Bei arabischen Frauen gehört es schon seit Jahrhunderten ganz selbstverständlich zum alltäglichen Schönheitsprogramm dazu: Das Wachsen der gesamten Körperbehaarung inklusive des Intimbereichs. Über die USA ist dieser Trend in den letzten Jahren auch nach Deutschland gekommen und wird hier auch, weil es sich dabei um eine dauerhafte und zeitsparende Enthaarungsmethode handelt, immer beliebter. Allen, die sich noch nicht getraut haben, sich “unters Wachs zu legen”, möchte ich deshalb hiermit ein wenig die Angst vor dieser Prozedur nehmen.
Methode: Beim professionellen Waxing in einem Studio wird ausschließlich Warmwachs verwendet. Dabei handelt es sich genauer genommen nicht um Wachs, sondern um eine extrem konzentrierte Zuckerlösung, die erwärmt auf die zu enthaarenden Körperstellen gestrichen wird. Nachdem das Wachs einige Sekunden angetrocknet ist, wird ein Papier- oder Stoffstreifen in Wuchsrichtung fest auf das Wachs aufgedrückt und mit einer raschen Bewegung entgegen der selbigen abgezogen. Kleiner Tipp für den Hausgebrauch: Warmwachs ist oft etwas kompliziert weshalb ich dafür lieber Kaltwachsstreifen empfehlen würde.
Stylings: Wie bei normalen Frisuren, gibt es auch bei den Intimfrisuren verschiedene “Trends”. Beim Waxing haben sich insbesondere die folgenden “Styles” durchgesetzt:
- Brazilian/ Hollywood: Komplette Enthaarung, besonders beliebt – wie der Name schon sagt – in Brasilien (wegen der knappen Bademode) und Hollywood, bzw. in der US-Pornoindustrie.
- Landing Strip/ Irokese: Ein 1-3 cm breiter “Landestreifen” bleibt oberhalb der Vulva auf dem Schambein stehen. Dieser wird meist noch zusätzlich gestutzt.
- Bikini Lines: Nur die Seiten (= Bikinizone) und die Innenseiten der Oberschenkel werden gewachst, damit keine unschönen Haare aus dem Bikinihöschen schauen.
- Triangle: Ein Dreieck bleibt auf dem Schamhügel bestehen, der Rest (Schamlippen, Bikinizone etc.) wird gewachst.
- Freestyle: Die (gekürzte) Schambehaarung wird mit Hilfe von Wachs in Muster und Formen, wie Herzen, Initialen etc. gebracht.
Allgemeine Tipps: Die gute Nachricht vorweg: Wirklich schmerzhaft ist nur die erste Behandlung – wenn Ihr Euch regelmäßig wachsen lasst, lässt der Schmerz mit der Zeit immer mehr nach, da die Haare dünner und weniger werden. Wenn Ihr auf Nummer sicher gehen wollt, lasst Euch in den Tagen direkt nach der Periode wachsen, dann ist die Schmerzempfindlichkeit am geringsten.
Falls Ihr während der Behandlung merkt, dass Ihr es gar nicht aushalten könnt, kann man die Prozedur auch auf zwei oder mehr Sitzungen ausdehnen. Direkt danach am besten keinen Synthetik-String oder enge Jeans, sondern weite, weiche Baumwollunterwäsche tragen. Wenn sich Entzündungen bilden, mit einer kühlenden Creme oder einer Heilsalbe eincremen (ist eigentlich auch nur nach der ersten Anwendung nötig). Regelmäßige Peelings oder das abrubbeln mit einem Luffaschwamm sorgen zusätzlich dafür, dass sich keine eingewachsenen Härchen bilden können.
Nach einem Tag ist die leichte Schwellung und Rötung der Haut bereits abgeklungen und Ihr könnt Euren Liebsten mit einer makellos glatten Haut überraschen. Probiert es aus – die anfänglichen Schmerzen lohnen sich.
Für alle, die das Waxing trotzdem nicht mögen, empfiehlt sich unsere BlitzBlank-Serie.


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