Oft wird angenommen, dass sich Organe bei enger Schnürung massiv zum Beispiel in den Bauchraum verschieben. Da die betreffenden Organe wie Magen oder Darm aber Hohlorgane sind, richtet sich der Grad der Verdrängung auch nach ihrem Füllzustand. Die Annahme ist also nur teilweise richtig. Hat der Körper also Zeit, sich an das Korsett anzupassen, treten in der Regel keine gesundheitlichen Probleme auf.
Anders ist das, wenn innerhalb kurzer Zeit eine extrem schmale Taille erzielt werden soll. Das kann zu ernsten Problemen führen. Ob Ihr zu schnell zu eng geschnürt habt, erkennt Ihr am Auftreten der folgenden Symptome auf:
- Druckschmerzen
- leichte Übelkeit oder Benommenheit
- Hitzewallungen
- Kopfschmerz
- schneller Herzschlag
- Atemnot
Tritt eines dieser Symptome oder gar mehrere auf, solltet Ihr das Korsett sofort öffnen!
Auch sollten allzu üppige Mahlzeiten sowie der Konsum bestimmter aufgehender Gerichte (z.B. Reis, Getreideflocken, kohlensäurehaltige Getränke, blähende Lebensmittel) vermieden werden.
Kleiner Tipp: Erst das Korsett anziehen, dann erst was essen. So könnt Ihr Euch gut und bequem einschnüren. Ein voller Magen dagegen macht wenig Spaß beim Schnüren und Ihr bekommt das Korsett nicht so eng gezogen. Einmal eingeschnürt, könnt Ihr aber je nach Training, Enge der Schnürung und Korsettform ganz normale Mengen essen.


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am 17.Oktober 2010 um 14:43
Es gab wohl einen guten Grund warum das Korsett Anfang des 20. Jahrhunderts allmählich aus der Frauenmode verschwand, nämlich weil viele Damen genau über die von euch beschriebenen Symptome klagten, denke das häufiges Tragen auch nicht gut für die weiblichen Geschlechtsorgane und den Rücken ist, wenn es auch zugegebenermaßen recht sexy aussieht!