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Klassische Fesseln: Das Bondageseil

Erstellt in Bondage von Christine am 3.März 2010

Bild aus dem Sachbuch - Bondage made in JapanZum Fesseln gibt es ja inzwischen unzählige Möglichkeiten. Die bekannteste sind wahrscheinlich Fesselseile. Daher möchte ich Euch heute einen kleinen Einblick in die verschiedenen Seile und ihre Eigenschaften geben.
Beim Bondage werden Seile mit einem Durchmesser von 4 bis 10 Millimeter verwendet. Kleinere Durchmesser eignen sich dabei auch besser für dünne, filigrane Anwendungen wie etwa für das Genitalbondage. Für die Fesselung von Gliedmaßen oder ein Ganzkörperbondage kommen meistens Seile mit einem Durchmesser von 6 bis 8 Millimetern zum Einsatz.

Es gibt zwei grundsätzliche Formen von Seilen: geflochtene und gedrehte.
Geflochtene Seile haben eine rautenförmig erscheinende, glatte Oberfläche. Sie werden mit oder ohne die so genannte Seele geflochten. Die Seele ist ein Strick, um den das Seil geflochten wird. Es ist also nicht hohl und wird dadurch etwas steifer. Daher lassen sich Knoten in diesen Seilen bei Bedarf besser lösen.
Seile ohne Seele sind entsprechend weicher, die Knoten deshalb weniger leicht zu lösen. Manchmal kann es passieren, dass der Knoten gar nicht mehr auf geht und das Seil zerschnitten werden muss.
Gedrehte Seile bestehen aus zwei bis vier einzelnen Strängen, die eine unebene Oberfläche haben. Diese Oberfläche hinterlässt bei einer Fesselung markante Muster auf der Haut.

( hier weiterlesen… )

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SM-Möbel: Das Vakuumbett zur Ganzkörper-Restriktion

Erstellt in Bondage von Naughty Nadja am 19.Februar 2010

Vakuumbett zur Ganzkörper-RestriktionObwohl die meisten eingefleischten SM-Freunde natürlich längst wissen, was ein “Vakuumbett” ist, möchte ich allen Nichteingeweihten an dieser Stelle doch einmal dieses interessante SM-Möbelstück vorstellen. Dass es sich bei einem Vakuumbett nicht um ein gewöhnliches Bett handelt, sagt schon der Name: Im Gegensatz dazu legt man sich nämlich nicht auf das Bett, um verwöhnt zu werden, sondern wird quasi von ihm umschlossen und gefangen gehalten. (Restriktion – Einschränkung der Freiheit)

Meist handelt es sich bei dieser tollen Erfindung um einen stabilen, circa 1 x 2 Meter großen Kunststoffrahmen, um den zwei übereinander liegende Lagen Latex gespannt sind. Der passive Partner steigt zunächst durch eine luftdichte Reißverschlussöffnung in das Bett, legt sich hin und lässt sich einschließen.  Dann saugt der aktive Partner über ein Ventil mit einer Pumpe (z.B. einem Staubsauger) sämtliche Luft aus dem “Beutel”, wodurch der Partner im Bett vollkommen bewegungsunfähig wird. Durch diese Ganzkörper-Restriktion fühlt man sich gefangen und völlig hilflos, aber gleichzeitig auch geborgen, wie als Embryo im Bauch der Mutter.

Vakuumbetten gibt es in zwei Varianten. Bei der für Anfänger geeigneten ist der gesamte Kopfbereich frei. Betten für Profis haben dann nur noch eine kleine Atemöffnung.  Gerade für Anfänger ist beim Benutzen des Vakuumbettes Vorsicht angesagt, denn darin eingeschlossen zu sein, ist mehr als nur rum zu liegen.  So bekommt der Ausdruck “ans Bett gefesselt sein” gleich eine ganz neue Bedeutung. Inzwischen gibt es auch sogenannte Vakuum-Säcke (ohne Rahmen) oder gar Vakuum-Würfel.

Obwohl ich noch nie die Gelegenheit hatte, in so einem Bett Probe zu liegen und es auf den ersten Blick doch etwas bizarr anmutet, stelle ich mir das Ganze auf den zweiten Blick sehr reizvoll vor. Wer weiß, vielleicht kann ich meine Kollegen hier im Büro ja mal zu einer kleinen Testvorstellung überreden? ;-) Wenn ich es schaffe, werde ich Euch auf jeden Fall davor berichten.

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Bondage-Anleitung für Amateure: 2. Eine sichere Session

Erstellt in Bondage von Christine am 5.Februar 2010

Symbolfoto - private FesselspieleWichtigste Voraussetzung für Bondage-Spiele ist natürlich Vertrauen. Der dominante Partner muss sich seiner Verantwortung gegenüber dem Fixierten bewusst sein. Darauf muss sich der passive Part verlassen können.

Während der Session muss immer die Kommunikation zwischen den Partnern gesichert sein. Der Passive darf vom Aktiven niemals allein gelassen werden. Der Aktive muss immer in Hör- und Sichtweite bleiben, da sich der passive Part bei Zwischenfällen nicht selbst helfen kann. Stürze können zum Beispiel bei einer stehenden Mumifizierung nicht abgefangen werden. Oder der Gefesselte bekommt plötzlich eine Panikattacke (Anzeichen z.B. kalter Schweiß, Hyperventilation oder aggressives Verhalten) und das Bondage muss umgehend gelöst werden. Dasselbe gilt bei Atemnot, Nervenstörungen, tauben Gliedern und ähnlichem.

Nur, wenn der aktive Partner immer den Kontakt hält, kann der passive ihm jederzeit ein Feedback geben. Geht es ihm gut? Ist alles in Ordnung? Oder hat er vielleicht eine Grenze erreicht?

Manch einer erhofft sich von gewagten Aktionen oder neuen Fesselideen einen besonderen Kick. Aber Achtung: Überfordert Euch nicht! Die Kunst des Bondage ist sehr umfassend und damit ein langer Lernprozess. Das heißt, Eure Handlungen müssen sich nach Eurem Kenntnisstand und Eurer Erfahrung richten. Wer darüber hinaus geht, riskiert gesundheitliche Schäden des passiven Partners und bringt beide um den Genuss der Session.

Ähnliches gilt für den passiven Part. Mancher möchte seine Grenzen ausreizen und darüber hinaus gehen. Die Grenzen seines eigenen Körpers muss er dafür sehr gut einschätzen können, wenn er gesundheitlich unversehrt aus dem Spiel gehen will. Auch für ihn gilt also: Der Wissensstand und die Erfahrung limitieren die Möglichkeiten.

Wenn Ihr das beachtet, habt Ihr die Chance auf einen echten sinnlichen Genuss der Session, der über deren Ende noch hinausreicht.

Hier findet Ihr noch: Bondage-Anleitung für Amateure: 1. Vorbereitung

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Bondage-Anleitung für Amateure: 1. Vorbereitung

Erstellt in Bondage von Christine am 3.Februar 2010

Symbolfoto -  privat FesselspieleAuch wenn manche immer noch denken, den Partner so fesseln, sei ja ganz einfach, braucht eine Bondage-Session doch eine mehr oder minder lange und gute Vorbereitung. Dazu gehört mitunter auch der Besuch eines Bondage-Seminars, in dem die Teilnehmer von erfahrenen Fesselkünstlern in die Kunst des richtigen (und unfallfreien!) Fesselns eingewiesen werden.
Solche Seminare und Workshops mit guter Qualität findet Ihr zum Beispiel beim Bondage-Project. Dort lernt Ihr zum Beispiel auch grundlegende, für eine folgenfreie Bondage-Session wichtige anatomische Kenntnisse. Die sind wichtig, damit Ihr einige Fehler von vornherein vermeiden können, zum Beispiel das Abschnüren wichtiger Nerven oder Blutgefäße.
Auch Grundlagen der Physik werdet Ihr dort lernen, die Euch besonders bei einer Hängebondage oder anderen Fesselungen mit Belastung schnell von Nutzen sein können.
Wenn Ihr grundlegendes Wissen erworben habt, kann es eigentlich schon losgehen. Aber direkt vor einer Session gibt es auch noch einiges zu beachten.

- Nehmt Euch Zeit und lasst es mit Ruhe angehen. Störungen sind dabei sehr unschön – und manchmal auch peinlich! ;)
- Schafft Euch eine angenehme Atmosphäre und schaut, dass der Raum nicht zu kalt ist. Schließlich dauert die Session ja mehr als fünf Minuten und besonders wenn der Partner nackt gefesselt wird, kann er schnell frieren.
- Legt Euch Eure Bondage-Utensilien bereit und prüft sie vorher noch mal auf ihre Eignung. Für den Ernstfall (Verbands)Schere/Schlüssel nicht vergessen! Wer im Dunkeln arbeitet, sollte für Notfälle auch eine Taschenlampe bereitlegen. Die ist auch für den Fall eines Stromausfalls sehr praktisch.
- Vereinbart ein Codewort oder – wenn der Partner geknebelt wird – ein Codezeichen miteinander und achtet darauf, dass der Gefesselte, das Codezeichen auch in der Fesselung sichtbar ausführen kann! Fingerschnipsen ist mit Daumenschellen zum Beispiel eher unpraktisch. ;)
- Und nicht nur das Codewort, auch grundlegende Erwartungen und Grenzen im Spiel sollten vorher abgesprochen werden. So vermeidet Ihr, dass aus der Lust sehr schnell Frust oder gar schlimmeres wird.

Mitunter gern vergessen wird auch folgendes: Finger weg von Alkohol und Drogen! Beide Spielpartner sollten nüchtern und klar im Kopf sein. Drogen und Alkohol können die Reaktionsfähigkeit einschränken, machen unsensibel und stören die Wahrnehmung – die agierenden Personen gefährden sich dadurch nicht nur, sondern sie bringen sich selbst um den künstlerischen und emotionalen Genuss.

Hier findet Ihr noch: Bondage-Anleitung für Amateure: 2. Eine sichere Session

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Bondage – Fesseln der Lust

Erstellt in Bondage von Christine am 25.Januar 2010

Symbolfoto - BondageDer Begriff Bondage kommt ursprünglich aus dem Englischen und bedeutet so viel wie „Hörigkeit“ oder „Knechtschaft“. Auf den Bereich der Erotik bezogen ist mit Bondage das Fesseln des Partners gemeint, so dass dieser sich wehrlos wie ein „Sklave“ fühlt und sich den Wünschen des anderen unterordnen muss.

Bondage – also das Fesseln und Gefesseltwerden – gehört wohl zu den erregendsten Vorstellungen der menschlichen Fantasie. Der besondere Reiz bei diesem Spiel ist die Machtausübung beziehungsweise Machtlosigkeit. Der Gefesselte übergibt die Verantwortung für sein Handeln in die Hände des Partners. Er ist jetzt nicht mehr für das, was er tut oder was mit ihm getan wird – und sei es noch so „obszön“ – verantwortlich.
Zum Fesseln werden neben den klassischen Seilen und Handschellen auch so genannte Fesselkleidung, Bondagetape, Küchenfolie und vieles mehr verwendet. Bei der mentalen Bondage kommt man ganz ohne fesselndes Medium aus. Hier ist der Befehl die geistige Fessel.

Eine Bondage kann verschiedenen Zwecken dienen. Bei einer Zweckbondage steht der Zweck, also die Bewegungslosigkeit des Bottoms im Vordergrund. Dagegen kommt es bei der Zierbondage nicht nur auf die Funktionalität, sondern vor allem auf die Ästhetik der Fesselung an. Die Folterbondage soll dem Opfer Schmerzen und Ungemach zufügen, indem sie dieses in einer unbequemen bis schmerzhaften Lage fixiert. Die meditative Bondage stellt den geistigen Zustand des Bottom in den Mittelpunkt und ist vor allem bei europäischen Formen eher selten.

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