“Dogging ist so britisch, wie warmes Bier”, aber ausgerechnet im Land der Erfinder des Swinger-Puplic-Sex, mehren sich die Proteste von Bürgern. Auch die Queen soll “not amused” sein, denn der Schlosspark von Windsor zählt (laut einer Studie von Prof. Richard Byrne) zu einem der “Dogging”-Treffpunkte in England.
Der Ausdruck “Dogging” ist ursprünglich tatsächlich vom Gassi gehen abgeleitet - Voyeure gingen mit ihren Hunden in die Parks um Pärchen beim Sex zu beobachten. Jetzt steht der Ausdruck aber für Swinger oder Paare die gerne beim Outdoorsex beobachtet werden möchten und dies dann vorab im Internet ankündigen. Dann treffen sich die ”Dogger” (sowohl hetero als auch homosexuelle) zu zweit oder in Gruppen und praktizieren ihren öffentlichen Akt und erfreuen sich an neugierigen Zaungästen. Nicht nur in Parks werden Sextreffen verabredet, auch auf Parkplätzen bzw. an Raststätten oder andere Stellen in der freien Natur. Es gibt sogar einen Film mit dem Titel “Dogging – A Love Story“, der Anfang diesen Jahres im Kino zu sehen war.
In Großbritannien ist das alles kein Problem, denn öffentlicher Sex ist erlaubt – solange sich niemand darüber beschwert.
Doch dies tun jetzt einige Bürger in und um London, denn das Treiben wurde ihnen zu bunt und sie dulden diese Form der freien Liebe nicht mehr. Die Bewohner von Puttenham z.B. starten Kampagnen, sammeln Unterschriften. Denn die, die wirklich noch Gassi gehen finden bei Ihren Spaziergängen benutzte Kondome und auch schon mal einen Vibrator. Dass wollen sie sich und ihren Kindern nicht mehr zumuten.
Nun sollen z.B. an Raststätten Schilder aufgestellt werden, die darum bitten ”Aktivitäten inakzeptabler Natur” zu unterlassen. Des Weiteren laufen Parkranger und Polizisten in den erwähnten Gebieten Streife. (Regeln die dann den Verkehr? Sorry, der musste sein!
) Auch die Dorfbewohner lassen sich bei dem aktiven Kampf nicht lumpen: “Walking Parties” (Lauf-Feste) werden veranstaltet um die “Dogger” zu stören.
Ob die Aktionen der Bewohner das Problem lösen oder die “Dogger” noch mehr reizt bleibt abzuwarten…