Dass (körperliche) Liebe Sünde ist, behauptet ja auch heute noch so mancher Mitmensch. Dass aber gerade dieser Umstand manche Menschen noch mehr anheizt, ist genauso bekannt. Für einige unter uns ist das Begehen einer Sünde dabei von besonderem Reiz. Das Wissen, eine Sünde oder auch etwas Verbotenes zu tun, erregt Pecattiphile (lat. „peccatum“ = Sünde, griech. „philia“ = Anziehung durch) Personen ganz besonders.
Dabei muss es sich nicht unbedingt um die biblischen Sünden wie Wollust oder Gier handeln. Entscheidend für den Reiz ist nur, dass eine bestimmte Handlung oder gar ein Gedanke als Sünde empfunden wird. Dann wird der Peccattiphile sexuell stimuliert.
In abgeschwächter Form kennen wohl die meisten, den Reiz des Verbotenen. So prickelt der Sex ganz besonders, wenn jeden Moment jemand um die Ecke kommen und einen erwischen kann. Oder?




Die Brille. Vor nicht allzu langer Zeit wurde sie noch optisch als sehr störend empfunden und Brillenträger mit fiesen Schimpfwörtern wie “Brillenschlange” oder “Vierauge” betitelt. Doch heute wird die Brille sogar als Accessoire aus Fensterglas, ohne Sehstärke, quasi nur als “Schmuck” getragen. Sie zeugt bei manchen Menschen irgendwie von Intelligenz und kann wirklich schmücken. 



