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Leopold von Sacher-Masoch: Sein öffentliches Leben

Erstellt in Bizarr von A bis Z von Christine am 4.Februar 2010

Symbolfoto: sexuelle DemütigungNach seiner Tätigkeit als Professor für Geschichte an der Lemberger Universität wandte sich Sacher-Masoch der Schriftstellerei zu. Er verfasste Romane und meist folkloristische Novellen. Neben seinem eigenen Namen schrieb er auch unter den Pseudonymen Charlotte Arand und Zoe von Rodenbach. Die Schriften des Erfolgsautors waren teils als exotische, immer spannende, ja sogar als moralische Lektüre beliebt.

Victor Hugo, Émile Zola und auch Henrik Ibsen gehörten zu den Bewunderern Sacher-Masochs. Ludwig II. von Bayern fühlte aufgrund der Romane eine Art von Seelenverwandtschaft zum Autor der Stücke. Bekannt war Sacher-Masoch vor allem wegen seiner Phantasie und der Schreibkunst, triebhaftes Schmerz- und Unterwerfungsverlangen ästhetisch zu formulieren. Das heute bekannteste Werk des Autors ist die „Venus im Pelz“.
Im Jahr 1886, auf dem Gipfel seines Ruhmes, wurde Sacher-Masoch in Paris vom Figaro und der angesehenen Revue de Deux Mondes gefeiert. Ihm wurde darüber hinaus ein Orden verliehen.

Seine sozialreformerischen Ideen versuchte er in die Wirklichkeit umzusetzen, indem er den “Oberhessischen Verein für Volksbildung” initiierte. Neben seinen fantastischen Werken, stand Sacher-Masoch also auch sehr wohl auf dem Boden der Tatsachen und ging die realen Probleme seiner Zeit an.

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Leopold von Sacher-Masoch: Seine Kindheit und Jugend

Erstellt in Bizarr von A bis Z von Christine am 25.Januar 2010

Portrait: Sacher MasochLeopold von Sacher-Masoch, nach dem der Psychologe Richard von Krafft-Ebing den Masochismus benannte, wurde am 27. Januar 1836 in Lemberg, in Galizien, der heutigen Ukraine, in eine Familie geboren, die von Slowenen, Spaniern und Böhmern abstammt. Seine Mutter Charlotte von Masoch war eine polnische Adelige, sein Vater Leopold Sacher war Hofrat und Polizeipräsident von Lemberg, dem heutigen Lwiw oder Lwow. Der kleine Leopold wurde im großbürgerlichen Haushalt stets von Gouvernanten und Dienstboten umsorgt. Auch seine Lust am Leiden führt er später in biographischen Schriften auf seine Kindheit zurück. Als Neunjähriger versteckte er sich im Schrank seiner Tante und beobachtete sie beim Seitensprung. Als die Tante den kleinen Spanner entdeckt, wird sie wütend und züchtigt ihn.

Später zog die Familie erst nach Prag und von dort nach Graz. In der österreichischen Stadt studierte er Jura, Geschichte und Mathematik. Im Jahr 1856, im Alter von 19 Jahren, schloss er sein Studium der Geschichte und Philosophie mit der Promotion ab. Die Promotion so junger Studenten war damals allerdings nicht ungewöhnlich, sondern weit verbreitet. Noch im selben Jahr habilitierte er in Geschichte und wird mit 20 Jahren Privatdozent an der Universität. Ab 1860 war er dann als Professor für Geschichte in Lemberg tätig.

Mehr über den recht unbekannten Namenspaten des Masochismus und seine schriftstellerische Laufbahn erzähle ich Euch das nächste Mal…

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