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Nina Hagen: “Ich habe keine Lust mehr auf Sex!”

Erstellt in Promi-Talk von Anne am 25.Juni 2010

Es ist zwar etwas ruhiger um sie geworden, aber sie ist die ungekürte Skandal-Braut der deutschen Medienwelt – und stellte mit ihren abgedrehten Auftritten zeitweise sogar Grunge-Ikone Courtney Love in den Schatten: Sängerin, Ulknudel und Neu-Christin Nina Hagen. Nicht zuletzt durch Auftritte, wie ihre legendäre Masturbations-Vorführung in einer 70er-Jahre-Talkshow oder die öffentliche Punk-Hochzeit mit einem 17-jährigen Hausbesetzer sorgte sie für ihr verrucht-verrücktes Image.

Doch nun scheint die 55-jährige Mutter der süßen Schauspielerin Cosma-Shiva Hagen genug zu haben vom “wilden” Leben: In einem B.Z.-Interview sagte sie, dass sie “keinen Bock mehr auf Sex” habe und dementsprechend auch schon seit 5 Jahren keinen Mann mehr im Bett gehabt hätte: „Mit Sex bin ich durch. Ich habe keine Lust mehr. Ich bin aus dem Alter raus, bin froh, dass das alles hinter mir liegt“, so Hagen im Interview. Nanu, und das schon mit 55??? Das ist doch heute kein Alter mehr!

Gut, wenn man die Autobiografie der Künstlerin (“Bekenntnisse”, seit März im Handel) liest, kann man ihre Ansicht schon eher verstehen: Bereits mit 12 hat Nina ihre Unschuld verloren und mit 14 dann auch gleich ihre erste Abtreibung gehabt - alles viel zu früh und völlig unaufgeklärt, wie sie heute weiß. Dass man nach so vielen Jahren sexueller Ausschweifungen, drei Ehen und unzähligen Affären vielleicht schon genug “erlebt” hat, kann ich mir vorstellen – dass man aber den Rest seines immer noch langen Lebens ohne körperliche Zuwendung verbringen will nicht. Immerhin gestand Frau Hagen sich zu, dass ihr vielleicht auch nur der richtige Mann an ihrer Seite fehle.

Na liebe Männer, dann mal nichts wie ran an den Speck – denn eins ist ja wohl sicher: Eine erfahrener und offenere Frau, als Nina Hagen wird wohl schwer zu finden sein. :-D

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Sex-Mythen Teil 11: Sexuelle Unlust – Frigidität

Erstellt in Rund um Sex(y) von Linda am 11.Dezember 2009

Nachdem ich mich vor kurzem mit dem Mythos Sexsüchtig beschäftigt habe, möchte ich mich diesmal mit dem Gegenstück dazu – der Frigidität – beschäftigen. Als frigide (lat. von frigidus: kühl) werden meistens Frauen bezeichnet, die scheinbar kein oder nur ein geringes Verlangen nach Sex haben, oder sich dem Sex ohne ersichtlichen Grund verweigern. Auch ist dieser Begriff sehr negativ geprägt und wird leider trotzdem von vielen Männern – sogar in Bezug auf ihre eigenen Partnerinnen – verwendet. Man(n) will damit ausdrücken, dass die betreffende Frau keine Lust auf Sex hat oder besonders prüde oder verklemmt ist.

Dass solch einem Verhalten aber meist ganz andere Ursachen zu Grunde liegen, vergessen dabei viele Männer: Viele Frauen, die keinen oder nur wenig Sex zulassen, haben sehr oft ein traumatisches Erlebnis erlebt und verkrampfen dadurch innerlich so, dass sie sich dem Sex völlig verschließen. Manchmal sind solche Erfahrungen auch so tief verschüttet oder wurden so weit verdrängt, dass die Frau selbst sich gar nicht über die Ursachen ihrer Unlust bewusst ist. Auch andere seelische Krankheiten, Ängste, hormonelle Änderungen oder Alltagssorgen und Stress können dazu führen, dass Frauen – und übrigens auch Männer – keine Lust mehr auf Sex haben und jede Annäherung zurückweisen. Solchen inneren Blockaden kann man nicht mit Druck, sondern nur mit Einfühlungsvermögen, Geduld und Zärtlichkeit entgegenwirken. Manchmal kann auch eine Psycho-, Ehe- oder Sexualtherapie hilfreich sein und sollte nicht aus Scham abgelehnt werden.

Ein weiterer Grund für sogenannte “Frigidität” kann auch Asexualität sein. Dabei handelt es sich um eine sexuelle Ausrichtung, bei der die “Betroffenen” (Männer wie Frauen) kein oder ein nur sehr eingeschränktes “Verlangen nach sexueller Interaktion” und Lustgefühle verspüren und schlicht und einfach “keine Lust auf Sex” haben. Mehr zu dem Thema findet Ihr hier: Asexualität – Wenn man sich nicht sexuell zu anderen Personen hingezogen fühlt.

Eine Frau jedoch sofort als asexuell zu bezeichnen, nur weil sie keine Lust auf Sex zeigt oder ihn einfach verweigert, ist trotzdem zu voreilig. Neben den ersten beiden Erklärungen für sogenannte “Frigidität” gibt es nämlich noch eine dritte, die viel näher liegt und auch meist der eigentliche Grund für sexuelle Unlust bei Frauen ist: Nämlich die mangelnde Befriedigung beim Sex. Gut, ich möchte hier nicht immer den Männern die Schuld an allem geben, denn viele tun wirklich was sie können, aber manchmal müssen sie eben doch bei sich selbst anfangen, bevor sie anderen die Schuld geben. Hier ein paar Tipps!

Wenn eine Frau beispielsweise in einer längeren Beziehung ist und immer wieder erfahren hat, dass sie beim Sex nicht oder nur selten auf ihre Kosten kommt, dann kommt es nicht selten dazu, dass sie immer weniger Lust hat sich ihrem Mann hinzugeben. Vor allem, wenn dann noch Alltagssorgen dazu kommen und der Sex immer gleich abläuft und langweilig ist. Irgendwann macht sie dann ganz zu und so sind beide unzufrieden und unbefriedigt. Natürlich sind daran auch zum Teil wir Frauen mit Schuld, denn wir spielen unserem Partner all zu oft etwas vor, um ihn nicht zu verletzen.

Ein Weg aus dieser Misere: Ihr müsst anfangen miteinander über die eigenen Bedürfnisse zu sprechen und offen ein zu fordern, was ihr braucht. Und an die Frauen: Auch wenn Ihr schon seit Jahren damit lebt beim Sex nicht auf Eure Kosten zu kommen und Euch nie getraut habt Euren Partner anzusprechen, weil Ihr Angst hattet, ihn zu verletzen: Es ist nie zu spät! Also traut Euch und bringt ihm einfühlsam und zärtlich bei, was Ihr mögt – glaubt mir, auch ihm wird der Sex danach mehr Spaß machen. Denn was auch immer die Störung für die mangelnde Lust auf Sex eines Partners ist – ohne funktionierenden Sex und Offenheit hat fast keine Beziehung eine dauerhafte Zukunft.

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Weitere Sex-Mythen…

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Asexualität – Wenn man sich nicht sexuell zu anderen Personen hingezogen fühlt

Erstellt in Rund um Sex(y) von Anne am 2.Dezember 2009

Obwohl wir uns hier im Erotik-Blog logischerweise in erster Linie mit Themen rund um eine lustvoll ausgelebte Sexualität beschäftigen, finde ich es auch wichtig, gelegentlich über ernstere sexuelle Themen zu berichten. Dazu gehört z.B. die Aufklärung über Verhütung und Geschlechtskrankheiten aber auch über verschiedene, teilweise stark tabuisierte sexuelle Ausrichtung. Eine solche Ausrichtung ist die sogenannte Asexualität, die immer noch viel zu selten ernst genommen und anerkannt wird.

Asexuell bedeutet, dass jemand (egal ob Mann oder Frau) keine Lust auf sexuelle Handlungen mit anderen Menschen hat. Nicht gemeint ist damit allerdings ein Zölibat, dem man sich “freiwillig” unterwirft. Anders, als bei der Enthaltsamkeit aus religiösen oder persönlichen Gründen, wird bei der Asexualität nämlich kein vorhandener Sexualtrieb unterdrückt, sondern er existiert erst gar nicht. (Eigentlich das genaue Gegenteil von “Sexsüchtig”.) Auch als Gegenbewegung zu einer “übersexten” Gesellschaft kann man Asexualität nicht sehen, denn schon in der Vergangenheit gab es Menschen, denen jeglicher Sexualtrieb fehlte. Zu den bekanntesten berühmten Vertretern dieses Phänomens gehörte z.B. der Märchenautor Hans Christian Andersen, der seine Lustlosigkeit mit folgendem Satz beschrieb: “Es ist ein Widerwillen gegen diese Dinge in mir, gegen die sich meine Seele so sträubt.”
Das heißt aber noch lange nicht, dass asexuelle Menschen generell kein sexuelles Verlangen hätten oder nicht fähig zu Liebe und Zärtlichkeit wären – sie fühlen sich nur nicht sexuell hingezogen zu anderen Geschlechtspartnern. Die wenigsten Menschen stehen öffentlich zu dieser Neigung, da sie Angst haben als unnormal oder frigide dazustehen.

An dem großen Interesse an asexuellen Internetforen sieht man jedoch, dass es tatsächlich mehr Asexuelle gibt als man annehmen würde: Auf asexuality.org haben sich bis heute schon über 3000 Mitglieder registriert – Tendenz steigend. Da Asexualität bis heute jedoch nicht wirklich als sexuelle Orientierung anerkannt ist, gibt es auch noch keine statistischen Erhebungen zum tatsächlichen Anteil asexueller Menschen an der Bevölkerung. Sicher ist nur, dass es auch bei diesem Phänomen ein breites Spektrum an Abstufungen gibt: Laut der Internetplattform des “Asexual Visibility and Education Network (AVEN)“, kann man grob vier verschiedene Ausprägungen von Asexualität unterscheiden.

1.) Personen, die einen sexuellen Trieb verspüren und vielleicht auch masturbieren, sich aber nicht sexuell zu anderen Personen hingezogen fühlen und keinen partnerschaftlichen Sex praktizieren.

2.) Personen, die sich zwar emotional zu anderen Menschen hingezogen fühlen und auch Liebe und Intimität empfinden können, jedoch keinen sexuellen Trieb und kein Verlangen verspüren, mit dieser Person Sex zu haben. Andere körperliche Zärtlichkeiten und körperliche Nähe sind jedoch nicht ausgeschlossen.

3.) Personen, die einen Sexualtrieb UND emotionale Anziehung zu anderen Personen verspüren, jedoch nicht mit dieser Person schlafen wollen. Soll heißen: Typ-3-Personen masturbieren und können gleichzeitig eine andere Person lieben und mit ihr in einer Partnerschaft leben, können sich aber nicht vorstellen Sex mit ihrem Partner zu haben, denn das sind zwei völlig unterschiedliche Dinge die nichts miteinander zu tun haben.

4.) Personen, die weder emotionale Liebe noch sexuelle Anziehung zu anderen Personen oder generell einen sexuellen Trieb verspüren. Das heiß aber nicht, dass sie keine tiefen emotionalen Freundschaften zu anderen Menschen empfinden können – sie spüren nur kein Verlangen nach körperlicher Nähe oder romantischer Liebe.

All diese Einteilungen in Kategorien sind natürlich nur ein Versuch, die Bandbreite der Asexualität abzubilden. Ob man sich selbst als asexuell bezeichnet, hängt ganz vom eigenen Empfinden und vom Gefühl ab, tatsächlich anders zu sein als das gesellschaftliche Umfeld. Ihr seht also, dass Asexualität keinesfalls mit Frigidität oder gar mit einer Krankheit gleichzusetzen ist, sondern einfach eine weniger stark ausgeprägte Sexualität beschreibt. Und da heute alles erlaubt ist und jeder so leben können sollte wie er sich am wohlsten fühlt, sollten wir auch asexuelle Menschen – ob bekennend oder nicht - einfach akzeptieren wie sie sind!

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