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Die Geschichte des Korsetts Teil 5 – Das 20. Jahrhundert

Erstellt in Fetisch-Welt von Christine am 4.Mai 2012

ZADO Leder-UnterbrustkorsettGegen 1900 erschien eine neue Korsettform: Das S-Korsett. Es drückt Brust heraus und den Bauch rein. Lange halten konnte es sich in der Mode jedoch nicht und wurde schon um 1910 durch das Unterbrustkorsett abgelöst. Aber schon 3 Jahre später kamen Korsetts im Zuge der stärker werdenden Frauenbewegung und der sprunghaft zunehmenden Berufstätigkeit von Frauen aufgrund des Ersten Weltkriegs vollends aus der Mode und verschwanden für eine ganze Weile in der Versenkung.

Wiederentdeckt wurde das Korsett erst in den 80er Jahren von der Gothic Subkultur, in der sich Frauen bis heute gern im Korsett zeigen. Dabei werden oft auch selbstgeschneiderte, sehr ausgefallene Modelle getragen.
Seit den 1990er Jahren wird Korsett durch Vorbilder aus Musik- und Modeszene wieder mehr und mehr salonfähig. Ikonen wie Madonna leben es vor und zeigen sich öffentlich im weiblichsten aller Kleidungsstücke…

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Die Geschichte des Korsetts Teil 4 – Das 19. Jahrhundert

Erstellt in Fetisch-Welt von Christine am 4.April 2012

Wespentaille durch SanduhrformIm 19. Jahrhundert kam das Korsett dann wieder überall in Mode. Neben der Biedermeiermode des Volkes entwickelte sich bei Adel und Geldadel eine Mode, die stark an die des Rokoko erinnerte.

Auch die industrielle Revolution nahm Einfluss auf das Korsett. Es wurden neue Schließmechanismen entwickelt und Metallösen machten das aufwendige Umnähen jedes Loches für die Schnürung überflüssig. Im Laufe des Jahrhunderts bekam Fischbein von Korsettstäben aus Federstahl, Stahlspiralen und Horn Konkurrenz. Zudem konnten die ersten Nähmaschinen zur Herstellung verwendet werden. Durch die Maschinen, Erfindungen und die Zeitersparnis bei der Herstellung war es den Korsettmachern jetzt möglich, die Schnürmieder kostengünstig in größeren Mengen zu fertigen. Dadurch sank der Preis und fast jeder konnte sich das Kleidungsstück jetzt leisten. Durch die sprunghaft ansteigende Nachfrage gab es zu dieser Zeit alleine im Stuttgarter Raum über 5000 Korsettmacher. Das Korsett wurde zum Symbol für Ehrbarkeit und Hochachtung und ein fester Bestandteil einer jeden gesellschaftlichen Veranstaltung.

Ab etwa 1840 war das Tragen eines Korsetts für eine feine Dame wieder unabdingbar. Ab demselben Jahr bis etwa 1870 entwickelte sich die Sanduhrform des Korsetts, die heute noch als klassische Korsettform gilt. Sie zeichnet sich durch eine relativ große Ober- und Hüftweite aus, wohingegen die Taille möglichst schmal gehalten wird. In den folgenden 15 Jahren wird das Mieder nach unten hin länger und  formte nun auch Hüfte und Bauch. Die unschönen Bauchröllchen, die kurze Korsetts nach sich zogen, waren Geschichte. In 1890ern trieb die Mode die Wespentaille auf die Spitze, wie es auch heute noch manche Fetischistinnen gern tun.

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Die Geschichte des Korsetts Teil 3 – Rokoko und Empire

Erstellt in Fetisch-Welt von Christine am 2.März 2012

Herren-Taillen-KorsettIm 18. Jahrhundert werden die Korsetts genau wie die Mode insgesamt verspielter und betonen stärker die weiblichen Rundungen. Die gerade Frontpartie verschwand. Man versteifte die Korsetts aber weiterhin meist mit dünnen Fischbeinstäbchen in oftmals sehr großer Anzahl. Dadurch avancierten Korsetts nach und nach zum teuren Meisterwerk.

Doch tauchten auch im einfachen Volk erste Korsetts auf, die jedoch eher den Charakter leichter Schnürmieder hatten und keine nennenswerte Versteifung besaßen. Zudem hatte das “Volkskorsett” eine Frontschnürung, da Frauen aus dem einfachen Volk beim Ankleiden nicht auf die Hilfe eine Zofe hoffen konnten, wie vornehme Damen, deren Korsetts im Rücken geschnürt wurden.

Später, am Ende des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts hatte es das Korsett als Kleidungsstück in einigen Teilen Europas schwer. Durch die Französische Revolution geriet es als Symbol des dekadenten Adels in Misskredit, war es doch in diesen Kreisen am weitesten verbreitet. So verschwand es für einige Zeit aus Frankreich.
In England nahm es dagegen eine ganz andere Entwicklung. Dort begannen auch Männer, Korsett zu tragen, um die Schultern durch eine schmalere Taille noch breiter wirken zu lassen. Das Herrenkorsett als kurzes Taillenkorsett und Unterbrustkorsett gibt es bis heute.

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Geschichte des Korsetts Teil 2 – Barock

Erstellt in Fetisch-Welt von Christine am 3.Januar 2012

BarockkorsettIm Barock wurde das Korsett etwas niedriger. Durch Auswölbungen bekam die Brust mehr Raum und wurde jetzt stolz präsentiert. Das Ideal von der weiblichen Brust hatte sich im 17. Jahrhundert deutlich verändert. Die Taille schnürte man jetzt schon enger, die konische Grundform blieb aber noch erhalten. Damit wurden die typisch weiblichen Attribute Oberweite, schmale Taille und üppiger Po noch stärker betont.

Sehr viel Wert wurde in dieser Epoche auf die Gestaltung der Vorderseite gelegt. Daher wurde diese mit einem Holz- oder Metallstab zusätzlich verstärkt. Zu dieser Zeit konnte die Versteifung noch aus dem Korsett herausgezogen werden, was im Falle eines üppigen Mahls durchaus praktisch sein konnte. Diese Versteifung nannte man im Deutschen Blankscheit, abgeleitet von der französischen Bezeichnung „planchette“. Planchette wird der Verschluss von Korsetts auch bis heute noch genannt, während der deutsche Begriff dafür mit der Zeit aus dem Sprachgebrauch verschwand.

Bei der Form der Korsettschnürung entwickelten sich langsam länderspezifische Formen. Während das englische Korsett in der Regel auch hinten geschnürt wurde, war es meist längst nicht so eng gezogen wie seine französische Schwester, die oft noch an der Vorderseite eine zusätzliche Schnürung aufwiesen für eine noch extremer Taille. Diese Formen hielten sich mit geringen Veränderungen bis zur Französischen Revolution.

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Geschichte des Korsetts Teil 1 – Renaissance

Erstellt in Fetisch-Welt von Christine am 13.September 2011

Schwarz-weißes busenfreies Wespentaillen-KorsettDie Betonung der Taille aus ästhetischen Gründen gab es schon in Kulturen vor der Zeitenwende, wie etwa in der minoischen und der griechischen. Aber an Korsett-Mode oder deren Vorformen war damals noch nicht zu denken. Erste Vorläufer des Korsetts lassen sich erst in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts in Form versteifter Mieder nachweisen. Vor 1562 sind Nachweise eher hypothetischer Natur. Die auf Gemälden dargestellten Kleider ab ca. 1530 aber wären ohne Korsett so gar nicht möglich gewesen. Für die flachgedrückte Brust und die Formung des kegelförmigen Oberkörpers bedurfte es eines starren Instrumentes.

Das älteste erhaltene und mit Rohr versteifte Exemplar wurde in dem Grab der Eleanora di Toledo gefunden, welche im Jahr 1562 verstarb und mit dieser Grabbeigabe beigesetzt wurde.

Getragen wurde das Korsett nur zu besonderen Anlässen und war der Oberschicht vorbehalten. Diese war nämlich die einzige, die sich ein so aufwändig hergestelltes und damit teures Kleidungsstück überhaupt leisten konnte. Gefertigt wurden die Korsett-Mode dieser Zeit aus fein gewebten und gefärbten Stoffen. In der Form ähnelten diese Korsetts noch nicht so stark den heute bekannten Stücken. Sie drückten die Brust platt, was zu damaligen Zeit als vornehm und schick galt. Zudem war die Taillenformung nicht so extrem eng. Die Taillenbetonung ergab sich aus den extrem weiten Reifröcken, die in der Regel dazu getragen wurden. Das Korsett selbst war in der Grundform eher kegelförmig und ließ nur sehr wenig Bewegungsfreiraum zu.
Versteift wurden die Schnürbrüste, wie man sie auch nannte, mit Fischbein. Dieses Material blieb bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts dominierend.

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Korsettfetisch: Reinigung des Korsetts

Erstellt in Fetisch & SM Produkte von Christine am 13.April 2011

LederkorsettDas oberste Gebot bei Korsetts heißt, die Reinigung zu vermeiden, denn die Pflege eines Korsetts ist immer auch eine Gratwanderung. Auf der einen Seite schadet jedweder Reinigungsversuch dem edlen Kleidungsstück, auf der anderen Seite machen Körperfette und Schweiß sowie Flecken eine Reinigung irgendwann unabdingbar notwendig, da erstere das Material verändern können und sich das Korsett eventuell dehnt. Es gilt also: So wenig wie möglich, so viel wie nötig.

Um das Korsett nicht allzu oft reinigen zu müssen, gibt es einige Tricks. Zum einen könnt Ihr die Verunreinigung durch Körperausdünstungen vermeiden oder zumindest verringern, indem Ihr unter dem Korsett etwas drunter tragt, etwa einen Body oder ein speziell für diese Zweck gedachtes „Unterkorsett“.
Auch gründliches Auslüften hilft dem Korsett, da die aufgenommene Feuchtigkeit so gut verdunsten kann. Aufhängen sollte man das Korsett dabei nie in der prallen Sonne, da sonst die Farben schnell ausbleichen können.
Wichtig: Je teurer ein Korsett ist, umso sensibler ist es meist. Hier liegt ein Vorteil der günstigen Modelle, da sie in der Regel weniger empfindlich sind. Für sie gelten die nachstehenden Hinweise zur Handwäsche. Hochpreisige Korsetts und solche aus Leder gehören grundsätzlich besser in die Reinigung. Steckt Euer Korsett niemals in die Waschmaschine! Das wäre das sichere Ende Eures guten Stückes!
Beachtet man einige Grundvoraussetzungen, gibt es zwei Methoden, Euer Schmuckstück zu reinigen: Die (chemische) Reinigung und die Handwäsche. Korsetts aus Leder, Lackleder, Lackstoff, Satin und Lurex-Brokat gehören nach Möglichkeit immer in die chemische Reinigung. Gewebe aus Natur- und Chemiefasern können zur Not auch mit der Hand gewaschen werden.

( hier weiterlesen… )

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Korsettfetisch: Korsettmaterialien

Erstellt in Fetisch & SM Produkte von Christine am 18.Januar 2011

Taillenkorsett aus schwarzem BrokatstoffWährend der Unterstoff eines guten Korsetts immer ein einfacher, sehr stabiler und  zugfester Stoff (meist aus Baumwolle) ist, gibt es beim Obermaterial eine reiche Auswahl. Die Spanne reicht hier von Satin, Seide und Samt über Kunstleder und Jeansstoff bis hin zu Fetischmaterialien wie Lack und echtem Leder. Auch edle Gewebe wie Brokat und Jaquard werden bei hochwertigen Korsetts gern verwendet.

Für die Versteifung des Korsetts wurde sehr lange Zeit Fischbein von Walen verwendet. Heute gibt es dagegen eine ganze Reihe verschiedener Möglichkeiten, das Korsett zu versteifen. Eine Möglichkeit stellt der aus rostfreiem Stahl hergesellter Federbandstahl dar. Diese Variante ist nur nach einer Seite flexibel und eignet sich somit für die stärkere Figurformung. Flexibler sind Spiralfedern aus Edelstahldraht. Auch Kunststoffstäbe werden oft verwendet. Sie halten jedoch einer starken Taillenreduzierung nicht immer stand und können brechen. Damit eignen sie sich eher für Corsagen, die die Taille nicht zu stark herausarbeiten und nicht so hohe Belastungen aushalten müssen.

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Korsettfetisch: Tightlacing – Korsett extrem

Erstellt in Fetisch-Welt von Christine am 16.Dezember 2010

Unter (extreme) Tightlacing versteht man das (fast) ständige Tragen sehr eng geschnürter Korsetts über längere Zeitspannen mit dem Ziel, die Körperform dauerhaft zu verändern. Somit sind Tightlacer quasi die Leistungssportler unter den Korsetträgern.

Wer sich dieser Form des Korsettragens verschreibt, muss noch mehr als ein Gelegenheitsträger auf die Signale seines Körpers achten. Auch der regelmäßige Gang zum Arzt ist für diesen Personenkreis sinnvoll, da extremes Schnüren über einen längeren Zeitraum für den Körper eine außergewöhnliche und dauerhafte Belastung darstellt.

Um eine ähnliche Wespentaille zu erhalten, wie die Frau mit der schmalsten Taille der Welt, Cathie Jung, muss eine Frau viele Jahre regelmäßig trainieren. Einige Frauen lassen sich für den Erfolg sogar das unterste Rippenpaar entfernen. Das hat die Königin des Tightlacing aber noch, wie Ihr in dem Youtube-Video hören könnt. ;)

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Korsettfetisch: Wann Ihr besser kein Korsett tragt!

Erstellt in Fetisch-Welt von Christine am 25.November 2010

Schwarzes Reiterkorsett von Cotteli CollectionKorsetts sind sehr schöne und für Fetischisten in der Regel auch bequeme Teile, wenn man es nicht gerade übertreibt. Es gibt jedoch auch einige Krankheiten, die das Tragen von Korsetts wenig ratsam machen oder es ganz verhindern.

Dazu gehören zum Beispiel Herz- oder Kreislaufbeschwerden. Durch die Einengung der Taille und, je nach Korsettform, auch des Oberkörpers, können diese deutlich verschlimmert werden bis hin zur Ohnmacht.
Auch Krankheiten der Lunge und der Atemwege gehören zu den Ausschlusskriterien, da ein Korsett egal welcher Größe die natürliche Atmung beeinträchtigt. Während gesunde Menschen dies häufig nicht oder nur wenig wahrnehmen, kann es bei einschlägigen Vorerkrankungen zu höchst unangenehmen Folgen führen.
Folgen hat das Tragen eines Korsetts auch bei Gefäßerkrankungen, insbesondere bei Venenproblemen. Je strammer das Korsett geschnürt wird und je wärmer die Umgebung ist, umso eher bemerkt man, dass die Beine schwer werden.
Auch einigen Krankheiten der Verdauungsorgane stellen eine Kontraindikation für Korsetts dar.

Wenn Ihr eine solche Erkrankung habt und nicht sicher seid, ob Ihr aus medizinischer Sicht ein Korsett tragen dürft, fragt am besten Euren behandelnden Arzt. Diesen solltet Ihr auch aufsuchen, wenn beim oder nach dem Tragen anhaltende Hautirritationen auftreten. Sicher ist auch in diesem Falle eben sicher. ;)

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Korsettfetisch: Häufig getragene Korsetts

Erstellt in Fetisch-Welt von Christine am 29.Oktober 2010

Korsettfetisch langes TragenDa “Sextiger” es in seinem Kommentar zu meinem letzten Beitrag - Korsettfetisch: Was müßt Ihr bei enger Schnürung beachten? - schon angesprochen hat, möchte ich auch mal ein paar Worte zum häufigen Tragen von Korsetts verlieren. Auch bei häufigem oder gar täglichem Tragen sind wiederum moderat geschnürte Korsetts gesundheitlich unbedenklich, wenn Ihr einige Regeln beachtet.

Da das Korsett den Körper fest umschließt und einige Bewegungen einschränkt, ist ausgleichender Sport bei regelmäßigem und häufigem Tragen besonders wichtig. Da das Korsett die Bauch- und Rückenmuskulatur erheblich entlastet und diese so schwächt, solltet Ihr daher regelmäßiges, kräftigendes Training für diese Muskelgruppen machen. Wer also das Korsett oft im Alltag trägt,  sollte sich am besten ein Abo im Fitness Studio holen und sich dort einen speziellen Plan für Bauch und Rücken zusammenstellen lassen.
Auch Lockerungsübungen und moderates Krafttraining für den gesamten Oberkörper sind durchaus sinnvoll.  So verhindert Ihr neben dem Muskelabbau auch unschöne Verspannungen. Zur Lockerung könnt Ihr auch ab und zu mal in die Sauna gehen, da die Muskeln durch die Wärme entspannt werden.

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