Der dunkle Marquis hat schon früh mit dem Schreiben begonnen und war dabei sein ganzes Leben über sehr produktiv. Daher findet Ihr hier auch nicht alle seiner Werke. Geschrieben hat er jedoch nicht nur die pornographischen Werke, für die er weltberühmt wurde, sondern auch philosophische und theoretische Abhandlungen.
Jedoch wurde er gerade für seine sexuellen Werke genauso berühmt wie berüchtigt. Nicht nur zu seiner Zeit schockten seine fantastischen, grausamen Ausschweifungen in seinen Büchern die (wenigen) Leser. Bis heute hat sich der Disput gehalten, ob sein Schaffen denn nun hohe Kunst und ein literarischer Genuss oder doch eher verbannenswerter, ekelhafter Schund ist. Zwischen diesen Extremen bewegt sich nämlich die Debatte. Und so wundert es auch nicht, dass einige seiner Werke schon 1877 auf dem Londonder Index librorum prohibitorum, dem Verzeichnis der verbotenen Bücher, landen. Die “Philosophie im Boudoir” erregt noch fast 100 Jahre später, nämlich 1963, so viel Anstoß, dass die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften es auf den Index setzt. Inzwischen ist es von dort allerdings wieder verschwunden und frei erhältlich. Ihr könnt Euch also selbst eine Meinung darüber bilden.
Hier findet Ihr eine kleine Auswahl seiner zahlreichen Werke:
- Dialog zwischen einem Priester und einem Sterbenden – 1782
- Die 120 Tage von Sodom – 1785
- Justine – 1791
- Die unmoralischen Lehrer oder Philosophie im Boudoir – 1795
- Aline und Valcour – 1795
- Juliette – 1796
- Die Verbrechen der Liebe – 1800
- Marquise de Gange – 1813
- Adelheid von Brunswick, Prinzessin von Sachsen – 1812
- Die geheime Geschichte Isabellas von Bayern – 1813
- Korrespondenz (ed. Paul Bourdin) – 1929
Weitere Blogbeiträge zu Marquis de Sade.

Auch in Donatien Sades letzten Jahren war ihm das Glück nicht wohl gesonnen. Im Jahr 1801 kam der konservative Napoléon Bonaparte an die Macht und Sade wird für die Veröffentlichung von 
Nach seiner Freilassung im Zuge der Generalamnestie und der Scheidung von seiner Frau Renée Pélagie lebt der Marquis de Sade fortan mit der Schauspielerin Marie-Constance Quesnet zusammen und veröffentlicht im Verlauf der Revolution eine Reihe erfolgreicher Werke. So spielte etwa die Comédie Française im September 1790 seinen „Misanthrope par amour“. Ein Jahr später erschien sein Roman
Am 2. Juli 1789 , einige Tage vor dem Sturm auf die Bastille, schrie Donatien de Sade der vor der Bastille demonstrierenden Menge zu: “Sie töten die
Auf die erneute Flucht ins Ausland nahm der Marquis heimlich seine junge Schwägerin Anne-Prospére, ein Stiftsfräulein (chanoinesse), mit. Die Mutter der so Entehrten entbrannte vor Wut und die Familie ließ ihn fallen. De Sades Schwiegermutter erwirkte einen königlichen Haftbefehl, den so genannten “lettre de cachet” gegen ihn, aufgrund dessen er bei seiner Rückkehr nach Paris am 13. Februar 1777 umgehend verhaftet und in die als Gefängnis dienende Festung Vincennes verbracht wurde, aus der er am 16 Juli 1778 floh. Jedoch schon reichliche vier Wochen später, am 26. August 1778 nämlich, wurde er wieder aufgegriffen. Als Konsequenz verbrachte de Sade die folgenden sechs Jahre im Bergfried der Festung. In dieser Zeit verfasst er unter anderem den philosophischen „Dialogue entre un prêtre et un moribond“ (“Dialog zwischen Priester und Sterbendem”) sowie die erste Fassung des Romans „Les cent vingt journées de Sodome“ (Vorfassung der “120 Tage von Sodom”). Im ORION-Fetisch-Shop:
Am 27. Juni 1772 verteilt de Sade im Rahmen eines libertinistischen Zusammenseins
Wie Ihr ja bereits wisst, hat sich der junge Sade bis dato noch nicht sonderlich unbeliebt gemacht in der höheren französischen Gesellschaft. Das änderte sich allerdings schnell und schon im Jahr 1763 wurde der damals 23jährige zum ersten Mal verhaftet. Er hatte nach deren Aussagen junge Huren in einsame Häuser gelockt und dort mit Peitschen, Stöcken und Feuer gequält und sie gezwungen, auf ein Kruzifix zu urinieren. Zudem missbrauchte er wiederholt auch Hausangestellte beiderlei Geschlechts, später sogar zusammen mit seiner Frau. In der auf diese Anschuldigungen folgenden Haft schreibt er wie besessen an seinen Romanfiguren
Zur Aufbesserung seiner schlechten finanziellen Verhältnisse und auf Drängen seines Vaters ging Donatien de Sade am 17. Mai 1763 eine Konventionalehe mit Renée Pélagie de Montreuil ein, die aus einer zwar weniger prestigereichen, aber sehr vermögenden Familie des hohen französischen Amtsadels stammte. Aus der Ehe ging der am 27. August 1767 geborene Sohn Louis-Marie hervor. De Sades zweiter Sohn wurde im gleichen Jahr wie Napoleon geboren, zwei Jahre später brachte Renée noch eine Tochter zur Welt. Neben seiner Familie pflegte de Sade zwischen 1764 bis 1766 noch mehrere Beziehungen zu Schauspielerinnen, die von der Familie vorerst toleriert wurden .
Nachdem ich Euch den Namenspatron des Masochismus,
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