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Kennt Ihr das BDSM-Model Jasmine Sinclair?

Erstellt in Bondage von Siria am 15.Februar 2013

Die am 2. Oktober 1982 in Hull, East Yorkshire geborene Jasmine Sinclair ist als Model im Bereich Bondage zu Hause. Dies beweisen schon alleine die Auszeichnungen, besonders die aus den Jahren 2010 und 2009, wo sie Gold bei den Bondage Awards als “Best Bondage Model” bekam. Im Jahre 2008 belegte sie in der gleichen Kategorie den 2. Platz als “Best Bondage Model” und fünf Jahre zuvor erhielt sie den Signy Award (Vorgänger des Bondage Awards), ebenfalls als bestes Bondage-Model.
Der Bondage Award wird seit 2008 in vielen Kategorien vergeben, z.B. für Knotenkünstler, Shops, Performer, Fotografen sowie für kostenlose und kostenpflichtige Bondage-Websiten – bei denen Frau Sinclair mit ihrer Homepage den 4. Platz belegte.
Jasmine ist Meisterin ihres Faches. Unter all den Bildern und Videos, auf denen sie als gefesseltes Opfer zu bewundern ist, gibt es auch Aufnahmen, bei denen sie Selfbondage, eine Fesselpraktik die Experimentierfreude und Einfallsreichtum verlangt, praktiziert. Ebenso ist sie ein Fan der gleichgeschlechtlichen Liebe, was sie mit ihren zahlreichen BDSM-Lesbien-Pornos beweist und durch einen Bondage Award 2012 ”Best Lesbian Bondage” unterstrichen wird.
Das oben ohne Model mit den gemachten Big Boots wurde für unzählige Medienblätter wie The Sun, News of the World, Playboy (im November 2006 wurde Jasmine Cybergirl im Plabyboy UK), Maxpower Magazin, Toni und Guy Magazine u.v.a. abgelichtet.

Mal ist sie blond, mal brünett, mal allein, mal zu zweit oder auch zu dritt aber sehr oft ”hilflos gefesselt” – schaut z.B. hier:

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Fesselungsarten und Fesselungstechniken

Erstellt in Bondage von Christine am 23.Mai 2012

Symbolfoto -  Folter-BondageFesselungsarten
Fesselungen können ganz unterschiedliche Zwecke verfolgen. Das Filmbondage ist, wie der Name schon sagt, oft in Filmen zu sehen. Aber auch in Bildern aus dem Fetish-Bereich wie denen des Künstlers Eric Kroll finden sich nicht wenige derartige Fesselungen. Diese Form des Bondage folgt weder besonderen ästhetischen Ansprüchen noch wird von ihr ein Nutzen in Form einer Bewegungseinschränkung oder eines anderen Effektes erwartet. Sie dient vielmehr als Requisit.

Die Folterfesselung dagegen folgt einem sehr bestimmten Zweck. Sie soll nicht nur die Bewegungen des Bottom einschränken, ihr primäres Ziel ist es, ihn in eine möglichst unbequeme Lange zu zwingen, beispielsweise als Strafe für ein Vergehen. Dabei muss es sich nicht notwendigerweise von Anfang an um eine unkomfortable Haltung handeln. Nach einer gewissen Zeit kann fast jede Fesselung als Folterfesselung angesehen werden, wenn sie unbequem wird. Im wirklichen Leben ist diese Art der Fesselung eher selten. Umso häufiger findet sie sich dagegen auf Bildern und in Texten wieder.

Beim Zierbondage steht der ästhetische Aspekt im Vordergrund. Sie soll in erster Linie gut aussehen und erst in zweiter Linie den Bottom einschränken.
Ganz anders das Zweckbondage. Hierbei ist Bewegungsunfähigkeit, also der eigentliche Zweck einer Fesselung, das Ziel. Da es sich um eine Gebrauchsfesselung handelt, spielen ästhetische Gesichtspunkte oder die Absicht, den Bottom in eine unbequeme Lage zu zwingen, dabei keine Rolle. Auch eine kunstvoll ausgefeilte Knotentechnik oder spezielles Fesselmaterial sind nicht vonnöten. Solange der Top sein Ziel mit der Fesselung erreicht, ist die genaue Form wie auch die verwendeten Fesselutensilien beliebig.

Fesselungstechniken
Um die oben erwähnten Fesselungsformen anzuwenden, gibt es natürlich verschiedene Fesselungstechniken, von denen ich Euch ein paar kurz vorstellen möchte.

Das sogenannte Weaving kommt vom englischen „to weave“, was „weben“ bedeutet. Hierbei handelt es sich um eine recht aufwändige und komplizierte Art der Bondage, die in der Regel aus zwei Etappen besteht. Im ersten Schritt werden die Seile im Zickzack auf den Körper des Bottom gelegt. Erst im zweiten Schritt werden sie mit einem weiteren Seil verbunden. So entstehen sehr komplexe und attraktive Fesselungsmuster.

Einfacher ist dabei dagegen die Wickelbondage. Bei dieser Technik werden die Seile einfach um den Körper oder Teile des Körpers gewickelt, um den gewünschten Effekt bzw. das gewüschte Muster zu erhalten.

Auch die Zahl der parallel liegenden Seile, die in einem Handgriff verwendet werden, kann unterschiedlich sein. Bei der Doppelseiltechnik wird das Bondageseil – wie der Name  schon sagt – doppelt genommen, so dass man sehr schnell viele, häufig dekorative Windungen erhält. Sie wird gern als besonders sichere Form der Zweckbondage angewandt. Bei der Einseiltechnik wird der Bottom dagegen mit einem einzigen Seil in einfacher Lage gefesselt.

Habt Ihr eine oder einige der Fesselungsarten und -techniken schon mal ausprobiert? Wenn ja, schreibt uns doch mal Eure Anregungen und Erfahrungen. ;)

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Klassische Fesseln: Ketten, Klettband, Kabelbinder

Erstellt in Bondage von Christine am 20.April 2012

 Fesselkette von ZADOFesseln kann man ja mit so einigen Sachen, wie Ihr in unserem Blog schon lesen konntet. Daher möchte ich Euch heute wieder mal ein paar Utensilien vorstellen, die dafür gern für Fesselspiele verwendet werden.

Da wären zum einen die Ketten. Sie sind ein bekanntes Fesselutensil, das jedoch einige Tücken bergen kann. So solltet Ihr darauf achten, dass diese nickelfrei sind. Sonst können sie Allergien verursachen. Auch sollten die Kettenglieder nicht offen sein, da sich der Gefesselte sonst leicht an scharfen Kanten und Enden verletzen kann. Kettenglieder, die Gewicht tragen oder anderweitig höheren Belastungen ausgesetzt werden sollen, sollten immer nahtlos verschweißt sein, so dass sie sich unter Zug nicht aufbiegen können.
Beachtet auch, dass sich Fesselketten nicht endlos mit den Bewegungen des Bottom mitdrehen können. Irgendwann können sich die Bewegungen dann auf den Haken übertragen und diesen aus Wand oder Decke lösen. Dieser Effekt lässt sich leicht vermeiden, wenn man einen Wirbel einbaut, der sich im Gelenk mitdrehen kann.
Verbunden werden können Ketten am besten durch Karabiner. Das sind ein einfache Stahlringe, die sich an einer Seite öffnen lassen. Sie werden recht häufig verwendet, obwohl sie sich auch vom Träger selbst öffnen lassen.
Neben Ketten kann der Top damit auch Ösen oder Ringe verbinden. Eine integrierte Feder sorgt dafür, dass sich der Karabiner nicht aus Versehen öffnet.
Da der Karabiner aber unter Belastung nicht geöffnet werden kann, sollte er nicht an Stellen verwendet werden, wo ein schnelles Öffnen notwendig werden kann, wie zum Beispiel bei einer Hängefesselung.

Wenn eine Restriktion schnell und pragmatisch sein soll, ist Klett sehr schön. Es besteht aus zwei Flächen, von denen die eine mit kleinen Nylonhaken, die andere mit Nylonösen überzogen ist, welche – einmal verbunden – erstaunlich hohen Kräften Widerstand leisten können. Allerdings ist der Klettverschluss nur in die Scherrichtung fest. Bei senkrechtem Zug lässt er sich leicht und ohne großen Aufwand öffnen.
Der Vorteil dieses Verschlusses ist seine Flexibilität. Er lässt sich stufenlos jeder Größe anpassen. Zudem kann der Top ihn im Notfall auch schnell und einfach öffnen, während der Bottom ihn nicht lösen kann.
Nachteil der Klettverschlüsse: Sie fangen alle möglichen Fusseln ein und verdrecken so schnell. Daher solltet Ihr den Verschluss immer im geschlossenen Zustand lagern. So aufbewahrt hält ein normaler Klett bei regelmäßigem Gebrauch etwa ein Jahr. Inzwischen haben sich die Vorteile herumgesprochen und der Klettverschluss erfreut sich wachsender Beliebtheit.

Seltener eingesetzt werden dagegen Kabelbinder. Sie werden meist für das Fesseln an Handgelenken oder Fingern verwendet. Jedoch zählen Sie nicht unbedingt zu den sichersten Fesselutensilien, da sie zum einen ohne Schneidewerkzeug nicht abgenommen werden können. Zum anderen neigt eingeschnürtes Gewebe dazu anzuschwellen. Dann kommt Ihr nur noch schwer oder gar nicht mehr an die Kabelbinder, um sie zu lösen.
Wenn Ihre dennoch Kabelbinder verwenden möchtet, kauft Sie unbedingt solche, die eigens für den Einsatz am Menschen hergestellt wurden. Die einfachen Binder aus dem Elektronikfachhandel sind zu scharfkantig.

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Japanisches Bondage im 20. Jahrhundert

Erstellt in Bondage von Christine am 19.März 2012

Fesselkunst - Bondage-ArtIn den 1920ern und ’30ern bot die technische Weiterentwicklung der Fotografie verschiedene neue Möglichkeiten des künstlerischen Ausdrucks. Das Markenzeichen des japanischen Bondage-Künstlers Ito in seinen Fotos war das zerwühlte, zerzauste Haar seiner Models.

Nach dem Zweiten Weltkrieg, in den 1950ern, erschienen in Japan eine Reihe erotischer Bondage Fotomagazine, unter anderem der „Kitan Club“. Aber nicht nur in Japan, sondern weltweit stieg diese Form des Ausdrucks ästhetischer sexueller Fantasie rasant an. Der Markt entsprechender Bondage-Magazine boomte. Durch diese neue Offenheit kamen auch Bondage-Clubs auf, in denen kunstvolle Fessel-Vorführungen live auf der Bühne zu sehen waren. So genannte Rope Master zelebrierten dort unterhaltsame Shows (shibari genannt), die die Körperästhetik der Bondage-Kunst mit Spannung verbanden. Zwischenzeitlich mussten die Bondage-Fans ihre Leidenschaft in den 60er Jahren aufgrund des in Japan erneut aufkommenden gesellschaftlichen Moralismus wieder unter dem Deckmantel der Verschwiegenheit halten – alles, was mit bewusster Körperlichkeit zu tun hatte, war tabu.

Das änderte sich jedoch in den darauf folgenden späten 70er Jahren wieder – und zwar ins andere Extrem. Zwar ist die Entwicklung der japanischen Gesellschaft nicht zu vergleichen mit der Welle sexueller Befreiung im Amerika der 70er (freie Liebe, die so genannten Blumenkinder und die symbolische “Sprengung” der einengenden gesellschaftlichen Ketten, indem unzählige Frauen öffentlich ihre BHs verbrannten, sind nur einige der Schlagwörter, die hier zu nennen sind). Doch auch Nippon konnte sich dieser weltweiten Aufsehen erregenden Revolutionswelle natürlich nicht ganz verschließen und so schwappten die Ausläufer dieser einzigartigen Bewegung auch bis nach Japan, auch wenn die Auswirkungen der sexuellen Befreiung dort bei weitem nicht so stark zu spüren waren wie in der westlichen Welt.

Bis heute ist japanisches Bondage etwas ganz Besonderes geblieben, hat den Zauber der Mystik nicht verloren. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Bondage verbindet viele Aspekte und symbolisiert deshalb für jeden, der diese Kunst verehrt, andere Schwerpunkte und Leidenschaften – Ästhetik, Körperkult, Erotik, Sensualität, Historie, Kultur.

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Die Wirkung des Japanischen Bondage

Erstellt in Bondage von Christine am 14.Dezember 2010

Die Schriftzeichen für jousamaBondage ist keine neumoderne Kunst, sondern etwas uralt Gewachsenes, das in der japanischen Kultur und Geschichte tief verwurzelt ist. Dennoch geht auch die Kunst des Bondage mit der Zeit. Denn während in der klassischen Bondage-Kunst ausschließlich die Männer die aktive, dominante Rolle spielten, gibt es im modernen Bondage durchaus auch weibliche Rope Mistresses beziehungsweise Bondage Queens, Jô-sama genannt. Solche modernen Einflüsse beleben diese einzigartige Körperkunstform und geben ihr neue Impulse.

Da die Ästhetik beim Japanischen Bondage eine so große Rolle spielt und weit im Vordergrund steht, hier noch einige Anmerkungen speziell zu diesem Thema:
Einfach irgendwie jemanden festzubinden beziehungsweise einzuschnüren, hat absolut nichts mit Japanischem Bondage zu tun. Sinnliche und visuelle Ästhetik sind hier wie beim Ikebana und anderen japanischen Kunstformen wesentliche Faktoren, auf denen das Bondage aufbaut. Bondage ist ein Ritual, das zelebriert werden will, um seine volle künstlerische und emotionale Wirkung zu entfalten. Echte Bondage-Fans lassen sich einfach fallen, tauchen ein in diese besondere Zeremonie, die Körper und Geist fesselt. So verbindet das Japanische Bondage Körperwahrnehmung und Erotik, Sensibilität, emotionales Abenteuer und einzigartige Mystik. Alles, was unsere Sinne auf sanfte Weise anregt, unser Gefühl sensibilisiert, uns auf irgendeine Weise Genuss verschafft, wirkt auf uns gleichzeitig erotisierend, denn es führt dazu, uns auf uns selbst beziehungsweise den Partner zu konzentrieren und lässt uns all unsere Sinneseindrücke bewusster wahrnehmen.

Bondage regt unsere Fantasie an, weckt unsere Kreativität und es rückt scheinbare Kleinigkeiten in den Mittelpunkt unseres Empfindens: Der Kontrast des dunklen, festen Seiles auf heller, zarter Haut; das Gefühl tiefer Geborgenheit im Blick des von Seilen kunstvoll umschlungenen Partners… Wer sich darauf einlässt, erlebt in diesem Ritual eine ganz besondere sinnliche Reise.

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Die Geschichte des Japanischen Bondage

Erstellt in Bondage von Christine am 16.November 2010

Japanbondage Geschichte - FolterszeneIm 15. und 16. Jahrhundert – in Japan eine Zeit des Krieges und der Not – wurden Bondagetechniken vor allem im Kampf und zur Folter verwendet: Tasuki-dori, Hobaku-jutsu und Hojo-jutsu gehörten damals zu den traditionellen Techniken, um Gegner gefangen zu nehmen, mit Seilen zu fesseln und über längere Zeit festzusetzen.

Bondage wurde in dieser dunklen Periode auch öffentlich als Bestrafung genutzt. Man mag sich vielleicht wundern, warum damals nicht Metall, Holz oder Leder zum Fesseln dienten, sondern vor allem Bambusstäbe und Seile aus Naturfasern, aber das ist leicht zu erklären: Leder war im damaligen Japan aufgrund der nicht so weit verbreiteten Rinderhaltung eher rar und teuer; großflächiger Reisanbau war viel weiter verbreitet als Viehhaltung. Und Metall wurde zwar auf dem Schlachtfeld in Form von kunstvollen Schwertern verwendet, aber der breiten Masse war Metall kaum zugänglich.

Nach dem Ende der kriegerischen Zeiten, in der so genannten Edo-Periode, die bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts reichte, entwickelten sich aus diesen Fesselungen zwei Richtungen. In der einen wurden sie weiter genau dafür verwendet, wofür sie ursprünglich gedacht waren, nämlich Gefangene von Militär und Polizei zu binden.

Die Edo-Periode war eine blühende Zeit und in der japanischen Gesellschaft bildete sich der Mittelstand immer stärker aus. Das hatte auch ein wachsendes Bedürfnis nach anregender Unterhaltung zur Folge – und das ästhetische, hochdekorative Körper-Bondage traf dabei genau den Nerv der Zeit. Die Form des so genannten Kabuki Theaters bestand aus Gruppen wandernder Schauspieler, die Unterhaltung für die Masse boten und alles zeigten, was das alltägliche Leben der Menschen vorgab; nicht selten wurden dort auch derbere Szenen auf der Bühne gezeigt, wie zum Beispiel Sex und Romantik (nureba genannt) oder Folterszenen (semega). Heute wird das Kabuki Theater als klassische japanische Theaterkunst angesehen. Unterstützt wurde sie durch die Weiterentwicklung der Holzdruckkunst. Schon bald gab es zusätzlich zu den Theateraufführungen auch „Fanartikel“ zu kaufen, die einzelne Szenen aus den Theaterstücken darstellten – oft genug waren dies besonders aufreizende Erotik- oder aber Folterszenen. Diese Druckwerke legten den Grundstein für die von nun an schnell wachsende Bondage-Kunstform in der Tradition der Ukiyoe (jap. “Bilder aus der fließenden Welt”), und es gab immer mehr Künstler, die sich damit beschäftigten. Übrigens galt dies nicht nur für Japan, sondern auch im viktorianischen England und in Europa wurden erotische Abbildungen populär. Einer der bekanntesten Ukiyoe-Künstler Japans war Seiu Ito (1882 – 1961), der die Tradition des Holzdrucks perfekt beherrschte. 1919 veröffentlichte er – angeregt durch sein ästhetisches Kunstempfinden und seine individuelle erotische Neigung – die ersten Fotografien gefesselter Frauen. Damit war die moderne Form der Japanischen Bondage geboren. So fand das Japan-Bondage unter anderem über die Bilder des japanischen Fotografen Noboyushi Araki seinen Weg nach Europa und in die USA.

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Fesselspielart: Hängebondage/Schwebebondage

Erstellt in Bondage von Christine am 1.November 2010

Fesselspielart: Hängebondage / SchwebebondageBeim Hängebondage/Schwebebondage wird der oder die Gefesselte in eine hängende Position gebracht. Diese Form des Bondage eignet sich nur für Fortgeschrittene, da Fehler bei der Ausführung für den Bottom ernste gesundheitliche Folgen haben können. Daher ist eine gründliche Vorbereitung und Information besonders wichtig. Workshops können dafür neben einschlägiger Literatur als gute Basis dienen.

Das Schwebebondage ist immer nur etwas für einen kurzen Zeitraum, da auch bei anfangs recht bequemen Haltungen schnell der Kreuzigungseffekt eintreten kann. Dieser Effekt entsteht, wenn durch Zug auf den Armen durch das eigene Körpergewicht die Atmung eingeschränkt wird. Wird das Opfer nicht rechtzeitig befreit, erstickt es.

Und das braucht Ihr für ein Hängebondage: Eine stabile Befestigungsmöglichkeit wie etwa Deckenbalken oder einen stabilen Bondagerahmen und einen Haken, der für hohe Lasten ausgelegt ist (Krippen- oder Schaukelhaken).

Bei der Wahl der Fesselmaterialien habt Ihr verschiedene Möglichkeiten. Der Bondage-Sack ist die wohl komfortabelste Lösung auch für längere Zeiträume. Auch Handhebefesseln in unterschiedlichen Ausführungen kommen dafür infrage. Im Idealfall haben diese einen integrierten Griff, an dem sich der/die Aufgehängte festhalten kann.
Auch an den Füßen kann der Bottom mit entsprechenden Fußhebefesseln aufgehängt werden. Diese können eine sandalenähnliche Form haben, aber auch als fester Schnürschuh daherkommen, unter dessen stabiler Sohle Ösen befestigt sind. Ebenfalls verwendet werden können Seile und Geschirre aus dem Bergsteigerbedarf. Ersteres ist jedoch die hohe Kunst des Schwebebondage und bedarf in jedem Fall einer entsprechenden Ausbildung bei einem erfahrenen Lehrer.

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Klassische Fesseln: Zwangsjacke oder Straitjacket

Erstellt in Bondage von Miss Passion am 28.September 2010

ZwangsjackeBei dieser speziellen Art der Fesselkleidung steigt man mit den Armen in eine Art Jacke (quasi so, als würde man eine gewöhnliche Jacke verkehrtherum anziehen), wobei die Arme vor dem Brustkorb oder auch hinten auf dem Rücken mit Gurten stramm festgebunden werden, sodass man seine Arme nicht bewegen kann und wirklich ganz und gar hilflos ist. Bei einigen Modellen, die den meisten von uns nur aus Krankenhaus- und Horrorfilmen bekannt sind, befindet ein weiterer Gurt sich zwischen den Beinen. Dadurch ist die Möglichkeit genommen, sich die Jacke über den Kopf zu ziehen, und die Chancen aus der Jacke überhaupt wieder herauszukommen ohne Fremdeinwirkung, sind nahe Null.

Entwickelt wurde die Zwangsjacke im 19. Jahrhundert von Benjamin Ruth und diente ursprünglich mal der Fixierung zum Selbstschutz. Menschen, die sich selbst oder andere verletzen wollten (oder krankheitsbedingt “mussten”), wurden so gesichert. Die Modelle, die in der BDSM-Szene verwendet werden, sind vom Design oft ein wenig verändert. Dabei handelt es sich nicht um die typischen weißen Baumwollversionen, wie man sie mit Krankenhäusern assoziieren würde, sondern eher aus anderem Material wie Leder oder Latex und oft mit mehr Schnallen als die gängigen. Bei vielen ist auch der Halsausschnitt enger genäht. Es geht ja schließlich nicht um Komfort sondern um Strafe! ;-)

Auch wenn das Tragen einer solchen Jacke auf den ersten Blick nahezu komfortabel gegenüber schnürenden Fesseln wirkt, ist immer ein gewisses Maß an Vorsicht geboten. Die Größe muss absolut passend sein. Zum einen ist bei einer zu großen Jacke die Gefahr hoch, dass der Gestrafte sich zu leicht selbst befreien kann, und zum anderen ist es bei einer zu kleinen Jacke gefährlich, weil man sie schnell zu eng schnallt. Dies könnte sich früher oder später negativ auf die Atmung und die körperliche Temperaturregelung auswirken.

Weiter Varianten von Fesselkleidungen findet Ihr im Fetischblogbeitrag: Klassische Fesseln: Bondagesäcke und Fesselkleidung.

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Fesselkunst: Was ist ein Bakushi?

Erstellt in Bondage von Naughty Nadja am 7.September 2010

Schriftzeichen für "Bakushi"Nachdem meine Kollegin Euch vor einiger Zeit über die japanische Fesselkunst (Shibari bzw. Kinbaku) im Allgemeinen aufgeklärt hat, möchte ich Euch nun ein paar Japanbondage-Fachbegriffe näher bringen, mit denen Ihr Euch bei der nächsten Bondage-Performance als Fachmann/-frau outen könnt.

Den Anfang macht heute der Begriff “Bakushi”, der übersetzt in etwa “Fesselmeister” bedeutet. In BDSM-Kreisen bezeichnet man mit dem Ausdruck einen Bondage-Künstler, der die traditionelle  japanische Fesselkunst beherrscht. Uneinigkeit herrscht lediglich darüber, ob sich jeder, der sich ein wenig Wissen auf dem Gebiet angeeignet hat und die Kunst bei Performances etc. aktiv durchführt, “Bakushi” nennen darf oder ob es sich dabei um einen Titel handelt, der von einer höheren Instanz verliehen werden muss, nachdem der Anwärter seine Fähigkeiten unter Beweis gestellt hat. Da es die Kinbaku-Szene aber trotz Bemühungen in den letzten Jahren nicht geschafft hat, ein internationales Gremium zu bilden, dass die Fesselkünstler beurteilen könnte, nennen sich bis auf weiteres auch viele Fessel-Amateure “Bakushi”, also Meister. Eine Tatsache, die es für interessierte Laien schwer macht, die tatsächliche Qualität der Künstler einzuschätzen.

Andere in Japan benutzte Begriffe für ”Bakushi” sind u.a. auch “Kinbakushi” (“Meister des festen Bindens”) oder “Nawashi” (“Seil-Meister” oder “Seil-Lehrer”). Ein im Jahre 2007 abgedrehter Dokumentarfilm von Regisseur Ryuichi Hiroki über die japanische Fesselkunst trägt ebenfalls den Namen “Bakushi”. Einige berühmte “Bakushi” sind z.B. Osada Sensei und Akechi Denki sowie Randa Mai, Go Arisue, Chimuo Nureki, Haruki Yukimura und Chiba Eizô. Weibliche “Bakushi” sind, wie zu erwarten, eher selten – eine bekanntere von ihnen ist Benio Takara.

Seit den 1990er Jahren wurde die japanische Fesselkunst zusätzlich zu den gröberen/ einfacheren westlichen Fesseltechniken auch bei uns als eigenständige erotische Kunstform immer beliebter, sodass es mittlerweile auch viele westliche Fesselkünstler gibt. Ob sie sich zu Recht Bakushi oder Nawashi nennen dürfen, ist allerdings umstritten: Hardliner meinen, dass nur Japaner “Bakushi” sein dürfen, während andere auch Westlern diesen Titel zugestehen, solange sie ihr “Handwerk” in Japan oder zumindest bei einem japanischen “Bakushi” gelernt haben.

Also – falls Ihr es nun auch anstrebt, ein echter “Bakushi” zu werden: Hier findet Ihr schon mal das Fesselmaterial zum üben.

Und als kleines “Appetithäppchen” hier der Trailer zum Film “Bakushi” – viel Spaß dabei!

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Mumifizierung Teil 3: Risiken und Sicherheitsmaßnahmen

Erstellt in Bondage von Christine am 17.August 2010

MumifizierungDie Hauptrisiken für den Bottom liegen bei der Mumifizierung in der Atemeinschränkung und im Hitzestau. Die straffe Umhüllung um Brustkorb und Bauch behindert das Einatmen. Auch was zunächst erträglich erscheint, kann nach kurzer Zeit zu Sauerstoffmangel und infolge dessen zu Panik führen.

Der Hitzestau ist hingegen sofort zu spüren. Der Schweiß kann unter der wasserdichten Umhüllung nicht verdunsten und der Kühlungseffekt durch Verdunstung bleibt aus. Der Bottom schwitzt also unter der Hülle stark, ohne dass der Körper gekühlt wird. Der Top kann dem Bottom in diesem Fall Linderung verschaffen, indem er etwas Flüssigkeit auf der Außenseite der Hülle verteilt, die dann die nötige Verdunstungskühle teilweise schafft. Aber Achtung, nicht zu viel des Guten! Setzt man eine nasse Außenhülle der Zugluft aus, kann das den entgegengesetzten Effekt haben – der Bottom kühlt aus.

Lasst einen mumifizierten Bottom niemals allein! Wenn Probleme wie etwa Panikattacken auftreten, muss schnelle Hilfe zu jeder Zeit gewährleistet sein.

Wichtig ist daher auch, dass immer ein Werkzeug vorhanden ist, um die Körper-Fesseln schnell entfernen, also zerschneiden zu können. Dazu eigenen sich besonders Verbandsscheren, da sie den Bottom durch ihre abgerundeten Enden nicht verletzen können. Beachten Sie auch, dass Sie für eine Gipsbondage spezielles Werkzeug benötigen, um diese wieder zu entfernen.

Ist eine Langzeitbondage geplant, kann unter der Wickelung eine Windel angelegt werden, oder es werden Katheter und sogar Darmrohr angelegt, was für Fans von Kliniksex einen zusätzlichen Kick erzeugt. Außerdem solltet Ihr bei Langzeitspielen auf eine geeignete Unterlage achten, die weder zu weich, noch zu hart ist.

Bei stehender Mumifizierung dürft Ihr nicht vergessen, dass die Mumie einen Sturz nicht abfangen kann. Beugt dem also entsprechend vor.
Der Brustkorb des Bottom sollte möglichst verpackt werden, wenn dieser eingeatmet hat, um späteren Atemproblemen und daraus resultierenden Notfällen vorzubeugen.
Für trotzdem eintretende Notfälle kann man auch vor dem Einwickeln vom Hals bis zu den Fersen einen ca. 5-10 cm breiten Lederriemen auf den Körper legen, entlang dessen mit einem Messer geschnitten werden kann.

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