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Mittelalterliche Foltermethoden: Die Streckbank

Erstellt in SM Praktiken & Spiele von Christine am 27.Juli 2011

Streckbank für Folter-ErotikIm Mittelalter kannte man eine ganze Menge Foltermethoden, die nicht nur bis heute bekannt sind, sondern sich auch in gewisser Weise in manchen sexuellen Praktiken im SM-Bereich wiederfinden.

Eines der wohl bekanntesten Instrumente ist die Streckbank, die quasi Standard bei der sogenannten “peinlichen Befragung” war. Peinlich kommt in diesem Fall allerdings nicht von “unangenehm berührt sein”, sondern von der Pein, also dem bei der Prozedur entstehenden Schmerz.
Die Streckbank, auch Folterbank genannt, war ein langer Tisch, an dem Fesseln für Arme und Beine befestigt waren. Diese Fesseln wurden dem Opfer angelegt. Mit einem Handhebelrad wurde der bewegliche Teil der Bank (meist die Hand- oder Fußfesseln) langsam nach außen bewegt. Am Anfang empfindet das Opfer nur eine unangenehme Aufspannung des Körpers. Wird das Rad jedoch immer weiter gedreht, werden die Gelenke gedehnt, was schon starke Schmerzen verursacht. Dreht man das Rad von diesem Punkt noch weiter, werden irgendwann die Knochen unter unvorstellbaren Schmerzen aus den Gelenken gerissen. Der so Gefolterte war – wenn er die peinliche Befragung überlebte – für den Rest seines Lebens gesundheitlich stark geschädigt.

Das im Mittelalter eingeführte Instrumentarium war noch bis ins 19. Jahrhundert hinein zu seinem ursprünglichen Zweck in regelmäßiger Benutzung. Heute gehört die Streckbank zumindest in westlichen Ländern nur noch zum Mobiliar von BDSM-Studios oder auch heimischen Spielzimmern. Heuer geht es allerdings mehr um erotische Fesselung und leichte Dehnung des Körpers. Ein Überdehnen und damit eine Schädigung von Bändern und Gelenken werden sorgfältig vermieden, um den “gefolterten” Sub nicht ernsthaft zu verletzen.

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Klassische Fesseln: Lederfesseln

Erstellt in Fetisch & SM Produkte von Christine am 12.Mai 2011

Leder-Hand-FesselLederfesseln sind wohl die bekanntesten und beliebtesten Fesseln. Richtig verarbeitet, sind sie bequem und leicht zu handhaben. Jedoch gerade in der Qualität und damit im Preis gibt es sehr große Unterschiede. Achtet darauf, dass die Fesseln weich und ausreichend gepolstert sind. Die Kanten des Leders sollten nicht in die Haut drücken. Nur so ist Tragekomfort auch über eine längere Zeit gewährleistet.

Die Fessel als Ganzes sollte stabil und belastbar sein. Die D-Ringe an der Fessel, an welchen Bänder, Karabiner oder Ketten angebracht werden, sollten geschweißt sein, so dass sie sich unter Belastung nicht aufbiegen.
Für eine stehende oder hängende Fesselung gibt es spezielle Hängefesseln mit einem Riemen zum Aufhängen, in den eine Griffstange integriert ist. An dieser kann sich der Gefesselte festhalten, um den Zug auf die Fesseln zu verringern.
Fesselriemen aus Leder gibt es für viele Körperpartien, etwa um die Arme an den Körper oder Handgelenke an Fußgelenke zu fesseln. Bei Riemensets oder Fesselharnischen wird meist gleich der gesamte Körper gefesselt.
Die meisten Lederfesseln haben Schnallen als Verschlüsse, was von vielen Anwendern als schöner empfunden wird. Spielt man aber beispielsweise häufiger mit unterschiedlichen Personen, können auch Fesseln mit Klettverschlüssen sehr praktisch sein, da sie stufenlos verstellbar sind. Zudem sind sie schneller und einfacher zu verschließen.
Eher selten in einem Fetischsortiment zu finden, sind die weißen Fesseln, die bevorzugt bei Kliniksex eingesetzt werden, da sie dort zur vorherrschenden Farbe und dem Ambiente passen. :-D

Lederfesseln stellen eine sehr sichere Fesselvariante dar, da sich das Opfer nicht selbst befreien kann, aber trotzdem auch bei langem Tragen keine Unfälle wie Abschnürungen oder gar Erwürgen passieren können. Zudem sind sie sehr bequem zu tragen. Neben praktischen Einsatz können sie auch auf Partys getragen werden und so den Status des Trägers anzeigen.

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Klassische Fesseln: Zwangsjacke oder Straitjacket

Erstellt in Bondage von Miss Passion am 28.September 2010

ZwangsjackeBei dieser speziellen Art der Fesselkleidung steigt man mit den Armen in eine Art Jacke (quasi so, als würde man eine gewöhnliche Jacke verkehrtherum anziehen), wobei die Arme vor dem Brustkorb oder auch hinten auf dem Rücken mit Gurten stramm festgebunden werden, sodass man seine Arme nicht bewegen kann und wirklich ganz und gar hilflos ist. Bei einigen Modellen, die den meisten von uns nur aus Krankenhaus- und Horrorfilmen bekannt sind, befindet ein weiterer Gurt sich zwischen den Beinen. Dadurch ist die Möglichkeit genommen, sich die Jacke über den Kopf zu ziehen, und die Chancen aus der Jacke überhaupt wieder herauszukommen ohne Fremdeinwirkung, sind nahe Null.

Entwickelt wurde die Zwangsjacke im 19. Jahrhundert von Benjamin Ruth und diente ursprünglich mal der Fixierung zum Selbstschutz. Menschen, die sich selbst oder andere verletzen wollten (oder krankheitsbedingt “mussten”), wurden so gesichert. Die Modelle, die in der BDSM-Szene verwendet werden, sind vom Design oft ein wenig verändert. Dabei handelt es sich nicht um die typischen weißen Baumwollversionen, wie man sie mit Krankenhäusern assoziieren würde, sondern eher aus anderem Material wie Leder oder Latex und oft mit mehr Schnallen als die gängigen. Bei vielen ist auch der Halsausschnitt enger genäht. Es geht ja schließlich nicht um Komfort sondern um Strafe! ;-)

Auch wenn das Tragen einer solchen Jacke auf den ersten Blick nahezu komfortabel gegenüber schnürenden Fesseln wirkt, ist immer ein gewisses Maß an Vorsicht geboten. Die Größe muss absolut passend sein. Zum einen ist bei einer zu großen Jacke die Gefahr hoch, dass der Gestrafte sich zu leicht selbst befreien kann, und zum anderen ist es bei einer zu kleinen Jacke gefährlich, weil man sie schnell zu eng schnallt. Dies könnte sich früher oder später negativ auf die Atmung und die körperliche Temperaturregelung auswirken.

Weiter Varianten von Fesselkleidungen findet Ihr im Fetischblogbeitrag: Klassische Fesseln: Bondagesäcke und Fesselkleidung.

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Mumifizierung Teil 3: Risiken und Sicherheitsmaßnahmen

Erstellt in Bondage von Christine am 17.August 2010

MumifizierungDie Hauptrisiken für den Bottom liegen bei der Mumifizierung in der Atemeinschränkung und im Hitzestau. Die straffe Umhüllung um Brustkorb und Bauch behindert das Einatmen. Auch was zunächst erträglich erscheint, kann nach kurzer Zeit zu Sauerstoffmangel und infolge dessen zu Panik führen.

Der Hitzestau ist hingegen sofort zu spüren. Der Schweiß kann unter der wasserdichten Umhüllung nicht verdunsten und der Kühlungseffekt durch Verdunstung bleibt aus. Der Bottom schwitzt also unter der Hülle stark, ohne dass der Körper gekühlt wird. Der Top kann dem Bottom in diesem Fall Linderung verschaffen, indem er etwas Flüssigkeit auf der Außenseite der Hülle verteilt, die dann die nötige Verdunstungskühle teilweise schafft. Aber Achtung, nicht zu viel des Guten! Setzt man eine nasse Außenhülle der Zugluft aus, kann das den entgegengesetzten Effekt haben – der Bottom kühlt aus.

Lasst einen mumifizierten Bottom niemals allein! Wenn Probleme wie etwa Panikattacken auftreten, muss schnelle Hilfe zu jeder Zeit gewährleistet sein.

Wichtig ist daher auch, dass immer ein Werkzeug vorhanden ist, um die Körper-Fesseln schnell entfernen, also zerschneiden zu können. Dazu eigenen sich besonders Verbandsscheren, da sie den Bottom durch ihre abgerundeten Enden nicht verletzen können. Beachten Sie auch, dass Sie für eine Gipsbondage spezielles Werkzeug benötigen, um diese wieder zu entfernen.

Ist eine Langzeitbondage geplant, kann unter der Wickelung eine Windel angelegt werden, oder es werden Katheter und sogar Darmrohr angelegt, was für Fans von Kliniksex einen zusätzlichen Kick erzeugt. Außerdem solltet Ihr bei Langzeitspielen auf eine geeignete Unterlage achten, die weder zu weich, noch zu hart ist.

Bei stehender Mumifizierung dürft Ihr nicht vergessen, dass die Mumie einen Sturz nicht abfangen kann. Beugt dem also entsprechend vor.
Der Brustkorb des Bottom sollte möglichst verpackt werden, wenn dieser eingeatmet hat, um späteren Atemproblemen und daraus resultierenden Notfällen vorzubeugen.
Für trotzdem eintretende Notfälle kann man auch vor dem Einwickeln vom Hals bis zu den Fersen einen ca. 5-10 cm breiten Lederriemen auf den Körper legen, entlang dessen mit einem Messer geschnitten werden kann.

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Produktrezension: Spreizstange mit Lederfesseln

Erstellt in Fetisch & SM Produkte von Christine am 25.Juni 2010

Spreizstange mit Lederfesseln von ZADOIhr habt doch bestimmt schon mal was von Spreizstangen gehört. Von diesen schönen Stücken hat unser Shop neuerdings auch ein Modell. Das musste ich mir natürlich gleich mal für Euch anschauen.  Es besteht aus zwei ineinander schiebbaren Rohren, die man mittels Schraube schnell und einfach fixieren kann, und gepolsterten, frei drehbar angebrachten Lederfesseln. Da die Stange per Schraube fixiert wird, ist ihre Länge variabel von 35 bis etwa 60 Zentimeter stufenlos verstellbar.

Die Lederfesseln aus stabilem Spaltleder sind gut gepolstert und innen mit weichem Nappaleder überzogen. Sie lassen sich auch über einen längeren Zeitraum bequem tragen.
Natürlich hab ich auch verschiedene Tragevarianten ausprobiert oder ausprobieren lassen (hey, kein Kopfkino ;) ), um zu sehen, ob die Fesseln auch gut sitzen und wem sie passen. Zur Fesselung von Hand- und Fußgelenken eignen sie sich für Männer wie für Frauen, wobei bei sehr breiten Gelenken die Polsterung nicht ganz geschlossen ist. Dafür kommen aber auch Frauen mit sehr schmalen Gelenken nicht ohne Weiteres aus diesen Fesseln heraus. Männer und Frauen mit schmalen Armen können damit ebenfalls fixiert werden.
Nicht verwenden lassen sich die Fesseln der Spreizstange für die Fixierung der Beine an den Kniegelenken. Dafür ist die Fessel im Umfang zu klein.

Wir hatten hier sehr viel Spaß mit dem guten Stück und können es Euch als neue Fesselvariante für Eure Spiele empfehlen… ;)

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Klassische Fesseln: Handschellen

Erstellt in Fetisch & SM Produkte von Christine am 2.Juni 2010

HandschellenDie meisten Handschellen im Erotikfachhandel eignen sich nicht für alle Fesselspiele. Wenn es nur um die symbolische Fesselung geht, tun es die günstigen Varianten aus dem Erotikshop auf jeden Fall. Auch zum Ausprobieren, ob man überhaupt darauf steht, und für softe Spiele sind diese Schellen ideal. Soll es aber auch mit mehr Action zur Sache gehen, werden diese Schellen schnell unbequem und tun auch weh, da die Gelenke nicht gepolstert und die Handschellen nicht abgerundet sind.
Ein weiteres Problem der meisten günstigen Handschellen ist aber noch ein ganz anderes: So mancher findige Bottom kommt da schneller wieder raus, als sein Top ihn ankettet. Da hilft nur eins: Auf andere Fesselvarianten umsteigen oder die guten, teueren Handschellen verwenden. Die halten so manchen notorischen Flüchtling zumindest etwas länger an Ort und Stelle. Es sei denn, der Bottom hat – wie ich zum Beispiel – so schmale Hände, dass die zusammengefaltete Hand nicht breiter als das Handgelenk ist. Dann helfen nämlich auch die besten Handschellen nichts und der Top guckt erstmal ziemlich sparsam. ;)

Wenn Ihr längere und auch turbulentere Spiele mit Handschellen spielen wollt, solltet Ihr darauf achten, nur feststellbare Modelle zu verwenden, die sich nicht mit der Zeit immer enger zusammenziehen können, weil sie arretiert sind. Andernfalls könnte sich der Bottom Nerven einklemmen oder die Blutzufuhr unterbrechen.
Und da es auch im SM ab und zu um Bequemlichkeit geht, solltet Ihr vor allem für längere Spiele breitere Handschellen verwenden. Die sind deutlich komfortabler zu tragen.

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Erotische Fesselspielart: Mentale Bondage

Erstellt in Bondage von Christine am 26.Mai 2010

Symbolfoto - Mentales BondageWie der Name schon sagt, kommt das mentale Bondage ohne jegliche Hilfsmittel aus. Die Fessel ist hierbei der Befehl des Tops, in einer bestimmten Haltung zu verharren. Der Bottom versucht sich also rein vom Kopf her auf die Fesselung und Bewegungseinschränkung einzustellen – ohne tatsächlich gefesselt zu sein.
Der mental Gefesselte taucht vollkommen in die Vorstellung des Fixiertwerdens ein. Der stärkste Reiz eines Bondage findet ja im Kopf statt, so dass die tatsächliche Fixierung bei einer mentalen Bondage unwichtig wird. Allein die Vorstellung, gefesselt und wehrlos zu sein, steht im Mittelpunkt des Geschehens.

Gleichzeitig ist das mentale Bondage auch eine gute Gehorsamkeitsübung. Sich nicht zu bewegen kann nämlich je nach Haltung früher oder später sehr anstrengend oder unangenehm werden.

Die vom Top  gewählten Haltungen des Bottoms können also sowohl rein zweckmäßig sein als auch eine Herausforderung für den Bottom darstellen. Schließlich mögen die meisten Spieler ab und zu auch gern kleine Gemeinheiten. ;)

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Klassische Fesseln: Fesselutensilien aus dem Haushalt

Erstellt in Bondage von Christine am 19.Mai 2010

Bondage mit FrischhaltefolieEigentlich sind der Fantasie da keine Grenzen gesetzt, wen man im eigenen Haushalt nach etwas zum Fesseln sucht. Es muss ja nicht immer das gute Hanfseil oder das bunte Bondagetape sein.

Weiche Schals und Tücher erfüllen genauso ihren Zweck. Natürlich könnt Ihr daran nicht mit solcher Kraft reißen, wie zum Beispiel an stabilen Lederfesseln. Etwas stabiler ist zum Beispiel Betttuch. So kann man wunderbar alte Bettlacken oder Deckenbezüge recyceln. Einfach in Streifen schneiden oder reißen und es kann losgehen. Auch Lieblings Krawatte kann wunderbar zur Fessel umgewidmet werden.
Etwas spezieller ist dann schon Frischhaltefolie. In mehreren Lagen eignet auch sie sich sehr gut zur Bewegungseinschränkung. Besonders häufig wird sie für Mumifizierungen eingesetzt. Man braucht zwar mehr als eine Rolle für einen kompletten Kokon, dafür ist die dünne Folie im fertigen Ergebnis erstaunlich stabil.

Einiges, was sich so im Haushalt findet, sollte man aber lieber nicht zweckentfremden. Dazu gehören zum Beispiel Seidenstrümpfe. Die gehören an, nicht um das Frauenbein! Sie können nämlich böse einschnüren und Knoten kriegt man auch nicht wieder auf. Tief einschneiden und damit auch Schmerzen und sogar Schäden verursachen können auch Metalldrähte, Kabel oder Kabelbinder. Also auch davon Finger weg!

Wenn Ihr noch weitere Ideen habt, was man im Haushalt alles für eine kleine Fesselung findet, dann schießt mal los. Ich bin immer offen für neue Ideen…

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Klassische Fesseln: Bondage Fessel-Möbel

Erstellt in Fetisch & SM Produkte von Christine am 10.Mai 2010

Mittelalterlicher PrangerLetztens habe ich Euch Kleidung alles Fesselmedium vorgestellt. Diesmal wird es noch ein wenig größer und auch ausgefallener, denn diesmal geht es um Fesselmöbel.
Zu den wohl bekanntesten Fesselmöbeln gehören Pranger, Andreaskreuz und Streckbank. Aber auch andere (Sonder)Anfertigungen werden genutzt. Es gibt inzwischen sogar Hersteller, die Möbel eigens für S/M-Spiele anfertigen.

Den Pranger gibt es heute in verschiedenen Formen. Die dem Original nächste Form ist an den mittelalterlichen Pranger angelehnt und besteht aus einem Holzteil mit dem wahlweise der Kopf und die Arme oder auch alle 4 Gliedmaßen gefesselt werden, und einer Kette, an der der Sklave zu Schaustellung geführt werden kann. Moderner sind die Pranger aus Metall, die verschiedene Fesselmöglichkeiten bieten und das Opfer teilweise in ganz bestimmte Haltungen zwingen.

Der Klassiker unter den Fesselmöbeln, das Andreaskreuz, besteht aus zwei x-förmig angeordneten Balken mit Befestigungsmöglichkeiten für Ketten und Karabiner. Das Kreuz ist nach dem Apostel Andreas benannt, der an einem solchen Kreuz gestorben sein soll.

Ebenfalls der mittelalterlichen Folterkammer entlehnt ist die Streckbank. Auf dieser wird der Bottom an Händen und Füßen fixiert. Durch ein zu drehendes Rad kann jetzt der Körper des Sklaven beliebig in die Länge gezogen werden. Da die Gefahr der Überdehnung von Bändern und Gelenken besteht, bedarf es bei der Nutzung der Streckbank einer gewissen Erfahrung, während Pranger und Andreaskreuz auch für unerfahrenere Spieler geeignet sind.

Fesselmöbel sind in der Regel sehr teuer und finden sich entsprechend eher in Studios und im Heim eingefleischter SM-Fans. Fließend ist der Übergang von Fessel-Möbeln zu SM-Möbeln wie Käfigen, Gynstühlen oder Fick-Maschinen, die oft ebenfalls Fesselmöglichkeiten bieten. Besonders raffiniert finde ich ja die dezenten SM-Möbel aus Holz, die auf den ersten Blick wie normale Möbel wirken und erst bei genauerem Hinsehen ihren wahren Zweck enthüllen. Da wird ein Hocker schnell zum Strafbock umfunktioniert und ein Couchtisch gibt plötzlich einen prima Pranger ab. Ich finde, das hat was. Oder was meint Ihr?

Wenn Ihr Euch unter den Fessel- und SM-Möbeln nur wenig vorstellen könnt, schaut einfach mal in diesen Spezialshop!

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Klassische Fesseln: Das Bondageseil

Erstellt in Bondage von Christine am 3.März 2010

Bild aus dem Sachbuch - Bondage made in JapanZum Fesseln gibt es ja inzwischen unzählige Möglichkeiten. Die bekannteste sind wahrscheinlich Fesselseile. Daher möchte ich Euch heute einen kleinen Einblick in die verschiedenen Seile und ihre Eigenschaften geben.
Beim Bondage werden Seile mit einem Durchmesser von 4 bis 10 Millimeter verwendet. Kleinere Durchmesser eignen sich dabei auch besser für dünne, filigrane Anwendungen wie etwa für das Genitalbondage. Für die Fesselung von Gliedmaßen oder ein Ganzkörperbondage kommen meistens Seile mit einem Durchmesser von 6 bis 8 Millimetern zum Einsatz.

Es gibt zwei grundsätzliche Formen von Seilen: geflochtene und gedrehte.
Geflochtene Seile haben eine rautenförmig erscheinende, glatte Oberfläche. Sie werden mit oder ohne die so genannte Seele geflochten. Die Seele ist ein Strick, um den das Seil geflochten wird. Es ist also nicht hohl und wird dadurch etwas steifer. Daher lassen sich Knoten in diesen Seilen bei Bedarf besser lösen.
Seile ohne Seele sind entsprechend weicher, die Knoten deshalb weniger leicht zu lösen. Manchmal kann es passieren, dass der Knoten gar nicht mehr auf geht und das Seil zerschnitten werden muss.
Gedrehte Seile bestehen aus zwei bis vier einzelnen Strängen, die eine unebene Oberfläche haben. Diese Oberfläche hinterlässt bei einer Fesselung markante Muster auf der Haut.

Auch bei den verwendeten Materialien gibt es sehr unterschiedliche Varianten aus Naturfasern und Kunststoffen.
Häufig verwendet werden Baumwollseile. Sie sind bezahlbar und außerdem schön weich auf der Haut. Die meisten Baumwollseile sind weiß, es gibt jedoch auch gefärbte Varianten. Leider ist das Baumwollseil nicht besonders reißfest und Knoten lassen sich darin manchmal nicht mehr lösen.
Hanfseile sieht man vor allem bei Liebhabern des japanischen Bondage häufig. Diese etwas rauen, markant riechenden Seile sind stabiler als Baumwollseile, können aber unschön fasern. Mitunter wird diesen Seilen auch ein Anteil Flachs oder Jute zugegeben. Bei diesem Naturfaserseil kommen ganz selten auch Allergien auf einen oder mehrere Bestandteile vor. Testet es also am besten vor dem ersten Einsatz.
Sisalseile bestehen aus der Faser einer Agavenart und pieksen recht schmerzhaft. Daher werden sie nur selten verwendet, nämlich vor allem dann, wenn dieser bei der Anwendung gewünscht ist, etwa bei der Cock and Ball Torture.

Kunststoffseile bestehen häufig aus Nylon, mitunter auch aus Polypropylen. Erstere sind sehr glatte Seile, letztere leicht rau, ähnlich wie Hanfseile. Alle Kunststoffseile sind sehr belastbar und reißfest. Außerdem lassen sich Knoten durch die glatte Oberfläche besser lösen.
Verzichtet auf Experimente mit schwimmfähigen Bootsleinen, Wäscheleinen oder ähnlichen „Seilen“. Sie eignen sich nicht für Bondage.

Bevor Ihr loslegen könnt, müsst Ihr die Seile noch auf die für Euren Zweck passende Länge bringen. Um wirklich etwas damit anfangen zu können, solltet Ihr Seile von drei Metern Länge oder mehr verwenden. Für manche Fesselformen braucht Ihr acht bis neun Meter, einige Rope Dresses bestehen aus bis zu zwanzig Meter langen Seilen.

Wenn Ihr die Seile einfach abschneidet, lösen sich schnell die Enden auf. Diese müssen also noch gesichert werden, bevor es los geht.
Bei Baumwollseilen werden Enden einfach umwickelt und der Faden dann verstochen. Hanfseil wird entweder verknotet oder mit Klebeband umwickelt. Wenn Ihr Klebeband verwendet, wird erst das Klebeband um das Seil gewickelt und dieses erst anschließend abgeschnitten.
Bei Kunststoffseilen reicht Hitze, um die Enden zu veröden. Das kann ein heißes Schneidwerkzeug, eine offene Flamme oder ähnliches sein.

Wenn Ihr die Seile oft genug benutzt habt, müsst Ihr sie irgendwann mal waschen. Dann am besten ab mit den guten Stücken in die Wanne, etwas Waschmittel und natürlich heißes Wasser dazu. Hinterher noch gut ausspülen, sonst bleiben Waschmittelrest im Seil, die die Haut irritieren können.
Die meisten Seile könnt Ihr zum Trocknen einfach irgendwo aufhängen. Hanfseile müssen allerdings unter Zug getrocknet werden. Wenn Ihr sie einfach so aufhängt, drehen sie sich nach und nach auf und Ihr könnt sie nicht mehr verwenden.

Na? Lust auf eine Seil-Session? Dann los! Und vergesst nicht, uns hinterher davon zu berichten… ;)

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