BDSM- und Lederszene gebraucht wird, denn die Schwulenszene hat sich verändert: Heute findet man seine Sexualpartner eher im Internet, als in einschlägigen Clubs.

Zu Zeiten des Hanky Codes war dieser jedoch eines der wenigen Mittel, unauffällig eine Sexbekanntschaft an Land zu ziehen. Man steckt sich dazu farbige Tücher in die rechte oder linke Gesäßtasche oder bindet sie sich um den jeweiligen Arm. Jede Farbe, aber auch die Seite, auf der das Tuch getragen wird, steht dabei für eine bestimmte sexuelle Vorliebe: So bedeutet das Tuch auf der linken Seite beispielsweise, dass man passiv sein möchte und das Tuch auf der rechten, dass man der aktive (bei BDSM dominante) Part sein möchte. Die Farbcodes wurden allerdings so vielfältig und teilweise schwer unterscheidbar, dass der Hanky Code immer unverständlicher wurde und zu Verwirrungen führte. Zusätzlich war die Bedeutung auch noch von Land zu Land unterschiedlich.

Um Euch aber doch einen kleinen Überblick zu geben, habe ich Euch hier ein paar der Bedeutungen zusammengesucht. Da diese in der Leder-, Bear- und BDSM-Szene bis heute benutzt werden, kann ja nicht schaden ein paar davon zu kennen, denn auch, wenn Ihr nicht an Sex interessiert seid: Zu erkennen, was die anderen Clubgänger vor haben, ist doch mindestens genau so interessant. ;-) Allerdings muss es nicht immer ein farbiges Tuch sein, heutzutage greifen viele auch auf andere farbige Accessoires, wie Schals, Pins oder Armbänder zurück.

Grundfarben:

Weiß: Masturbieren
Hellblau: Oralverkehr
Marineblau: Analverkehr
Grau: Fesselspiele, „leichtes BDSM“
Schwarz: BDSM
Rot: Fisting
Gelb: Urophilie, Natursekt
Braun: Koprophilie, Koprophagie, Kaviar
Orange: Mache alles, sehr erfahrene Leder- oder Fetischmänner, die nicht mehrere Farben tragen wollen

Erweiterung der Farbpalette:

Rosa: Dildo-Spiele
Altrosa: Brustwarzen bearbeiten
Magentarot: Achselhöhlen lecken
Fuchsia: Spanking
Beige: Rimming
Senfgelb: großer Penis
Hellgrün: Männliche Prostitution (DE: Kunde ↔ Prostituierter; US: Prostituierter ↔ Kunde )
Olivgrün: Rollenspiel (Militärspiele)
Waldgrün: Rollenspiel (bin Vater ↔ Sohn / suche jünger ↔ älter)
Schwarz/ weiß kariert: Safer Sex (rechts & links)

Da heißt es im Winter mit seinem Schal etwas aufgepasst – nicht das man die falschen Signale aussendet! ;-)

Quelle Farbtabelle: Wikipedia.de

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2 Antworten auf 'Sexwissen: Der Hanky-Code für Homosexuelle und die BDSM-Szene'

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  1. Balla Balla schreibt,

    am 31.Juli 2009 um 13:46

    Was würde unser Bundestrainer Jogi Löw wohl dazu sagen, wenn er wüßte welche sexuellen Signale er an die gegnerischen Manschaften mit sein komischen Schals übermittelt! ;-)

  2. theo schreibt,

    am 31.Juli 2009 um 14:28

    Hallo,
    ich bewege mich seit nunmehr 20 Jahren in der Hetro-SM Szene. Natürlich habe ich auch von diesem Code gehöhrt. Die praktische Umsetzung ist mir aber nicht begegnet. Die (bundesdeutsche) SM Szene hat ihr eigenes Erkennungsmerkmal: “Den Ring der O”. Dieser orientiet sich an der Verfilmung des Romans “Geschichte der O”, wobei die rechts-links Bedeutung in der Tat von dem Hanky -code übernommen wurde.
    Wer mehr zu der Geschichte dieses Erkennungszeichens oder insgesammt über die “Geschichte der O” erfahren will kann ab ende Oktober dies in meinem Buch, “Auf der suche nach der wahren O” (CHARON) nachlesen ( Gibts dann auch in jedem Orionshop; so viel Schleichwerbung muß jetzt mal sein ;-) )

    Theo

    PS.: Wer den Hanky -Code mal in der praktischen Anwendung sehen will dem empfehle ich zum einen die Ralf König verfilmung, “Condome des Grauens” oder aber den schwulen Krimmiklassiker “Cruising” mit Al Pacino!

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