Wichtigste Voraussetzung für Bondage-Spiele ist natürlich Vertrauen. Der dominante Partner muss sich seiner Verantwortung gegenüber dem Fixierten bewusst sein. Darauf muss sich der passive Part verlassen können.
Während der Session muss immer die Kommunikation zwischen den Partnern gesichert sein. Der Passive darf vom Aktiven niemals allein gelassen werden. Der Aktive muss immer in Hör- und Sichtweite bleiben, da sich der passive Part bei Zwischenfällen nicht selbst helfen kann. Stürze können zum Beispiel bei einer stehenden Mumifizierung nicht abgefangen werden. Oder der Gefesselte bekommt plötzlich eine Panikattacke (Anzeichen z.B. kalter Schweiß, Hyperventilation oder aggressives Verhalten) und das Bondage muss umgehend gelöst werden. Dasselbe gilt bei Atemnot, Nervenstörungen, tauben Gliedern und ähnlichem.
Nur, wenn der aktive Partner immer den Kontakt hält, kann der passive ihm jederzeit ein Feedback geben. Geht es ihm gut? Ist alles in Ordnung? Oder hat er vielleicht eine Grenze erreicht?
Manch einer erhofft sich von gewagten Aktionen oder neuen Fesselideen einen besonderen Kick. Aber Achtung: Überfordert Euch nicht! Die Kunst des Bondage ist sehr umfassend und damit ein langer Lernprozess. Das heißt, Eure Handlungen müssen sich nach Eurem Kenntnisstand und Eurer Erfahrung richten. Wer darüber hinaus geht, riskiert gesundheitliche Schäden des passiven Partners und bringt beide um den Genuss der Session.
Ähnliches gilt für den passiven Part. Mancher möchte seine Grenzen ausreizen und darüber hinaus gehen. Die Grenzen seines eigenen Körpers muss er dafür sehr gut einschätzen können, wenn er gesundheitlich unversehrt aus dem Spiel gehen will. Auch für ihn gilt also: Der Wissensstand und die Erfahrung limitieren die Möglichkeiten.
Wenn Ihr das beachtet, habt Ihr die Chance auf einen echten sinnlichen Genuss der Session, der über deren Ende noch hinausreicht.
Hier findet Ihr noch: Bondage-Anleitung für Amateure: 1. Vorbereitung


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