Die Mumifizierung ist ein sehr intensives Spiel, das im Idealfall zur völligen Regungslosigkeit des Bottoms führt. Verbunden ist dieses mit einem extremen Gefühl des Ausgeliefertseins, teilweise auch mit Sinnesentzug. Dieses Spiel ist also entsprechend anspruchsvoll und (zeit-)aufwendig. Menschen mit Kreislaufproblemen oder Neigung zu Panikattacken sollten sehr, sehr vorsichtig an diese Technik herangehen!
Für eine Mumifizierung mit Folie benötigt Ihr neben der Folie noch eine Schere mit stumpfen Enden, wie Ihr sie in jedem Verbandskasten findet, sowie Klebeband, zum Beispiel Paketklebeband oder besser noch Reparaturband. Soll die Mumie stehen, so empfiehlt sich ein weiterer Helfer, um ein Hinfallen des Mumifizierten zu vermeiden.
Zuerst wird der Oberkörper bandagiert. Erst dann solltet Ihr weiter nach unten wickeln. Beginnt an den Schultern, indem Ihr die Folie von der Mitte des Rückens diagonal über eine Schulter, über die Brust, unter der anderen Achsel, einmal um den ganzen Oberkörper führt. Dann wickelt Ihr sie über die zweite Schulter wieder bis auf den Rücken. Die abgespreizten Arme, Hände und Beine werden zuerst einzeln umwickelt. Das ist wichtig, weil Folie auf Folie nicht rutscht. Später werden Arme, Hände und Beine absolut fixiert, indem sie an den Körper bzw. an einander gelegt und noch einmal als Gesamtes umwickelt werden.
- An den Beinen empfiehlt es sich, zwischen Knöchel und Knien ein Handtuch oder etwas Ähnliches zu platzieren, damit nicht Knochen auf Knochen liegt und später schmerzhafte Druckstellen verursacht. An Stellen, zu denen Ihr später Zugriff haben möchtet, solltet Ihr geknülltes Papier oder Watte unterlegen. So ist das Schneiden von Löchern später weniger risikoreich.
- Die Arme können in zwei verschiedenen Formen am Körper fixiert werden: Entweder verschränkt zur Pharaonenstellung oder an den Seiten zum “Stillgestanden”. Der Körper wird dann von den Schultern abwärts bis zu den Füßen mit großzügiger Überlappung stramm eingewickelt. Wie viele Lagen Ihr aufbringt, bleibt dabei Euch überlassen.
- Wird der Kopf in die Mumifizierung einbezogen, solltet Ihr dem Bottom ein Atemrohr oder kurzes Schlauchstück mit min. 20mm Durchmesser zur besseren Atmung überlassen.
- Die Bewegungslosigkeit bei der Folienmumifizierung kann mit Klebeband noch verstärkt werden. Je zwei bis drei Umwicklungen an der Mitte der Gliedmaßen sowie deren Gelenken reichen dafür vollkommen aus. Um einer Knickbewegung von beispielsweise Hüfte oder Knie entgegenzuwirken, könnt Ihr zwei bis drei Streifen des Klebebandes längs vom Kopf bis zu den Füßen jeweils an der Vorder- und Rückseite anbringen. Diese Längsklebestreifen erübrigen sich jedoch, wenn Ihr die Mumie an einem Pfeiler oder liegend auf einem schmalen Brett fixiert.
- Das Auspacken dieser langwierig hergestellten Bondage geht dagegen einfach und schnell. Innerhalb einer Minute ist sie mit der Schere komplett entfernt. Beginnt mit dem Öffnen zwischen den Füßen und arbeitet Euch sich dann auf der Rückseite nach oben.
- Die Mumifizierung mit Bondage-Strips funktioniert ähnlich wie die mit Folie. Jedoch sind die Strips beliebig oft benutzbar, solange Ihr keine Löcher hinein schneidet. Die Schere bleibt hier nur für den absoluten Notfall liegen.
- Wollt Ihr zusätzlich mit Klebeband arbeiten, so bringt Ihr vorher eine Schicht Stoff oder Folie auf. Klebt das Band nicht direkt auf den Latex!
- Zum Abschluss könnt Ihr das Ende des Strips einfach unter eine der vorherigen Wicklungen stecken, um es zu befestigen.
Eine beliebte Spielart nach der kompletten Einwickelung ist es, an strategisch interessanten Stellen kleine Löcher in die Umhüllung zu schneiden, um beispielsweise mit den Geschlechtsteilen spielen oder sensible Hautbereiche reizen zu können. Vor dem Einwickeln können auch Vibratoren mit Fernsteuerung an entsprechenden Stellen platziert werden, die dann von außen gesteuert werden. So habt Ihr die Reizung und damit die Lust des Bottoms völlig in Eurer Hand.

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