Nicht viele Männer besitzen die Fähigkeit, genau wie Frauen mehrere Orgasmen hintereinander bekommen zu können. Kein Wunder, denn nach der Ejakulation wird der Penis schlaff und auch, wenn man wollte, kann man nicht gleich weitermachen um zum nächsten Höhepunkt zu gelangen.
Was allerdings noch weniger Männer wissen ist, dass Mann die Fähigkeit multiple Orgasmen zu erlangen erlernen kann. Natürlich ist nicht jeder Mann dazu in der Lage, denn jeder Körper reagiert anders. Für alle, die trotzdem versuchen wollen ihre Orgasmusfähigkeit zu steigern, habe ich hier einige Tipps zusammengestellt, wie auch “Er” in den Genuss multipler Orgasmen kommen kann – und zwar wie beim Tantra.
Das zentrale Geheimnis eines Mehrfachorgasmus ist die Trennung von Orgasmus und Ejakulation. Soll heißen: Wenn der Mann ejakuliert wird sein Penis im nu schlaff, trennt man jedoch das “Gefühl” beim Orgasmus vom “Schuss”, bleibt der Penis hart und man kann nach Herzenslust weitermachen solange man Lust hat. Diese Trennung gelingt einem nur mit einer gut trainierten PC-Muskulatur (Beckenbodenmuskulatur), weshalb dieses Training auch im Mittelpunkt des heutigen “Kurses” steht.
1.) PC-Training: Um Euren PC-Muskel trainieren zu können, müsst ihr zunächst einmal wissen wo dieser liegt: Er befindet sich in der Damm- Region (zwischen Hoden und After) und Ihr benutzt ihn fast täglich, wenn Ihr Euch den Urin zurückhalten wollt. Für ein sinnvolles Training solltet Ihr diesen Muskel mehrmals täglich jeweils 25-50 mal anspannen und wieder entspannen. Das Gute dabei: Ihr könnt diese Übung jederzeit und überall ausführen – auf der Arbeit, im Bus oder auf dem Sofa – und keiner merkt, dass Ihr Euch gerade intensiv auf Euren nächsten Orgasmus vorbereitet.
2.) Atmung: Nachdem Ihr nun eine stahlharte Beckenbodenmuskulatur habt, solltet Ihr anfangen Euch in der richtigen Atmung zu üben. Das ist wichtig, um Euch über die Gefühle und Reaktionen Eures Körpers bewusst zu werden und so den Anfang des Orgasmus zu erspüren. Startet am besten erst einmal allein, um nicht durch Eure Partnerin abgelenkt zu werden. Legt Euch aufs Bett und fangt an langsam zu masturbieren, wobei Ihr Euch voll auf Eure Atmung konzentriert. Atmet langsam und tief – das hilft Euch den Sex nicht als Rennen zu sehen bei dem man schnell ans Ziel kommen muss, sondern als sinnliche Angelegenheit. Achtet ganz genau auf die Reaktionen Eures Körpers: Wo beginnt es warm zu werden, welche Muskeln spannen sich wie an und was passiert mit Euch, wenn Ihr erregt werdet?
3.) Der Punkt ohne Wiederkehr: Jetzt solltet Ihr Eure “Orgasmus-Grenze” austesten: Masturbiert dafür so weit, bis ihr fast kommt und hört dann auf. Ziel ist es das Gefühl kennen zu lernen, das Ihr ganz kurz vor dem Höhepunkt habt. Wenn Ihr spürt, dass es Euch fast kommt, nehmt die Hände weg und atmet ganz tief ein und aus und spürt wie der Orgasmus abebbt. Wiederholt das ganze mehrmals, bis ihr ein Gefühl dafür bekommt wie weit Ihr gehen könnt. Nun seid Ihr nur noch einen Schritt von dem eigentlichen Ziel der Übung entfernt.
4.) Orgasmus ohne Ejakulation: Nachdem Ihr eine Weile mit Eurer Orgasmus-Grenze gespielt habt, solltet Ihr nun versuchen sie zu überwinden – allerdings ohne dabei zu ejakulieren: Bringt Euch noch näher an den Orgasmus heran und spannt dann - kurz bevor Ihr merkt, dass Ihr gleich kommt Eure Beckenbodenmuskulatur stark an (min. 10 Sek.). Atmet dabei weiter ruhig und tief ein und aus und spürt in Euch hinein. Versucht den Samen zurückzuhalten und stellt Euch dabei gleichzeitig vor, wie das Prickeln des Orgasmus sich in Eurem Körper ausbreitet. Auch wenn Ihr jetzt ejakuliert habt müsst Ihr Euch nicht ärgern, denn es braucht einiges an Übung bis Ihr den Orgasmus von der Ejakulation trennen könnt. Und wenn Ihr es dann geschafft habt: Übt noch ein paar Mal zuhause bevor Ihr Euch an Eurer Partnerin versucht, denn das ist noch mal eine ganz neue Situation. Doch wenn Ihr dann so weit seid, dann stehen endlosen Liebesspielen nichts mehr im Wege und die Befriedigung ist beiden garantiert!
Also, viel Spaß beim Training!