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Was ist der Pornografische-Wert / P-Wert?

Erstellt in Bizarr von A bis Z von Christine am 3.Mai 2011

P-WertDas “P” dieses Ausdrucks steht für “pornografisch”. Der P-Wert nämlich der pornografische Wert, den ein Medium für S/Mer hat, wie reizvoll es also aus der sadomasochistischen Perspektive ist. Eingeführt hat diesen unspezifischen Wert im Jahr 1974 die Dänin Maria Marcus.

Je höher der P-Wert eines Werkes oder Mediums, umso erotischer und geiler wird es von Sadomasochisten empfunden. Das beschränkt sich allerdings nicht auf einschlägige Filme aus dem BDSM-Bereich. Auch Vanilla-Werke können für SMer durchaus reizvoll sein, auch wenn sie von Nicht-SMern gar nicht als besonders erotisch wahrgenommen werden. So sind “Schöne des Tages” und “Der Letzte Tango in Paris” aus den späten 60ern und frühen 70er Jahren nicht als Erotika gedacht. Doch Filme wie diese, in denen gefesselt, gequält und erniedrigt wird, beflügeln die erotische Fantasie vieler BDSMer und erhalten deshalb auch einen recht hohen P-Wert.

Auch einschlägig für die Szene bekannte Werke können einen höchst unterschiedlichen P-Wert haben. So schreibt die Erfinderin dieser Zahl ausgerechnet den deftigen Ergüssen des Marquis de Sade einen eher niedrigen Wert zu, da sie meist mit längeren philosophischen Debatten durchsetzt sind, die eben wenig mit Erotik zu tun haben. Für hocherotisch erklärt sie dagegen die berühmte “Geschichte der O”. Hier blüht das Herz aller Liebhaber von Lustschmerz und Demütigung auf.

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Makrophilie – Dominierung durch Riesen

Erstellt in Fetisch-Welt von Naughty Nadja am 7.Dezember 2010

Makrophilie - Dominierung durch eine GiantessErinnert Ihr Euch noch an den trashigen Film “Angriff der 20 Meter Frau” aus den frühen 90ern? Darin spielt Daryl Hannah eine Frau, die nach der Laser-Bestrahlung durch ein Ufo zur Riesin anwächst, wenn sie wütend wird – und das passiert oft, seit sie weiß, dass ihr Mann sie betrügt. Sie platzt aus ihren Kleidern und versetzt die Stadt in Angst und Schrecken - bis sie schließlich von der Polizei gestoppt wird. Viele “Eingeweihte” sehen den Film heute als regelrechten Fetisch-Klassiker an, denn genau diese Riesenhaftigkeit von Mrs. Hannah wird von einigen Liebhabern als besonders erregend empfunden. Die Rede ist von Makrophilie – der Vorliebe für extreme und in der Realität meist  unmögliche Größenunterschiede zwischen zwei Menschen, bzw. genauer gesagt die Fantasie, sexuelle Handlungen mit einem sehr viel größeren Menschen oder Riesen zu vollführen.

Die Anhänger dieser Leidenschaft sind dabei meist heterosexuelle Männer, die davon träumen, von einer zur Riesengröße angewachsenen Frau (= Giantess) ”benutzt” zu werden, bzw. selbst auf Zwergengröße zusammenzuschrumpfen und eine normal große Frau so aus einer ganz neuen Perspektive zu betrachten: Sie stellen sich beispielsweise vor, als Winzling ganz in die Vagina einer Frau einzusteigen, die Frau mit ihrem ganzen Körper zu befriedigen oder über ihre riesenhaften Brüste zu schlendern. Oft spielen hier auch SM-Phantasien eine Rolle. So wird beispielsweise gar nicht die direkte sexuelle Handlung, sondern vielmehr das “ausgeliefert und hilflos sein” gegenüber dem dominanten Riesen als besonders erregend empfunden.

Bei meiner Recherche im Internet bin ich auf so viel Material zum Thema gestoßen, dass man annehmen kann, dass es ziemlich viele Anhänger dieses speziellen Fetischs gibt. Die Mitglieder solcher Foren lassen sich grob in die oben bereits angedeuteten Gruppen unterscheiden: 1.) “Wachstum”, wobei jemand zum Riesen anwächst und mit der restlichen Welt agiert und 2.) “Schrumpfen” gegenüber der normal großen Frau. Die “kleinen” Partner (fast immer die Männer) stellen sich vor, sich einer riesigen Person gegenüber zu sehen, die ihnen etwas antut – sie beispielsweise wie ein Insekt zertrampelt (= Crushing/ Trampling), in den Mund nimmt/ aufisst, sich auf sie setzt oder in der Hand zerquetscht. Hier steht oft zusätzlich auch der Fuß im Vordergrund, sodass man von einer Mischform aus Makrophilie und Fußfetischismus sprechen kann. Auch das Zertrampeln und Zerstören von Gegenständen (Autos, Häusern etc.) wird von vielen Riesen-Liebhabern als erregend empfunden.

Auffällig ist, dass bei der Makrophilie, die sich oft schon im frühen Kindesalter zeigt und fast ausschließlich bei Jungen entwickelt, häufig die Grenzen zwischen Hetero- und Homosexualität verschwimmen: Auch Männer, die ihr Leben lang und ohne Zwang heterosexuell leben, stellen sich oft männliche Riesen vor, mit denen sie “aktiv werden”. Insgesamt sind die verschiedenen Ausprägungen der Makrophilie jedoch so unglaublich vielfältig, individuell und oft auch mit anderen Paraphilien oder masochistischen Tendenzen vermischt, dass ich hier kaum alle nennen kann. Eins steht aber fest: Durch Filme, Musikvideos und die Popkultur im allgemeinen ist die Makrophilie gesellschaftlich anerkannter und akzeptierter als jemals zuvor. Kein Grund also, sich seiner speziellen Neigung zu schämen, wie es leider immer noch viel zu häufig der Fall ist.

Einen riesigen Nachteil hat diese Leidenschaft jedoch zusätzlich: Die Fantasien – seien sie auch noch so simpel – lassen sich nie auch nur annähernd in der Realität verwirklichen. Die Anhänger behelfen sich daher mit oft wahnsinnig kreativen “Eigenproduktionen”, wie Videos, Fotomontagen, Comics oder Zeichnungen, sowie jedem Fitzelchen von Filmausschnitt oder Werbeclip, in dem eine “Giantess” vorkommt.

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BDSM-Wissen: Was bedeutet Total Power Exchange (TPE)?

Erstellt in SM Praktiken & Spiele von Naughty Nadja am 16.Juni 2010

Symbolfoto - TPEHeute geht es um eine der weitreichensten BDSM-Rollenspiel-Konzepte überhaupt – den “Total Power Exchange” (kurz: TPE). Dabei handelt es sich im Grunde nicht wirklich um ein Rollen-Spiel im eigentlichen Sinne, denn letzteres würde ja irgendwann auch wieder enden. Vielmehr ist TPE eine Art dauerhaftes Partnerschafts- und Lebenskonzept, in das sich zwei Partner mit diesen Neigungen freiwillig und dauerhaft einfügen.

Bei Paaren, die diesen “absoluten Machtaustausch”  leben, unterwirft sich ein Partner dem anderen vollständig und in allen Lebensbereichen. Sadomasochismus kann dabei ein Teil der (sexuellen) Handlungen des Paares sein, muss es aber nicht. Der Schwerpunkt liegt in TPE-Beziehungen hauptsächlich auf dem Prinzip von Dominanz und Unterwerfung (Dominance & Submission): Der devote Partner unterwirft sich dem dominanten permanent und in allen Bereichen. Beide Partner sind sich des so entstehenden Machtgefälles – zumindest geistig - ständig bewusst. Der “Top” kann also theoretisch auch über die Finanzen, den Beruf, die Freunde und die familiären Beziehungen des Bottoms bestimmen. Im Einzelfall variiert die Ausprägung der ausgeübten Macht aber doch stark – oft bedingt durch die Lebensumstände des Paares, die eine komplette Machtübergabe in der Praxis nicht möglich machen.

Art und Grad der Machtübergabe beruhen vor allem auf Absprachen zwischen den Partnern. Ziel ist es in den allermeisten Fällen nicht, den Bottom quasi zum eigenen Lustgewinn zu quälen – ganz im Gegenteil: Dem Bottom gefällt es, sich total in die Kontrolle des Partners fallen zu lassen und nicht mehr selbst entscheiden zu müssen. Er fühlt sich so sicher, geborgen, geliebt und beschützt durch die “kluge Führung” des anderen. Es versteht sich von selbst, dass solch eine TPE-Beziehung nur bei absolutem gegenseitigen Vertrauen und großer Liebe füreinander funktionieren kann – und nicht, wenn der Top seine Machtrolle bewusst ausnutzen will, um dem anderen zu schaden. Viele Anhänger schwören sogar darauf, dass TPE eine Lösung für viele Beziehungsprobleme wäre, denn dadurch würde es nicht mehr zu sinnlosen Streitereien kommen.

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Marquis de Sade: Seine Kindheit und Jugend

Erstellt in Bizarr von A bis Z von Christine am 9.April 2010

Marquis de SadeNachdem ich Euch den Namenspatron des Masochismus, Leopold von Sacher-Masoch, schon vorgestellt habe, möchte ich Euch sein Pendant, den Namenspatron des Sadismus, den berühmten wie berüchtigten Marquis de Sade, nicht vorenthalten.
Geboren wurde er als Donatien Alphonse Francois Marquis de Sade am 2. Juni 1740 im Pariser Stadtpalast der Condés als Sohn des Comte de Sade, Seigneur de Saumane et de La Coste et Conseigneur de Mazan und der Comtesse de Sade und entstammt somit einem provenzalischen Adelsgeschlecht. Über seine Mutter war er weitläufig mit den Bourbonen, also der königlichen Familie, verwandt.
Ursprünglich sollte er auf die Namen Louis Aldonse Donatien getauft werden. Durch einen Registrierungsfehler in der Pariser Kirche Saint-Sulpice erhielt er jedoch die Namen Donatien Alphonse François, unter denen er auch heute noch bekannt ist.
Den ersten Teil seiner Kindheit verbrachte er im Schloss seiner Geburt. Aufgrund prekärer finanzieller Verhältnisse wurde der junge de Sade im Jahr 1744 zum väterlichen Familienzweig in die Provence geschickt. Dort wuchs er zunächst bei Tanten, später bei seinem Onkel, dem Abbé de Sade d’Ebreuil, auf. Sein freidenkerischer Onkel erzog den jungen Donatien und übte somit großer Einfluss auf ihn aus.
Im Alter von 10 bis 14 Jahren schickte man ihn auf das Collège Louis-le-Grand, später auf die Offiziersschule École des Chevaux-Légers in Versailles für junge Hochadelige, wo er mit 15 zum Offiziersanwärter avancierte. Nur ein Jahr später zog er als Soldat in den Siebenjährigen Krieg (1756–1763) und wurde in dessen Verlauf mehrfach befördert.

Weitere Blogbeiträge zu Marquis de Sade.

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Erotische Schlaginstrumente: Die Peitsche

Erstellt in SM Praktiken & Spiele von Christine am 16.März 2010

Körperliche Züchtigung duch PeitschePeitschen sind die wohl bekanntesten und vielfältigsten Schlagwerkzeuge. In der Grundform haben sie einen festen Griff, an dem flexible Riemen befestigt sind.
Bei Peitschen werden mehrere grundlegende Formen unterschieden. Die wohl bekannteren sind die mehrschwänzigen Peitschen, auch Katzen genannt. Sie können zwischen zwei und mehrere Dutzend Riemen haben und je nach Material und Riemenstärke sehr unterschiedliche Effekte haben. Die neunschwänzige Katze ist dabei der Vertreter, der wohl fast jedem bekannt ist.
Die Single Tail, die einschwänzige Peitsche, hat dagegen nur einen Riemen. Die eindrucksvolle Bullwhip oder Bullenpeitsche gehört zu diesen Peitschen.  Je nach Machart erzeigen die einschwänzigen Peitschen die markanten, lauten Peitschengeräusche. Diese Art nennt man daher auch Signalpeitschen. Hier geht es eher um den akustischen Effekt.

( hier weiterlesen… )

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Erotische Schlaginstrumente: Die Gerte

Erstellt in SM Praktiken & Spiele von Christine am 12.Februar 2010

Springgerte beim Rollenspiel - PonyplayDie Gerte ist eigentlich ein Schlaginstrument aus dem Reitsport und es gibt sie entsprechend in zwei Varianten, als Spring- und als Dressurgerte.

Der Vorteil von Gerten ist, dass sie aufgrund ihrer Stabilität eine bessere und einfachere Platzierung der Schläge ermöglicht. Mit einiger Übung kann der Flagellant die Schläge – zum Beispiel auf dem Po des Geschlagenen -  so genau nebeneinander platzieren, dass ein fächerförmiges Muster entsteht. Achtet bei den Schlägen jedoch immer darauf, dass sie nicht auf empfindliche Körperstellen wie Nieren oder direkt unter der Haut liegende Knochen und Nerven treffen. Auch im Intimbereich und auf der Brust solltet Ihr keine allzu schwungvollen Schläge platzieren.

Die robuste Springgerte ist von den beiden Gertenformen die kürzere, gedrungenere und steifere. Sie endet vorn in einem ledernen Dreieck, der so genannten Patsche. Schläge mit der Springgerte sind weniger bissig und schmerzhaft als mit einer Dressurgerte. Dafür haben sie neben dem Schmerzreiz noch einen akustischen Effekt, wenn die Patsche auf der Haut aufschlägt.
Dressurgerten sind etwa 120 bis 160 cm lang, sehr dünn und enden vorn in einer kleinen Schnur. Sie sind deutlich flexibler als Springgerten und ermöglichen daher deutlich schmerzhaftere Schläge. Gleichzeitig sind sie auch sehr präzise handhabbar und erlauben genaues Zielen. Wenn Ihr mit einer solchen Gerte schlagt, seid vorsichtig. Auch Schläge, die dem Ausführenden noch recht leicht vorkommen, können beim Empfangenden schon beißende Schmerzen auslösen. Seid Ihr nicht vorsichtig, könnt Ihr dem Bottom vor allem auf sensiblen Körperstellen sogar Schäden zufügen.
Eine Sonderform der Gerte sind Fieberglasstäbe wie sie zum Beispiel im Modellbau verwendet werden. Fiberglas ist heute auch oft der Kern der lederumwickelten Reitgerten. Schläge mit purem Fiberglas sind noch bissiger als die mit der Dressurgerte. Bei harten Schlägen gibt es gut sichtbare Striemen, die über einige Wochen sichtbar bleiben können. Mitunter platzt die Haut sogar auf. Hier gilt also besondere Vorsicht beim Schlagen!

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SM-Party der Extraklasse: Die Nacht der Leidenschaft

Erstellt in Fetisch & SM Events von Christine am 11.Februar 2010

Symbolfoto: Sexy auf die SM-Party - erotische Leder-CorsageExklusiv, diskret, extravagant – das ist die „Nacht der Leidenschaft“, eine erotische Party der Extraklasse.
Unter diesem Titel wird schon seit 1999 sehr erfolgreich eine Partyreihe veranstaltet, die auch international den besten Ruf genießt. Woran das liegt? Vielleicht an der Diskretion. Den Veranstaltungsort erfährt man nämlich nur, wenn man gebucht und das Ticket bezahlt hat.

Vielleicht liegt es aber auch daran, dass hier Klasse statt Masse zählt. Stil, Ambiente und ein stimmiges Gesamtkonzept sollen ein außergewöhnliches Erlebnis garantieren.
Ausgelassen gefeiert wird immer auf einem Schloss, dessen einzelne Räume nach Belieben zum Spielen genutzt werden können.  Der Veranstaltungsort selbst wechselt regelmäßig und so bekommt die „Nacht der Leidenschaft“ mal einen barocken, mal einen mittelalterlichen Touch.
Der Dresscode schreibt keinen speziellen Fetisch vor. Ihr könnt dort also tragen, was Ihr wollt, Hauptsache es hat Stil und passt zum Niveau der Veranstaltung. Vielleicht sieht man deshalb dort so viele atemberaubende Kostüme von historischen Kleidern über duftendes Leder bis hin zu hautengen Latexoutfits.
Das Publikum ist international. Sogar Gäste aus den USA, Australien und Neuseeland wurden dort schon begrüßt. Es schadet also nichts, sein Englisch vor dem Besuch etwas aufzupolieren. ;)
Na? Neugierig geworden? Am 6. März diesen Jahres findet die nächste exklusive SM-Party statt. Vielleicht schaut Ihr sie Euch ja an und berichtet uns davon.

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Was ist eigentlich ein Dominakuss?

Erstellt in SM Praktiken & Spiele von rabenweiß am 9.Februar 2010

DominaWer schon einmal die Dienste einer Domina oder eines Dominus genießen durfte, oder die “Menükarten” eines Studios durchblättert hat, ist vielleicht schon über den Dominakuss gestolpert. Dabei handelt es sich nicht um einen Kuss im klassischen Sinne, also nicht gleich aufjubeln, denn dies ist eine Praktik, die vielleicht nicht jedem liegt.

Der Dominakuss wird als eine Art der Belohnung eingesetzt. Der oder dem Sub oder Sklave/in wird von der Domina in den geöffnetem Mund gespuckt, ohne das sich die Lippen berühren. Wie bei allen Spielarten gibt es natürlich auch hier jede Menge Variationen und so ist es jedem überlassen, was er wie praktiziert. Bei zusammenlebenden Paaren kann dies durchaus anders aussehen, als bei dem Besuch in einem Domina-Studio. Übrigens ist dies nur eine kleine Fassette des Spittings, wie das Anspucken im Jargon auch genannt wird. Beim Spitting wird je nach Lust z.B. gegen die Klitoris, den Anus, Penis oder die Brust gespuckt. Das sollte jedem klar machen, welchen Stand er in einer Session inne hat ;-)

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Leopold von Sacher-Masoch: Seine Kindheit und Jugend

Erstellt in Bizarr von A bis Z von Christine am 25.Januar 2010

Portrait: Sacher MasochLeopold von Sacher-Masoch, nach dem der Psychologe Richard von Krafft-Ebing den Masochismus benannte, wurde am 27. Januar 1836 in Lemberg, in Galizien, der heutigen Ukraine, in eine Familie geboren, die von Slowenen, Spaniern und Böhmern abstammt. Seine Mutter Charlotte von Masoch war eine polnische Adelige, sein Vater Leopold Sacher war Hofrat und Polizeipräsident von Lemberg, dem heutigen Lwiw oder Lwow. Der kleine Leopold wurde im großbürgerlichen Haushalt stets von Gouvernanten und Dienstboten umsorgt. Auch seine Lust am Leiden führt er später in biographischen Schriften auf seine Kindheit zurück. Als Neunjähriger versteckte er sich im Schrank seiner Tante und beobachtete sie beim Seitensprung. Als die Tante den kleinen Spanner entdeckt, wird sie wütend und züchtigt ihn.

Später zog die Familie erst nach Prag und von dort nach Graz. In der österreichischen Stadt studierte er Jura, Geschichte und Mathematik. Im Jahr 1856, im Alter von 19 Jahren, schloss er sein Studium der Geschichte und Philosophie mit der Promotion ab. Die Promotion so junger Studenten war damals allerdings nicht ungewöhnlich, sondern weit verbreitet. Noch im selben Jahr habilitierte er in Geschichte und wird mit 20 Jahren Privatdozent an der Universität. Ab 1860 war er dann als Professor für Geschichte in Lemberg tätig.

Mehr über den recht unbekannten Namenspaten des Masochismus und seine schriftstellerische Laufbahn erzähle ich Euch das nächste Mal…

Weitere Blogbeiträge zu Leopold von Sacher-Masoch.

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