Zum Fesseln gibt es ja inzwischen unzählige Möglichkeiten. Die bekannteste sind wahrscheinlich Fesselseile. Daher möchte ich Euch heute einen kleinen Einblick in die verschiedenen Seile und ihre Eigenschaften geben.
Beim Bondage werden Seile mit einem Durchmesser von 4 bis 10 Millimeter verwendet. Kleinere Durchmesser eignen sich dabei auch besser für dünne, filigrane Anwendungen wie etwa für das Genitalbondage. Für die Fesselung von Gliedmaßen oder ein Ganzkörperbondage kommen meistens Seile mit einem Durchmesser von 6 bis 8 Millimetern zum Einsatz.
Es gibt zwei grundsätzliche Formen von Seilen: geflochtene und gedrehte.
Geflochtene Seile haben eine rautenförmig erscheinende, glatte Oberfläche. Sie werden mit oder ohne die so genannte Seele geflochten. Die Seele ist ein Strick, um den das Seil geflochten wird. Es ist also nicht hohl und wird dadurch etwas steifer. Daher lassen sich Knoten in diesen Seilen bei Bedarf besser lösen.
Seile ohne Seele sind entsprechend weicher, die Knoten deshalb weniger leicht zu lösen. Manchmal kann es passieren, dass der Knoten gar nicht mehr auf geht und das Seil zerschnitten werden muss.
Gedrehte Seile bestehen aus zwei bis vier einzelnen Strängen, die eine unebene Oberfläche haben. Diese Oberfläche hinterlässt bei einer Fesselung markante Muster auf der Haut.
Auch bei den verwendeten Materialien gibt es sehr unterschiedliche Varianten aus Naturfasern und Kunststoffen.
Häufig verwendet werden Baumwollseile. Sie sind bezahlbar und außerdem schön weich auf der Haut. Die meisten Baumwollseile sind weiß, es gibt jedoch auch gefärbte Varianten. Leider ist das Baumwollseil nicht besonders reißfest und Knoten lassen sich darin manchmal nicht mehr lösen.
Hanfseile sieht man vor allem bei Liebhabern des japanischen Bondage häufig. Diese etwas rauen, markant riechenden Seile sind stabiler als Baumwollseile, können aber unschön fasern. Mitunter wird diesen Seilen auch ein Anteil Flachs oder Jute zugegeben. Bei diesem Naturfaserseil kommen ganz selten auch Allergien auf einen oder mehrere Bestandteile vor. Testet es also am besten vor dem ersten Einsatz.
Sisalseile bestehen aus der Faser einer Agavenart und pieksen recht schmerzhaft. Daher werden sie nur selten verwendet, nämlich vor allem dann, wenn dieser bei der Anwendung gewünscht ist, etwa bei der Cock and Ball Torture.
Kunststoffseile bestehen häufig aus Nylon, mitunter auch aus Polypropylen. Erstere sind sehr glatte Seile, letztere leicht rau, ähnlich wie Hanfseile. Alle Kunststoffseile sind sehr belastbar und reißfest. Außerdem lassen sich Knoten durch die glatte Oberfläche besser lösen.
Verzichtet auf Experimente mit schwimmfähigen Bootsleinen, Wäscheleinen oder ähnlichen „Seilen“. Sie eignen sich nicht für Bondage.
Bevor Ihr loslegen könnt, müsst Ihr die Seile noch auf die für Euren Zweck passende Länge bringen. Um wirklich etwas damit anfangen zu können, solltet Ihr Seile von drei Metern Länge oder mehr verwenden. Für manche Fesselformen braucht Ihr acht bis neun Meter, einige Rope Dresses bestehen aus bis zu zwanzig Meter langen Seilen.
Wenn Ihr die Seile einfach abschneidet, lösen sich schnell die Enden auf. Diese müssen also noch gesichert werden, bevor es los geht.
Bei Baumwollseilen werden Enden einfach umwickelt und der Faden dann verstochen. Hanfseil wird entweder verknotet oder mit Klebeband umwickelt. Wenn Ihr Klebeband verwendet, wird erst das Klebeband um das Seil gewickelt und dieses erst anschließend abgeschnitten.
Bei Kunststoffseilen reicht Hitze, um die Enden zu veröden. Das kann ein heißes Schneidwerkzeug, eine offene Flamme oder ähnliches sein.
Wenn Ihr die Seile oft genug benutzt habt, müsst Ihr sie irgendwann mal waschen. Dann am besten ab mit den guten Stücken in die Wanne, etwas Waschmittel und natürlich heißes Wasser dazu. Hinterher noch gut ausspülen, sonst bleiben Waschmittelrest im Seil, die die Haut irritieren können.
Die meisten Seile könnt Ihr zum Trocknen einfach irgendwo aufhängen. Hanfseile müssen allerdings unter Zug getrocknet werden. Wenn Ihr sie einfach so aufhängt, drehen sie sich nach und nach auf und Ihr könnt sie nicht mehr verwenden.
Na? Lust auf eine Seil-Session? Dann los! Und vergesst nicht, uns hinterher davon zu berichten…

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am 4.März 2010 um 14:50
Hallo,
eine kunstvolle Selbstfesselung auf höchsten kulturellem Niveau bietet Arte hier:
http://www.arte.tv/de/Videos-auf-ARTE-TV/2151166,CmC=2824954.html
viel Spass
theo
am 5.März 2010 um 08:36
Hallo Theo,
das ist ja mal ein echtes Schmankerl. Wenn Du noch mehr davon hast, ich schau mir sowas immer wieder gern an.
Viele Grüße
Christine vom ORION-Fetischblog-Team
am 5.März 2010 um 11:20
Hallo Christine,
mit weiteren Vidios, zumindest öffentlich rechtlichen, kann ich nicht dienen und auf Pornoseiten mag ich hier nicht hinweisen.
Aber Matthias Grimme zeigt immer mal wieder seine echt tolle Bondage-Show,
eine Liste der Orte und Termine findest du hier:
http://www.bondageproject.com/public/index.htm
Gruß
Theo