Es gab vor ein paar Jahren eine Tatort-Folge, in der ein – zugegeben krimineller – Charakter es erregend fand, sich für den Sex eine Art Zelt zu bauen und dieses mit Schmetterlingen zu befüllen, die ihm dann während des Liebesspiels (angezogen vom salzigen Schweiß) auf der Haut herum kriechen sollten. Nun liebe Leute, damit sind wir auch schon mittendrin im Thema Formicophilie (von lat.: Formica = Ameise), denn bei dieser zugegeben nicht sehr verbreiteten Form der Zoophilie, geht es um die sexuelle Vorliebe für Insekten jeder Art.
Genauer gesagt liegt der Reiz darin, die jeweiligen Insekten (z.B. eben Ameisen oder Schmetterlinge) auf der nackten Haut herumkrabbeln oder daran saugen zu lassen, was für Liebhaber schon allein durch das kitzelige Gefühl als erregend empfunden wird. Insbesondere das Setzen von Insekten (auch größeren) direkt auf die Genitalien oder erogenen Zonen ist bei praktizierenden Formicophilen sehr beliebt – es soll sogar welche geben die sich Anus, Vagina oder sogar Harnröhre mit einem Spreizer öffnen und die Insekten dann hinein krabbeln lassen. Außer dem erregenden Kitzeln spielt aber wie bei so vielen Fetischen wohl auch hier das Spiel mit dem Ekel oder der Erniedrigung des submissiven Partners eine entscheidende Rolle. So kann es für den dominanten Part in einer S/M-Beziehung z.B. durchaus sehr erregend sein, dabei zuzusehen, wie der Partner sich vor Ekel und Angst windet, wenn man ihm gegen seinen Willen ein Insekt auf den Körper setzt.
Aber Achtung: Wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist, sollte nicht gleich anfangen, mit Vogelspinnen oder giftigen Insekten herumzuexperimentieren, sondern sich zunächst fachmännischen Rat einholen. Und zu guter Letzt darf natürlich auch der Tierschutz nicht zu kurz kommen, denn auch wenn die meisten Menschen sich vor den kleinen Krabbeltierchen ekeln und diese noch so klein und unscheinbar sind – auch sie können Schmerz empfinden und leiden, wenn man sie nicht richtig behandelt.

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Dass Lust nicht immer mit gewöhnlichem erotischem Zusammensein zweier Menschen zu tun hat, sondern auch mal extremere Handlungen oder ungewöhnlichere Methoden mit sich bringt, berichtete Christine nicht zuletzt in ihrem Artikel über die 