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Weihnachten auf Fetischart

Erstellt in Bizarr von A bis Z von Christine am 22.Dezember 2011

Weihnachten naht mit gewaltigen Schritten und bei einigen gab es schon die ersten Geschenke. Wir haben entdeckt, was jetzt schon Evil Sarah so zu Weihnachten bekommen hat. Und natürlich schauen wir ihr nur zu gerne beim Auspacken zu! ;)

Wir wünschen allen Lesern und Fetischfreunden ein schönes und auch aufregendes Weihnachtsfest – vielleicht auch mit der einen oder anderen bizarren Überraschung;)

Wir machen dann jetzt mal eine kleine Pause und wünschen Euch allen wunderschöne Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr – das mit Sicherheit wieder viele erotische Überraschungen für Euch bereit hält!

Euer ORION-Fetischblog Team

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Was ist der Pornografische-Wert / P-Wert?

Erstellt in Bizarr von A bis Z von Christine am 3.Mai 2011

P-WertDas “P” dieses Ausdrucks steht für “pornografisch”. Der P-Wert nämlich der pornografische Wert, den ein Medium für S/Mer hat, wie reizvoll es also aus der sadomasochistischen Perspektive ist. Eingeführt hat diesen unspezifischen Wert im Jahr 1974 die Dänin Maria Marcus.

Je höher der P-Wert eines Werkes oder Mediums, umso erotischer und geiler wird es von Sadomasochisten empfunden. Das beschränkt sich allerdings nicht auf einschlägige Filme aus dem BDSM-Bereich. Auch Vanilla-Werke können für SMer durchaus reizvoll sein, auch wenn sie von Nicht-SMern gar nicht als besonders erotisch wahrgenommen werden. So sind “Schöne des Tages” und “Der Letzte Tango in Paris” aus den späten 60ern und frühen 70er Jahren nicht als Erotika gedacht. Doch Filme wie diese, in denen gefesselt, gequält und erniedrigt wird, beflügeln die erotische Fantasie vieler BDSMer und erhalten deshalb auch einen recht hohen P-Wert.

Auch einschlägig für die Szene bekannte Werke können einen höchst unterschiedlichen P-Wert haben. So schreibt die Erfinderin dieser Zahl ausgerechnet den deftigen Ergüssen des Marquis de Sade einen eher niedrigen Wert zu, da sie meist mit längeren philosophischen Debatten durchsetzt sind, die eben wenig mit Erotik zu tun haben. Für hocherotisch erklärt sie dagegen die berühmte “Geschichte der O”. Hier blüht das Herz aller Liebhaber von Lustschmerz und Demütigung auf.

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“Baby Gaga” – Speiseeis aus Muttermilch

Erstellt in Bizarr von A bis Z von Miss Passion am 2.März 2011

Symbolfoto - Muttermilch für SpeiseeisIch bin auf eine interessante Neuigkeit für alle Laktophilie-Fetischisten gestoßen.

Eine Londoner Eisdiele hatte Speiseeis unter dem Namen “Baby Gaga” im Programm – Eis aus Muttermilch. Über eine Zeitungsanzeige wurden die Muttermilch-Spenderinnen gesucht, auf welche sich rund 15 stillende Damen meldeten. Der Café-Betreiber Matt O’Connor gibt an, dass das Dessert etwa 20% Muttermilch enthält. Bei dieser Art des Speiseeises sind natürlich besondere Maßnahmen, wie zum Beispiel das gründliche Untersuchen der Milch erforderlich, was den stolzen Preis von 14 Pfund pro Becher (ca. 16,80 €) vielleicht erklärt.

Sprach zuerst nichts gegen eine Herstellung und den Verkauf, wurde die kalte Süßigkeit vorgestern erstmal aus dem Verkehr gezogen. “Es seien weitere Untersuchungen nötig”, so eine Sprecherin des Rates von Westmnister City (Stadtteil von London), die somit auf die Bedenken einiger besorgter Bürger reagierte.

Für alle Muttermilch-Fetischisten ein kleiner Vorschlag - vielleicht kann man das Muttermilcheis mit einem normalen Eisrezept selber herstellen… Erfahrungsberichte sind wie immer gerne gesehen.

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Frohes Fest und einen guten Rutsch wünschte Euch Euer ORION-Fetischblog

Erstellt in Bizarr von A bis Z von Christine am 23.Dezember 2010

Wir machen jetzt kämpfen uns jetzt auch durch den Schnee Richtung und wünschen allen Blog-Lesern schöne Feiertage, natürlich viele Geschenke und einen guten Rutsch ins neue Jahr!
Und natürlich könnt Ihr uns gern schreiben, welches bizarre Spielzeug bei Euch so unter dem Baum lag, denn im neuen Jahr sind wir mit vielen spannenden Themen wieder da und freuen uns über Eure Anregungen! ;)

Und weil ich es so schön finde, lasse ich Euch noch diese ganz besondere Variante von “Oh Tannenbaum” da…

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Synonyme für Warmduscher-, Weichei- & Schlaffi-SMler

Erstellt in Bizarr von A bis Z von Naughty Nadja am 16.September 2010

BDSM Weichei-WörterHach, was war das ein Spaß, als vor ein paar Jahren diverse Zeitungen die besten Synonyme für Weicheier, Schlaffis & Co. - sprich für Warmduscher gesucht haben. Außer den obigen Begriffen (die ja genau genommen auch schon Synonyme für “Feigling” oder “Schwächling”) sind, sind daraufhin so schöne Kreationen, wie Bergaufbremser, Frauenversteher, Klofrau-Bezahler oder Landungsklatscher eingereicht worden, die teilweise sogar in den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangen sind.

Doch wie bitte soll ein Hardcore-SMler einen anderen nennen, wenn er ihn als Weichei auf diesem Gebiet bezeichnen will? Nun, dazu habe ich auf der Seite der Spaßguerilla eine tolle Liste mit (natürlich nicht ganz ernst gemeinten) Vorschlägen gefunden, die ich so lustig fand, dass ich sie an dieser Stelle unbedingt mit Euch teilen musste. Denn mal ehrlich: Die Zeiten, in denen SM per se eine todernste Sache war, sind hoffentlich mittlerweile vorbei. Also – los geht’s:

Effektpeitschenbenutzer, Safewordsager, Safewordbeachter, Heftpflasteraufkleber, Cuttingdesinfizierer, Schlagmitzähler, Korsettlockerer, Sicherheitshandbuchbesitzer, Am-Kissen-Über, Konsensueller, Bottoms-im-Alltag-Respektierer, Covernlasserin, Zierbondagefan, Kleiner-Buttplug-Besitzer, Stearinkerzenbenutzer, Anatomiekenner, Krokoklemmenzahnabfeiler, aus-ökologischen-Gründen-wiederaufladbare-Akkus-im-Vibrator-Haber, Erstmal-Erste-Hilfe-Kurs-Macher, Minihandschellen-am-Hosenbund-Träger, Gleitmittelbenutzer, Gleitmittelfister, Nie-öffentlich-Spieler, Sklavenrechtezugesteher, Gleichberechtigungsbetoner, Seidenschalfessler, Grenzenrespektierer, Heimlich-Blümchensex-Haber, Ohrläppchenpiercingprotzer, Vorhautbehalter, Monogamieverfechter, Mitleider, Doppellebenführer, Schlitz-in-den-Hobble-Skirt-Macherin, Highheels-nur-am-Wochenende-Träger, Highheels-heimlich-unterm-Tisch-Auszieher, Subby-Sager, Zwei-Single-Gloves-Käufer, Handschellenschlüsselhaber, Handschellenschlüsseldabeihaber, Handschellenersatzschlüsselhaber, Handschellenersatzschlüssel-in-Reichweite-Verstauer, Panikhakenbenutzer, Auf-”Aua”-Reagierer, Liebesschaukelsager, SM-Buch-Rezensierer

Wer kreative Ergänzungen hat – immer her damit. :-)

Quelle: spassguerilla.de

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True Blood – Sexy US-Serie (nicht nur) für Blutfetischisten

Erstellt in Bizarr von A bis Z von Naughty Nadja am 25.August 2010

Vampirismus ist ein Symbol für Sex und Verführung - soviel ist sicher: Die Zähne, die die zarte Haut am Hals durchstoßen und das jungfräuliche Blut zum Sprudeln bringen; die langen, harten Spitzen, die sich langsam im warmen weichen Fleisch auf und ab bewegen – das alles sind Symbole für die Verführung und Entjungferung einer unschuldigen Jungfrau. Kein Wunder also, dass Literatur, Film und Fernsehen dieses Thema immer wieder aufgreifen – zuletzt sehr erfolgreich mit den scharfen Vampiren der “Twilight”-Trilogie.

Im Gegensatz zum teenietauglichen ”Twilight” oder der “Twilight-Porno-Parodie” geht es in der neuen US-Mystery-Serie “True Blood” aber eben nicht um Versuchung und Enthaltsamkeit, sondern um die pure, brutale Sexyness von Vampiren – und um ihre Opfer, die sich ihnen mehr oder weniger freiwillig hingeben. Und genau deshalb ist sie auch ein perfekter Fernsehtipp für Euch als Fetischblog-Leser. ;-)

Doch kurz zur Handlung: Die HBO-Serie basiert auf der Sookie-Stackhouse-Buchreihe der US-Amerikanerin Charlaine Harris. Sie spielt in der fiktiven ländlichen Kleinstadt Bon Temps in Louisiana, in der Vampire und Menschen seit dem Outing der Blutsauger vor zwei Jahren versuchen, friedlich zusammen zu leben. Dies wird vor allem durch die Erfindung eines synthetischen Menschenblut-Ersatzes (“Tru Blood”) durch japanische Forscher ermöglicht, von dem sich die friedlichen Blutsauger nun ernähren können.

Hauptfigur ist die 25-jährige Kellnerin Sookie Stackhouse (Anna Paquin), die über telepathische Fähigkeiten verfügt und dadurch auch in der Lage ist, die Gedanken ihrer Mitmenschen zu lesen. Wegen ihrer Fähigkeiten ist sie in der Gemeinde eher ausgeschlossen und muss sich deshalb permanent verstellen, um nicht zu sehr aufzufallen. Ungeachtet der gesellschaftlichen Hürden verliebt sich dann auch noch in den Vampir William Thomas „Bill“ Compton (Stephen Moyer). Da sie nur die Gedanken von Vampiren nicht lesen kann, wird Bill als erster Vampir, den sie trifft für sie um so attraktiver.

Bill widerum ist neu nach Bon Temps gezogen, um sich dort ein bürgerliches Leben aufzubauen. Schon vor dem Amerikanischen Bürgerkrieg hatte er mit seiner Frau und zwei Kindern in der Stadt gelebt. Nachdem nun sein letzter Nachkomme gestorben ist, hat er sein ehemaliges Haus erneut übernommen. Er ernährt sich nach eigener Aussage hauptsächlich von Tru Blood. Im Laufe der sich entwickelnden Liebesgeschichte gibt er Sookie etwas von seinem Blut, was eine lebenslange Verbindung zwischen den beiden herstellt. So kann er sie jederzeit spüren und ihr helfen, wenn sie in Gefahr ist.

Die actiongeladene Serie mit Mystery-Elementen ist ein wahrer Augenschmaus und mal wieder etwas ganz neues – nicht zuletzt auch wegen der prickelnden Erotik, die permanent in der Luft liegt. Leider lief ”True Blood” bislang nur im Pay-TV – ob und wann sie auch ins normale Fernsehprogramm aufgenommen wird, ist leider noch nicht bekannt. Für alle, die jetzt Lust auf mehr bekommen haben und nicht mehr so lange warten wollen, sind aber seit April diesen Jahres auch schon einige Staffeln auf DVD erhältlich.

Hier schon mal ein Vorspann-Trailer zum reinschnuppern:

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Marquis de Sade: Seine literarischen Werke

Erstellt in Bizarr von A bis Z von Christine am 9.Juli 2010

Bild aus Sade seinen WerkenDer dunkle Marquis hat schon früh mit dem Schreiben begonnen und war dabei sein ganzes Leben über sehr produktiv. Daher findet Ihr hier auch nicht alle seiner Werke. Geschrieben hat er jedoch nicht nur die pornographischen Werke, für die er weltberühmt wurde, sondern auch philosophische und theoretische Abhandlungen.
Jedoch wurde er gerade für seine sexuellen Werke genauso berühmt wie berüchtigt. Nicht nur zu seiner Zeit schockten seine fantastischen, grausamen Ausschweifungen in seinen Büchern die (wenigen) Leser. Bis heute hat sich der Disput gehalten, ob sein Schaffen denn nun hohe Kunst und ein literarischer Genuss oder doch eher verbannenswerter, ekelhafter Schund ist. Zwischen diesen Extremen bewegt sich nämlich die Debatte. Und so wundert es auch nicht, dass einige seiner Werke schon 1877 auf dem Londonder Index librorum prohibitorum, dem Verzeichnis der verbotenen Bücher, landen. Die “Philosophie im Boudoir” erregt noch fast 100 Jahre später, nämlich 1963, so viel Anstoß, dass die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften es auf den Index setzt. Inzwischen ist es von dort allerdings wieder verschwunden und frei erhältlich. Ihr könnt Euch also selbst eine Meinung darüber bilden. ;)

Hier findet Ihr eine kleine Auswahl seiner zahlreichen Werke:

- Dialog zwischen einem Priester und einem Sterbenden – 1782
- Die 120 Tage von Sodom – 1785
- Justine – 1791
- Die unmoralischen Lehrer oder Philosophie im Boudoir – 1795
- Aline und Valcour – 1795
- Juliette – 1796
- Die Verbrechen der Liebe – 1800
- Marquise de Gange – 1813
- Adelheid von Brunswick, Prinzessin von Sachsen – 1812
- Die geheime Geschichte Isabellas von Bayern – 1813
- Korrespondenz (ed. Paul Bourdin) – 1929

Weitere Blogbeiträge zu Marquis de Sade.

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Marquis de Sade: Die letzten Jahre

Erstellt in Bizarr von A bis Z von Christine am 26.Juni 2010

Illustration aus de Sades WerkenAuch in Donatien Sades letzten Jahren war ihm das Glück nicht wohl gesonnen. Im Jahr 1801 kam der konservative Napoléon Bonaparte an die Macht und Sade wird für die Veröffentlichung von „Justine“ und „Juliette“ erneut ohne Gerichtsverhandlung 6. März desselben Jahres eingesperrt. Zunächst inhaftierte man ihn in Sainte-Pélagie und dann in Bicêtre. Schließlich erklärte man ihn zwei Jahre später, am 27. April 1803, für verrückt und ordnete eine lebenslange Sicherheitsverwahrung im Irrenhaus von Chareton  an.
Hier verfasste er die biografischen Romane „La Marquise de Gange“ (“Die Marquise de Gange”, 1813 gedruckt) sowie die erst post hum publizierten  „Adélaïde de Brunswick, princesse de Saxe“ (“Adelheid von Brunswick, Prinzessin von Sachsen”, 1812) und die „Histoire secrète d’Isabelle de Bavière“ (“Die geheime Geschichte der Isabelle de Bavière, 1813). Außerdem führte er auf der Bühne der Anstalt mehrere Theaterstücke auf, an denen er selbst teilnahm und jeweils einen geistesgestörten Insassen mimte.
Am 2. Dezember 1814 starb er in Charenton bei Paris im Alter von 74 Jahren. Zu diesem Zeitpunkt hatte er über ein Drittel seines Lebens in Gefängnissen verbracht.
Nur 20 Jahre nach seinem Tod taucht in einem französischen Lexikon zum ersten Mal der Begriff “Sadismus” auf, mit dem man in dem Buch sexuelle Perversionen bezeichnet, bei der Lust nur durch Gewalt erreicht werden kann.

Weitere Blogbeiträge zu Marquis de Sade.

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Marquis de Sade: Sades Wandel

Erstellt in Bizarr von A bis Z von Christine am 21.Juni 2010

Bild aus einem Werk SadesNach seiner Freilassung im Zuge der Generalamnestie und der Scheidung von seiner Frau Renée Pélagie lebt der Marquis de Sade fortan mit der Schauspielerin Marie-Constance Quesnet zusammen und veröffentlicht im Verlauf der Revolution eine Reihe erfolgreicher Werke. So spielte etwa die Comédie Française im September 1790 seinen „Misanthrope par amour“. Ein Jahr später erschien sein Roman „Justine ou les Malheurs de la vertu“ (“Justine oder die Mißgeschicke der Tugend”) und „Le Comte d’Oxtiern ou les Effets du libertinage“ (Der Graf  d’Oxtiern oder die Folgen der Libertinage”) wurde uraufgeführt.

Parallel dazu beteiligte er sich aktiv am politischen Geschehen. Trotz seiner aristokratischen Herkunft schloss er sich den radikalen Jakobinern an und vertrat die utopische Variante des Sozialismus. Trotz dieser Ideale verweigerte de Sade die Aufgabe seines Familienschlosses Lacoste in der Provence und Herausgabe seines Familienvermögens. Das hinderte ihn aber nicht daran, 1792 Sekretär der Assemblée des Sections de Paris zu werden. Schon ein Jahr später war er dann  Präsident in der Section des Piques, in der er sich verschiedenen politischen Projekten, unter anderem die Neubenennung der Pariser Straßen, widmete.

Während der Terrorherrschaft in den Jahren 1793 und 1994 geriet Donatien de Sade ins politische Abseits. Nachdem er als Richter im Prozess gegen seine ehemaligen Schwiegereltern Milde walten ließ, wurde er im Dezember 1793 von der Pariser Commune aufgrund von Moderantismus verhaftet und kurzfristig im Gefängnis von Carmes festgehalten. Später wurde er dann nach Saint-Lazare verlegt, bevor er am 15. Oktober 1794 die Freiheit wiedererlangte. Insgesamt verbrachte er mehr als ein Jahr im Gefängnis und wurde während dieser Zeit zum Tode verurteilt. Nur sehr knapp und mit Hilfe eines Zufalls entkam er der Guillotine dank des Sturzes des Diktators Robespierre am 28. Juli 1794. Das neue Regime des Directoire ließ ihn nach weiteren drei Monaten Haft endlich frei.
Erneut auf freiem Fuß veröffentlichte er im Jahr 1795 seine „La Philosophie dans le boudoir“ (“Die Philosophie im Boudoir”).

Materielle Not zwang ihn schon im Folgejahr sein Anwesen in Lacoste und die anderen Reste seines durch die Revolution dezimierten Besitzes zu verkaufen. Ab da lebte der ehemals verwöhnte Marquis mehr schlecht als recht von Gelegenheitsarbeiten, da seine diversen Werke, die er jetzt publizierte, kaum etwas einbrachten. Trotzdem erscheint 1797 sein Werk „L’histoire de Juliette“ (“Die Geschichte der Juliette”).

Noch im November desselben Jahres gerät Sade erneut in politische Bedrängnis, da sein Name irrtümlicherweise auf einer Emigrantenliste von 1792 geführt wurde. Zur gleichen Zeit lebten er und seine Lebensgefährtin Marie-Constance immer noch in großer Armut. Trotz der knappen finanziellen Mittel publiziert er im Jahr 1800 unter anderem die Novellensammlung „Les crimes de l’amour“ (“Die Verbrechen der Liebe”) sowie die romantheoretische Schrift „Idée sur les romans“ (“Gedanken zum Roman”).

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Marquis de Sade: Sade und die Französische Revoution

Erstellt in Bizarr von A bis Z von Christine am 17.Mai 2010

Graphik aus Sades WerkenAm 2.  Juli 1789 , einige Tage vor dem Sturm auf die Bastille, schrie Donatien de Sade der vor der Bastille demonstrierenden Menge zu: “Sie töten die Gefangenen hier drinnen!” Was ihn dazu veranlasst hat, ist nicht bekannt. Jedoch war dieser Ausruf möglicherweise einer der Gründe, die die Pariser Bevölkerung dazu bewegten, die Bastille einzunehmen, die eigentlich ein Gefängnis für vornehme Leute war, denen es da nicht wirklich schlecht ging. Auch de Sade selbst lebte durchaus komfortabel. Er ließ sich außerhalb bekochen und möblierte seine Zelle nach Belieben – ein Zustand, von dem ein normaler Gefangener aus dem Volk nur träumen konnte.

Sofort nach diesem Vorfall verlegte man den Marquis in die Irrenanstalt in Charenton, was seiner Frau die Möglichkeit eröffnete, die Scheidung einzureichen – was sie auch umgehend tat. Am 9.  April 1790 wird Donatien de Sades Ehe geschieden.

Die Französische Revolution war aber gewissermaßen ein Glücksfall für Donatien. In ihren Wirren interpretierte man seine Bücher plötzlich als Anklagen gegen die Dekadenz von Adel und Kirche. Infolge dessen und der Generalamnestie vom 13. März kommt er am 2. April 1790 frei. Er versichert zudem: “Ich habe gewiss nicht alles ausgeführt, was ich ersonnen habe, und ich werde es gewiss niemals ausführen.” Doch dieser Aussage zum Trotz frönt er weiter seinen bizarren Gelüsten, so dass  mehrere Frauen nach seinen Angriffen in Krankenhäuser eingeliefert werden mussten.

Doch der Geist des Wandels macht auch vor dem Marquis de Sade nicht halt. Welche Auswirkungen er hatte, erzähle ich Euch im nächsten Teil seiner Biographie…

Weitere Blogbeiträge zu Marquis de Sade.

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