Catwoman & Co. kennen wir alle, doch was genau soll eigentlich Petplay sein? Dieser Frage werde ich heute auf den Grund zu gehen versuchen – und bin für weiterführende Erläuterungen durch aktive Spieler natürlich wie immer dankbar. “Petplay” (zu dt.: (Haus-) Tierspiele) ist eine spezielle Rollenspiel-Variante, bei der ein Partner in die Rolle eines Tieres schlüpft. Es fällt damit hauptsächlich in den BDSM-Bereich, da klassische Elemente des BDSM, wie vor allem Machtgefälle, Unterwerfung, Erniedrigung und sadomasochistische Praktiken die Hauptbestandteile dieses ganz besonderen Spiels sind. Petplay sollte immer nach den Regeln des SSC (Safe, Sane, Consensual) durchgeführt werden, um nicht in eine destruktive Beziehung umzuschlagen.
Sexuelle Praktiken mit echten Tiere gehören – wie der Name irrtümlicherweise vermuten lässt – tatsächlich nicht zum Petplay. Diese wären dann der Zoophilie, bzw. Sodomie zuzuordnen und wesentlich kritischer zu sehen. Und auch von einem Fetisch kann man beim Petplay nicht sprechen, da es für die Spieler meist nur eine Ergänzung ihres sonstigen Sexuallebens darstellt. Vielmehr geht es dabei darum, sich als Bottom in der Rolle des Tieres auf eine ganz andere Art und viel kompromissloser unterwerfen zu können, als z.B. in der Rolle einer zwar machtlosen, aber immer noch menschlichen Zofe.
Da das Thema auf Grund von Missverständnissen jedoch immer noch stärker tabubehaftet ist, als viele andere Fetische, wird er von seinen Anhängern weiterhin eher im Verborgenen ausgelebt. So bieten beispielsweise spezielle Internetforen die Möglichkeit zum Meinungs- und Bildaustausch und man trifft sich auf privaten Pet-Partys oder in speziell anmietbaren Räumen (Ställe etc.), um mit Gleichgesinnten zu spielen. Aber Achtung: Kommt bloß nicht auf die Idee, beim Bauern in der Nachbarschaft unter falschem Vorwand den Stall für Eure Spielchen zu benutzen – das könnte peinlich werden.
Für viele Dominas gehören Petplay-Sessions ebenfalls seit vielen Jahren zum Standardrepertoire und auch innerhalb der BDSM-Szene sind die “tierischen” Spiele weitgehend anerkannt und akzeptiert. Auf Unverständnis und Widerstand treffen nur die (zugegeben eher seltenen) Schlachtungsfantasien, die vor allem beim Pigplay vorkommen.


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Das Wort Ponyplay ist zusammengesetzt aus Pony und Play (= Spiel) und beschreibt somit das (Nach)Spielen von Pferden.
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