Im 15. und 16. Jahrhundert – in Japan eine Zeit des Krieges und der Not – wurden Bondagetechniken vor allem im Kampf und zur Folter verwendet: Tasuki-dori, Hobaku-jutsu und Hojo-jutsu gehörten damals zu den traditionellen Techniken, um Gegner gefangen zu nehmen, mit Seilen zu fesseln und über längere Zeit festzusetzen.
Bondage wurde in dieser dunklen Periode auch öffentlich als Bestrafung genutzt. Man mag sich vielleicht wundern, warum damals nicht Metall, Holz oder Leder zum Fesseln dienten, sondern vor allem Bambusstäbe und Seile aus Naturfasern, aber das ist leicht zu erklären: Leder war im damaligen Japan aufgrund der nicht so weit verbreiteten Rinderhaltung eher rar und teuer; großflächiger Reisanbau war viel weiter verbreitet als Viehhaltung. Und Metall wurde zwar auf dem Schlachtfeld in Form von kunstvollen Schwertern verwendet, aber der breiten Masse war Metall kaum zugänglich.
Nach dem Ende der kriegerischen Zeiten, in der so genannten Edo-Periode, die bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts reichte, entwickelten sich aus diesen Fesselungen zwei Richtungen. In der einen wurden sie weiter genau dafür verwendet, wofür sie ursprünglich gedacht waren, nämlich Gefangene von Militär und Polizei zu binden.
Daneben entwickelte sich jedoch auch noch eine zweite Form, die im Kabuki in Folterszenen zur Schau gestellt wurde. Da die Szenen immer beliebter wurden, begannen Künstler, diese auch in Holzschnitten abzubilden. So finden sich unter den sogenannten Ukiyoe – den Bildern aus der fließenden Welt – viele Bondage-Darstellungen, die schließlich zu einer eigenen Kunstform avancierten.
Mit Erfindung der Fotografie dauerte es auch nicht mehr lange, bis es die ersten Bondage-Fotos gab. So fand das Japan-Bondage unter anderem über die Bilder des japanischen Fotografen Noboyushi Araki seinen Weg nach Europa und in die USA.

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Die Mumifizierung ist ein sehr intensives Spiel, das im Idealfall zur völligen Regungslosigkeit des Bottoms führt. Verbunden ist dieses mit einem extremen Gefühl des Ausgeliefertseins, teilweise auch mit Sinnesentzug. Dieses Spiel ist also entsprechend anspruchsvoll und (zeit-)aufwendig. Menschen mit Kreislaufproblemen oder Neigung zu Panikattacken sollten sehr, sehr vorsichtig an diese Technik herangehen!
Der Begriff erklärt sich eigentlich von selbst -
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