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Formicophilie – Insekten auf der Haut

Erstellt in Fetisch-Welt von Naughty Nadja am 3.Dezember 2010

FormicophilieEs gab vor ein paar Jahren eine Tatort-Folge, in der ein – zugegeben krimineller – Charakter es erregend fand, sich für den Sex eine Art Zelt zu bauen und dieses mit Schmetterlingen zu befüllen, die ihm dann während des Liebesspiels (angezogen vom salzigen Schweiß) auf der Haut herum kriechen sollten. Nun liebe Leute, damit sind wir auch schon mittendrin im Thema Formicophilie (von lat.: Formica = Ameise), denn bei dieser zugegeben nicht sehr verbreiteten Form der Zoophilie, geht es um die sexuelle Vorliebe für Insekten jeder Art.

Genauer gesagt liegt der Reiz darin, die jeweiligen Insekten (z.B. eben Ameisen oder Schmetterlinge) auf der nackten Haut herumkrabbeln oder daran saugen zu lassen, was für Liebhaber schon allein durch das kitzelige Gefühl als erregend empfunden wird. Insbesondere das Setzen von Insekten (auch größeren) direkt auf die Genitalien oder erogenen Zonen ist bei praktizierenden Formicophilen sehr beliebt – es soll sogar welche geben die sich Anus, Vagina oder sogar Harnröhre mit einem Spreizer öffnen und die Insekten dann hinein krabbeln lassen.  Außer dem erregenden Kitzeln spielt aber wie bei so vielen Fetischen wohl auch hier das Spiel mit dem Ekel oder der Erniedrigung des submissiven Partners eine entscheidende Rolle. So kann es für den dominanten Part in einer S/M-Beziehung z.B. durchaus sehr erregend sein, dabei zuzusehen, wie der Partner sich vor Ekel und Angst windet, wenn man ihm gegen seinen Willen ein Insekt auf den Körper setzt.

Aber Achtung: Wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist, sollte nicht gleich anfangen, mit Vogelspinnen oder giftigen Insekten herumzuexperimentieren, sondern sich zunächst fachmännischen Rat einholen. Und zu guter Letzt darf natürlich auch der Tierschutz nicht zu kurz kommen, denn auch wenn die meisten Menschen sich vor den kleinen Krabbeltierchen ekeln und diese noch so klein und unscheinbar sind – auch sie können Schmerz empfinden und leiden, wenn man sie nicht richtig behandelt.

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Die Lust an Tieren – Zoophilie

Erstellt in Fetisch-Welt von Miss Passion am 26.April 2010

Altindisches ReliefDass Lust nicht immer mit gewöhnlichem erotischem Zusammensein zweier Menschen zu tun hat, sondern auch mal extremere Handlungen oder ungewöhnlichere Methoden mit sich bringt, berichtete Christine nicht zuletzt in ihrem Artikel über die Lust an der Todesangst.

Eine weitere Art sexuelle Befriedigung durch anderes als einen menschlichen Partner zu erlangen, ist die sogenannte Zoophilie (früher auch als Sodomie betitelt). Dabei geht es darum (wie es sich schon vom Namen ableiten lässt), sich zu Tieren hingezogen zu fühlen und/oder sexuelle Handlungen mit ihnen durchzuführen. Meist bleibt es jedoch bei der Erregung durch Berührungen oder dem bloßen Anschauen, da Mensch und Tier sexuell nicht zusammenpassen. Berührungen können dabei Berührungen der Tiere und/oder ihrer Geschlechtsorgane sein. Aber auch Schmusen und sich (ab)lecken zu lassen fallen darunter. Die Schoßhunde der Damen etwa hatten in früheren Epochen auch eine solche “Aufgabe”. Aber auch die Erregung durch das Zuschauen bei sexuellen Handlungen zwischen Tieren, der prickelnde Reiz, Tieren bei der Masturbation zuzuschauen, oder die bloße Fantasie, mit einem Tier Sex zu haben, fallen unter den Begriff “Zoophilie”.

Diese doch eher ungewöhnliche Art und Weise der Zuneigung für Tiere galt früher als pervers, heute stehen etwa 2% der Menschen zu ihrer außergewöhnlichen Tierliebe. Männer machen dabei etwa doppelt so häufig einschlägige Erfahrungen wie Frauen. Die Betroffenen sprechen jedoch nicht von Zoophilie sondern von Zoosexualität und nennen sich selbst kurz “Zoos”.

Neu ist die Lust am Tier allerdings nicht. Schon antike Künstler schufen zoophile Werke und Kulte beinhalteten erotische Handlungen mit Tieren, wie etwa der Bockskult von Mendes. Auch aus dem alten Indien und aus Nepal sind kultische Fruchtbarkeitshandlungen mit Tieren bekannt.  Ebenso gibt es auch aus Afrika Belege, dass dort ebenfalls verschiedenste Tierkontakte unter kultischen oder abergläubischen Gesichtspunkten stattfanden. Und auch wenn die Zoophilie zumindest im christlichen Abendland und in der muslimischen Welt unter strengster Strafandrohung verboten war, frönten ihr doch Menschen aller Epochen.

Zoophile Darstellungen gibt es sowohl in der Kunst als auch in der Literatur, etwa in der Geschichte “Die Königstochter und der Affe” aus “Tausendundeiner Nacht” oder in Joyce Mansurs “Julius Cäsar”. Beide Literaturstücke zeichnen dabei das Bild einer erotischen Leidenschaft zwischen Menschen und ihren nächsten Anverwandten, den Affen.  Die zoophile Kunst zieht sich durch alle Epochen und alle Kontinente und zeigt verschiedenste Tiere. Mal hat sie kultischen, mal abergläubischen Charakter mal ist sie reiner Selbstzweck.

Die Meinungen über die Zoophilie gingen schon immer sehr weit auseinander. Zu allen Zeiten gab und gibt es Anhänger und Gegner der verschiedensten Praktiken, genauso wie es bis heute mit Strafe belegt ist, teilweise sogar mit der Todesstrafe. So ist es nicht verwunderlich, dass auch die Diskussionen in Internetforen oft sehr heftig geführt werden.

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