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Marquis de Sade: Sade und die Französische Revoution

Erstellt in Bizarr von A bis Z von Christine am 17.Mai 2010

Graphik aus Sades WerkenAm 2.  Juli 1789 , einige Tage vor dem Sturm auf die Bastille, schrie Donatien de Sade der vor der Bastille demonstrierenden Menge zu: “Sie töten die Gefangenen hier drinnen!” Was ihn dazu veranlasst hat, ist nicht bekannt. Jedoch war dieser Ausruf möglicherweise einer der Gründe, die die Pariser Bevölkerung dazu bewegten, die Bastille einzunehmen, die eigentlich ein Gefängnis für vornehme Leute war, denen es da nicht wirklich schlecht ging. Auch de Sade selbst lebte durchaus komfortabel. Er ließ sich außerhalb bekochen und möblierte seine Zelle nach Belieben – ein Zustand, von dem ein normaler Gefangener aus dem Volk nur träumen konnte.

Sofort nach diesem Vorfall verlegte man den Marquis in die Irrenanstalt in Charenton, was seiner Frau die Möglichkeit eröffnete, die Scheidung einzureichen – was sie auch umgehend tat. Am 9.  April 1790 wird Donatien de Sades Ehe geschieden.

Die Französische Revolution war aber gewissermaßen ein Glücksfall für Donatien. In ihren Wirren interpretierte man seine Bücher plötzlich als Anklagen gegen die Dekadenz von Adel und Kirche. Infolge dessen und der Generalamnestie vom 13. März kommt er am 2. April 1790 frei. Er versichert zudem: “Ich habe gewiss nicht alles ausgeführt, was ich ersonnen habe, und ich werde es gewiss niemals ausführen.” Doch dieser Aussage zum Trotz frönt er weiter seinen bizarren Gelüsten, so dass  mehrere Frauen nach seinen Angriffen in Krankenhäuser eingeliefert werden mussten.

Doch der Geist des Wandels macht auch vor dem Marquis de Sade nicht halt. Welche Auswirkungen er hatte, erzähle ich Euch im nächsten Teil seiner Biographie…

Weitere Blogbeiträge zu Marquis de Sade.

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Die Lust an Tieren – Zoophilie

Erstellt in Fetisch-Welt von Miss Passion am 26.April 2010

Altindisches ReliefDass Lust nicht immer mit gewöhnlichem erotischem Zusammensein zweier Menschen zu tun hat, sondern auch mal extremere Handlungen oder ungewöhnlichere Methoden mit sich bringt, berichtete Christine nicht zuletzt in ihrem Artikel über die Lust an der Todesangst.

Eine weitere Art sexuelle Befriedigung durch anderes als einen menschlichen Partner zu erlangen, ist die sogenannte Zoophilie (früher auch als Sodomie betitelt). Dabei geht es darum (wie es sich schon vom Namen ableiten lässt), sich zu Tieren hingezogen zu fühlen und/oder sexuelle Handlungen mit ihnen durchzuführen. Meist bleibt es jedoch bei der Erregung durch Berührungen oder dem bloßen Anschauen, da Mensch und Tier sexuell nicht zusammenpassen. Berührungen können dabei Berührungen der Tiere und/oder ihrer Geschlechtsorgane sein. Aber auch Schmusen und sich (ab)lecken zu lassen fallen darunter. Die Schoßhunde der Damen etwa hatten in früheren Epochen auch eine solche “Aufgabe”. Aber auch die Erregung durch das Zuschauen bei sexuellen Handlungen zwischen Tieren, der prickelnde Reiz, Tieren bei der Masturbation zuzuschauen, oder die bloße Fantasie, mit einem Tier Sex zu haben, fallen unter den Begriff “Zoophilie”.

Diese doch eher ungewöhnliche Art und Weise der Zuneigung für Tiere galt früher als pervers, heute stehen etwa 2% der Menschen zu ihrer außergewöhnlichen Tierliebe. Männer machen dabei etwa doppelt so häufig einschlägige Erfahrungen wie Frauen. Die Betroffenen sprechen jedoch nicht von Zoophilie sondern von Zoosexualität und nennen sich selbst kurz “Zoos”.

Neu ist die Lust am Tier allerdings nicht. Schon antike Künstler schufen zoophile Werke und Kulte beinhalteten erotische Handlungen mit Tieren, wie etwa der Bockskult von Mendes. Auch aus dem alten Indien und aus Nepal sind kultische Fruchtbarkeitshandlungen mit Tieren bekannt.  Ebenso gibt es auch aus Afrika Belege, dass dort ebenfalls verschiedenste Tierkontakte unter kultischen oder abergläubischen Gesichtspunkten stattfanden. Und auch wenn die Zoophilie zumindest im christlichen Abendland und in der muslimischen Welt unter strengster Strafandrohung verboten war, frönten ihr doch Menschen aller Epochen.

Zoophile Darstellungen gibt es sowohl in der Kunst als auch in der Literatur, etwa in der Geschichte “Die Königstochter und der Affe” aus “Tausendundeiner Nacht” oder in Joyce Mansurs “Julius Cäsar”. Beide Literaturstücke zeichnen dabei das Bild einer erotischen Leidenschaft zwischen Menschen und ihren nächsten Anverwandten, den Affen.  Die zoophile Kunst zieht sich durch alle Epochen und alle Kontinente und zeigt verschiedenste Tiere. Mal hat sie kultischen, mal abergläubischen Charakter mal ist sie reiner Selbstzweck.

Die Meinungen über die Zoophilie gingen schon immer sehr weit auseinander. Zu allen Zeiten gab und gibt es Anhänger und Gegner der verschiedensten Praktiken, genauso wie es bis heute mit Strafe belegt ist, teilweise sogar mit der Todesstrafe. So ist es nicht verwunderlich, dass auch die Diskussionen in Internetforen oft sehr heftig geführt werden.

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Auf zur 7. BoundCon Fetish Convention nach München!

Erstellt in Fetisch & SM Events von Christine am 10.April 2010

Symbolfoto - Bondagevorführung/FesselkunstAuf rund 5000 Quadratmetern geht es am 07. und 08. Mai in der Kulturhalle “Zenith” in München wieder so richtig rund, denn dann öffnet die 7. BoundCon Fetish Convention wieder ihre Tore für Fans, Neulinge und Neugierige. Erwartet werden dieses Jahr rund 100 Aussteller und ebenso viele Fetischmodels, die den Besuchern Lust auf mehr machen wollen.

Neben den Vorführungen und Workshops rund um das Thema Bondage auf der Hauptbühne lockt die Messe noch mit zahlreichen anderen Veranstaltungen und Lokalitäten wie etwa der brandneuen Dominazone, wo die gestrengen Damen sich dem Publikum präsentieren können. Ich bin ja mal gespannt, ob da nicht die eine oder andere auch ihre(n) Sklaven mitbringt und “liebevoll” parkt.
Wer selber Hand anlegen will, findet seinen Spaß vielleicht beim Photoshooting. In einer eigens dafür hergerichteten Area können ambitionierte Hobbyfotographen nämlich sexy Models kunstvoll verschnürt ablichten. Ich würde mich da ja eher vor als hinter die Kamera stellen. Aber vielleicht hat von Euch jemand Lust dazu und präsentiert uns dann die Ergebnisse.
Vielleicht treibt es Euch aber auch eher zur Bondage-Bühne oder in die Modelzone. Egal, wo Ihr Euch rumtreibt, erzählt mal, was Euch besonders gefallen hat, wenn Ihr wieder da gewesen seid.

Ich wünsche Euch auf alle Fälle schon mal ganz viel Spaß auf der BoundCon 2010… ;)

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