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Klassische Fesseln: Das Bondageseil

Erstellt in Bondage von Christine am 3.März 2010

Bild aus dem Sachbuch - Bondage made in JapanZum Fesseln gibt es ja inzwischen unzählige Möglichkeiten. Die bekannteste sind wahrscheinlich Fesselseile. Daher möchte ich Euch heute einen kleinen Einblick in die verschiedenen Seile und ihre Eigenschaften geben.
Beim Bondage werden Seile mit einem Durchmesser von 4 bis 10 Millimeter verwendet. Kleinere Durchmesser eignen sich dabei auch besser für dünne, filigrane Anwendungen wie etwa für das Genitalbondage. Für die Fesselung von Gliedmaßen oder ein Ganzkörperbondage kommen meistens Seile mit einem Durchmesser von 6 bis 8 Millimetern zum Einsatz.

Es gibt zwei grundsätzliche Formen von Seilen: geflochtene und gedrehte.
Geflochtene Seile haben eine rautenförmig erscheinende, glatte Oberfläche. Sie werden mit oder ohne die so genannte Seele geflochten. Die Seele ist ein Strick, um den das Seil geflochten wird. Es ist also nicht hohl und wird dadurch etwas steifer. Daher lassen sich Knoten in diesen Seilen bei Bedarf besser lösen.
Seile ohne Seele sind entsprechend weicher, die Knoten deshalb weniger leicht zu lösen. Manchmal kann es passieren, dass der Knoten gar nicht mehr auf geht und das Seil zerschnitten werden muss.
Gedrehte Seile bestehen aus zwei bis vier einzelnen Strängen, die eine unebene Oberfläche haben. Diese Oberfläche hinterlässt bei einer Fesselung markante Muster auf der Haut.

( hier weiterlesen… )

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Bondage-Anleitung für Amateure: 2. Eine sichere Session

Erstellt in Bondage von Christine am 5.Februar 2010

Symbolfoto - private FesselspieleWichtigste Voraussetzung für Bondage-Spiele ist natürlich Vertrauen. Der dominante Partner muss sich seiner Verantwortung gegenüber dem Fixierten bewusst sein. Darauf muss sich der passive Part verlassen können.

Während der Session muss immer die Kommunikation zwischen den Partnern gesichert sein. Der Passive darf vom Aktiven niemals allein gelassen werden. Der Aktive muss immer in Hör- und Sichtweite bleiben, da sich der passive Part bei Zwischenfällen nicht selbst helfen kann. Stürze können zum Beispiel bei einer stehenden Mumifizierung nicht abgefangen werden. Oder der Gefesselte bekommt plötzlich eine Panikattacke (Anzeichen z.B. kalter Schweiß, Hyperventilation oder aggressives Verhalten) und das Bondage muss umgehend gelöst werden. Dasselbe gilt bei Atemnot, Nervenstörungen, tauben Gliedern und ähnlichem.

Nur, wenn der aktive Partner immer den Kontakt hält, kann der passive ihm jederzeit ein Feedback geben. Geht es ihm gut? Ist alles in Ordnung? Oder hat er vielleicht eine Grenze erreicht?

Manch einer erhofft sich von gewagten Aktionen oder neuen Fesselideen einen besonderen Kick. Aber Achtung: Überfordert Euch nicht! Die Kunst des Bondage ist sehr umfassend und damit ein langer Lernprozess. Das heißt, Eure Handlungen müssen sich nach Eurem Kenntnisstand und Eurer Erfahrung richten. Wer darüber hinaus geht, riskiert gesundheitliche Schäden des passiven Partners und bringt beide um den Genuss der Session.

Ähnliches gilt für den passiven Part. Mancher möchte seine Grenzen ausreizen und darüber hinaus gehen. Die Grenzen seines eigenen Körpers muss er dafür sehr gut einschätzen können, wenn er gesundheitlich unversehrt aus dem Spiel gehen will. Auch für ihn gilt also: Der Wissensstand und die Erfahrung limitieren die Möglichkeiten.

Wenn Ihr das beachtet, habt Ihr die Chance auf einen echten sinnlichen Genuss der Session, der über deren Ende noch hinausreicht.

Hier findet Ihr noch: Bondage-Anleitung für Amateure: 1. Vorbereitung

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Bondage-Anleitung für Amateure: 1. Vorbereitung

Erstellt in Bondage von Christine am 3.Februar 2010

Symbolfoto -  privat FesselspieleAuch wenn manche immer noch denken, den Partner so fesseln, sei ja ganz einfach, braucht eine Bondage-Session doch eine mehr oder minder lange und gute Vorbereitung. Dazu gehört mitunter auch der Besuch eines Bondage-Seminars, in dem die Teilnehmer von erfahrenen Fesselkünstlern in die Kunst des richtigen (und unfallfreien!) Fesselns eingewiesen werden.
Solche Seminare und Workshops mit guter Qualität findet Ihr zum Beispiel beim Bondage-Project. Dort lernt Ihr zum Beispiel auch grundlegende, für eine folgenfreie Bondage-Session wichtige anatomische Kenntnisse. Die sind wichtig, damit Ihr einige Fehler von vornherein vermeiden können, zum Beispiel das Abschnüren wichtiger Nerven oder Blutgefäße.
Auch Grundlagen der Physik werdet Ihr dort lernen, die Euch besonders bei einer Hängebondage oder anderen Fesselungen mit Belastung schnell von Nutzen sein können.
Wenn Ihr grundlegendes Wissen erworben habt, kann es eigentlich schon losgehen. Aber direkt vor einer Session gibt es auch noch einiges zu beachten.

- Nehmt Euch Zeit und lasst es mit Ruhe angehen. Störungen sind dabei sehr unschön – und manchmal auch peinlich! ;)
- Schafft Euch eine angenehme Atmosphäre und schaut, dass der Raum nicht zu kalt ist. Schließlich dauert die Session ja mehr als fünf Minuten und besonders wenn der Partner nackt gefesselt wird, kann er schnell frieren.
- Legt Euch Eure Bondage-Utensilien bereit und prüft sie vorher noch mal auf ihre Eignung. Für den Ernstfall (Verbands)Schere/Schlüssel nicht vergessen! Wer im Dunkeln arbeitet, sollte für Notfälle auch eine Taschenlampe bereitlegen. Die ist auch für den Fall eines Stromausfalls sehr praktisch.
- Vereinbart ein Codewort oder – wenn der Partner geknebelt wird – ein Codezeichen miteinander und achtet darauf, dass der Gefesselte, das Codezeichen auch in der Fesselung sichtbar ausführen kann! Fingerschnipsen ist mit Daumenschellen zum Beispiel eher unpraktisch. ;)
- Und nicht nur das Codewort, auch grundlegende Erwartungen und Grenzen im Spiel sollten vorher abgesprochen werden. So vermeidet Ihr, dass aus der Lust sehr schnell Frust oder gar schlimmeres wird.

Mitunter gern vergessen wird auch folgendes: Finger weg von Alkohol und Drogen! Beide Spielpartner sollten nüchtern und klar im Kopf sein. Drogen und Alkohol können die Reaktionsfähigkeit einschränken, machen unsensibel und stören die Wahrnehmung – die agierenden Personen gefährden sich dadurch nicht nur, sondern sie bringen sich selbst um den künstlerischen und emotionalen Genuss.

Hier findet Ihr noch: Bondage-Anleitung für Amateure: 2. Eine sichere Session

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