Sex ist zwar nicht der wichtigste Faktor in einer Beziehung, wenn er aber nicht mehr klappt, ist er doch oft einer der Trennungsgründe. Denn mal ehrlich: Wenn es im Bett nicht klappt, kann die Beziehung auf Dauer auch nicht funktionieren. Da hilft es auch nicht, sich etwas vor zu machen: Wenn der Frust zum Dauerzustand wird, hat das negative Auswirkungen auf alle Lebensbereiche.
Doch in fast jeder Beziehung kommt es nach der stürmischen Anfangszeit meist zu Phasen, in denen der Sex weniger und auch langweiliger wird. Das liegt laut Sextherapeuten daran, dass Sex Abstand und Geheimnisse braucht. Wenn man jeden Tag gemeinsam im immer gleichen Schlafzimmer auf die gleiche Art einschläft, sind diese Vorraussetzungen nicht mehr gegeben und die gegenseitige Anziehung geht verloren. Der weltweite Durchschnitt für Sex in längeren Beziehungen liegt daher auch nur bei 3-4 mal im Monat.
Um diesem Trend entgegenzuwirken, haben zwei amerikanische Paare sich deshalb unabhängig voneinander auf ein Experiment eingelassen: Sie gründeten den “100-Tage-Club” und hatten danach bewusst über 100 Tage hinweg jeden Abend Sex miteinander. Eines der Pärchen dehnte die Aktion sogar auf ein ganzes Jahr aus.
Während die einen nur die zeitlichen Rahmenbedingungen feststeckten (jeden Tag zwischen 19 und 22 Uhr, wenn die Kinder im Bett sind), bereiteten die anderen sich sorgfältig darauf vor. Sie trieben Sport, um attraktiver und beweglicher zu werden und deckten sich im Sexshop ein. Das alles sollte das gegenseitige Verlangen stärken und sich und den Partner wieder begehrenswerter machen. Beide Paare bemühten sich sehr, ihren Alltag wieder zu erotisieren. So wurden die Schlafzimmer umdekoriert, Fernseher rausgestellt und Beckenbodentraining gemacht.
Was dabei herauskam: Zunächst einmal gaben beide Paare an, dass sich ihre Ehe und ihr Sexleben wesentlich verbessert hätten. “Just do it” (tu’ es einfach!) heißt die Devise. Dabei versicherten beide Frauen, dass schlechter Sex an dem einen oder anderen Abend immer noch besser wäre, als gar keiner. Der Mann wäre danach zufriedener und ausgeglichener und die Stimmung in der Beziehung würde dauerhaft besser. Egal, ob man müde oder kränklich ist und egal, was vorher war, danach fühle man sich immer besser.
Über ihre Erfahrungen haben beide Paare ein Buch geschrieben, mit dem sie im Moment durch die Talkshows in Amerika tingeln. Sie empfehlen allen Paaren, bei denen die Monotonie im Schlafzimmer Einzug gehalten hat, einfach ihre normale Frequenz zu verdoppeln. Danach kann man auch ruhig mal eine Pause einlegen, die neu entstandene Nähe jedoch bleibt.
Dieser interessanten Theorie können wir nur zustimmen, denn viele unserer Produkte eignen sich ja gerade dazu, eine eingefahrene Beziehung wieder aufregend und sexy zu machen.