6 Gründe, warum ein Mann die Lust auf Sex verlieren kann

Mann kein Lust auf Sex - Symbolfoto

Am Anfang war alles ganz toll. Sie waren frisch verliebt und fummelten ständig aneinander herum. Sehr oft, in ihren Augen manchmal fast schon zu oft, landeten sie dann in der Kiste. Wenn sie seinen aufgerichteten „Schwanz“ sah, fühlte sie sich begehrt und gewollt. Das war wunderbar und gleichzeitig sehr erregend. Später wurde es langsam weniger. Alles ganz normal, dachte sie da noch. So ist das eben mit der Lust. Je länger man zusammen ist, desto mehr verwandelt sie sich in das beständige Gefühl der Liebe. Schließlich kamen der Umzug in eine gemeinsame Wohnung, die ersten schweren Zusammenstöße, ein Kind und sein beruflicher Aufstieg, während sie zuhause blieb.

Wenn aus Verliebtheit Liebe wird - Symbolfoto

Wenn aus Verliebtheit Liebe wird …

Sie schliefen immer seltener miteinander. Das zweite Kind kam. Am Abend wurde es immer später bei ihm, schließlich war er jetzt Chef einer ganzen Abteilung. Die finanzielle Situation hätte kaum besser sein können. Aber sie fühlte sich allein und zurück gelassen. Sie fing an, ihn zu bedrängen, auch sexuell. Und dabei zog er sich immer mehr zurück, bis hin zur völligen Teilnahmslosigkeit.

Nun sitzt sie da und fragt sich, was passiert ist. Findet er sie nicht mehr attraktiv? Hat er eine andere Frau? Dass ein Mann, ganz besonders ihr Mann, einmal keine Lust auf Sex mehr haben könnte, hätte sie sich niemals vorstellen können. Wie so viele dachte auch sie, dass ein Mann doch immer will. Und immer kann. Auch er selber fragt sich das. Was ist nur los mit ihm? Früher wollte er doch auch immer.

Das Vorurteil von der männlichen Dauerlust

Männer können immer, Männer wollen immer. Das ist ein gängiges Vorurteil über männliche Lust, leider nicht unbedingt zum Vorteil des Mannes. Denn nicht selten soll damit auch ausgedrückt werden: „Hej, Männer wollen ja doch nur das Eine!“ Aber nicht nur Frauen denken so. Auch Männer selber haben dieses Bild von sich. Es erscheint männlich, immer bereit zu sein und immer zu funktionieren. In der Pubertät ist es ja auch das, was Jungen oft erleben. Überflutet von Hormonen scheint ihr Körper regelrecht zu überfunktionieren: Schon der leiseste Gedanken an etwas auch nur entfernt Sexuelles lässt die Erregung durch den Körper schießen. Und das auch noch direkt ins Genital. So ungünstig die Situation auch sein mag. Das kennt vermutlich der eine oder andere Leser aus eigener Erfahrung.

Und dann kommt plötzlich der Moment, in dem die Lust einfach ausbleibt. Ein erstes Mal, ein zweites Mal, ein drittes Mal. Panik steigt auf. Das kann doch gar nicht sein, Männer können und wollen doch immer! „Was stimmt nicht mit mir?“ fragen sie sich. „Was stimmt nicht mit ihm?“ kommt von der anderen Seite der Beziehung. Schließlich hat es doch bisher alles so einwandfrei geklappt.

Lust, Sex, Liebesspielzeug und Älterwerden

Von Lust, Sex, Liebesspielzeug und Älterwerden

Leistungsdruck steht im Gegensatz zur Lust

Dieses beiderseitige Unverständnis hat viel mit unserer heutigen Sichtweise von Leistung zu tun. In einer Welt, in der wir immer funktionieren müssen, sei es privat oder beruflich, scheint auch die Lust immer verfügbar sein zu müssen. Müssen. Etwas sein zu müssen oder etwas leisten zu müssen, steht jedoch im puren Gegensatz zur Lust. Wenn wir etwas müssen, vergeht uns die Lust schneller als sie gekommen ist. Dieser permanente Leistungsdruck und der hohe Anspruch an uns selbst führen jedoch nicht nur dazu, dass die Lust als solche verschwindet. Das führt auch dazu, dass unser Körper permanent unter Druck steht.

Auch männliche Lust ist abhängig von den Lebensumständen

Von weiblicher Lust wird oft gesagt, sie sei wankelmütig und störanfällig. Aber auch die männliche Lust ist nicht wie der Fels in der Brandung. Sie ist vielmehr wie der Baum, der sich im Wind bewegt, mal stärker, mal schwächer. Der Baum, der sich im Verlauf der Jahreszeiten verändert, der im Herbst seine Blätter verliert, von Schnee bedeckt ist und sich im Frühling wieder neu entfaltet. Der eingeht, wenn wir ihm die Nährstoffe entziehen, der vom sauren Regen vergiftet wird. Und der sich sogar noch als kleiner Trieb aus einem abgesägten Stamm wieder durchkämpft, wenn wir ihm die Chance dazu geben.

Treten wir auch der männlichen Lust etwas verständnisvoller gegenüber. Bevor wir in Panik ausbrechen, sollten wir einmal etwas genauer schauen, was hinter dem Problem stecken könnte. Denn ganz genau wie bei dem Baum gibt es viele verschiedene Ursachen dafür, wenn einem Mann die Lust abhanden kommt. Lust „funktioniert“ nicht einfach. Schließlich macht unser Alltag nicht Halt vor unserer Sexualität. Ganz im Gegenteil. Er ist eng verwoben mit unserer Lust, unserem Erleben und unserer Genussfähigkeit. Aber das müssen wir uns erst einmal bewusst machen.

Wenn Ihr also einen Partner habt oder selber ein Mann seid, der gerade keine Lust hat, schaut doch einmal, ob etwas von den hier aufgezählten Gründen auf ihn oder auf Euch zutrifft:

Sex wirkt sich positiv auf das Arbeitsleben aus - Symbolfoto

Sex wirkt sich positiv auf die Arbeit aus

1. Stress und Druck verursachen eine körperliche Anspannung

Wenn Euer Partner im Job unter ständiger Anspannung steht und über- oder auch unterfordert ist, Ihr Euch mit finanziellen Sorgen oder mit Beziehungsproblemen herumschlagt, kann ihm die Lust auf Sex schon vergehen. Dabei geht es gar nicht nur um die Gedanken, die vielleicht um ein bestimmtes Thema kreisen und eine erotische Stimmung nicht zulassen. Auch der Körper spielt dabei eine wichtige Rolle. Denn dieser ist jetzt besonders angespannt und innerlich fast schon steif. Wir alle verlieren dabei das Gefühl für unseren Körper.

Ich habe eine kleine Übung für Euch, die das verdeutlichen soll. Ihr könnt dabei sitzen oder auch stehen:

  1. Spannt alle Muskeln des Körpers ganz fest an.
  2. Zieht Euer Gesicht wie beim Probieren einer sauren Zitrone zusammen.
  3. Ballt die Hände zu Fäusten.
  4. Drückt die Arme fest an den Körper.
  5. Spannt den Bauch und den Beckenboden ganz stark an.
  6. Presst die Beine und Füße gegen den Boden.

Wie fühlt sich das an? Könnt Ihr dabei Lust empfinden? Das wird vermutlich schwierig. Denn für Lust brauchen wir eine gewisse Geschmeidigkeit, damit die Erregung fließen kann. Versucht, Euren Partner mit einer Massage zu entspannen. Klopft, streichelt, streicht über seine Haut, bis er sich entspannt und sich wieder besser spürt.

Und für Euch Männer: Macht Euch die körperliche Anspannung bewusst, wenn Ihr unter Stress und Druck steht. Sorgt für einen Ausgleich. Progressive Muskelentspannung, autogenes Training, Meditation oder Yoga sind nicht nur etwas für Frauen!

Über Sex reden - Symbolfoto

Über Sex reden – eigentlich ganz einfach

2. Nicht ausgelebte sexuelle Wünsche blockieren

Nach der heißen Anfangsphase treffen sich viele Paare im Bett beim kleinsten gemeinsamen Nenner. Man hat ja so langsam herausgefunden, was den anderen erregt und dann wird das Programm so auch abgespult. Wenn bis dahin nicht über das gesprochen wurde, was er oder sie noch gern hätte, wird es schwer. Es ist ohnehin nicht einfach, über sexuelle Wünsche zu sprechen. Die einen haben Angst, den anderen zu verlieren, zu schockieren oder zu verletzen. Und die anderen wissen noch nicht einmal selber, was sie wirklich wollen. Wenn ich aber nicht auslebe, was mir WIRKLICH Spaß macht, wenn ich es verdränge oder mich immerzu danach sehne, wie soll ich dann dauerhaft Lust auf Sex haben? Und das gilt für Männer wie auch für Frauen.

Deshalb: Ran an den Speck! Raus damit! Butter bei die Fische!

  • Fragt Euren Partner, was er sich wünscht.
  • Seid offen, hört es Euch an und überlegt Euch, wie und was Ihr davon umsetzen könnt.

Oder hat er es Euch vielleicht sogar schon mitgeteilt oder gezeigt und Ihr habt ihm die kalte Schulter gezeigt? Wie würde es sich anfühlen, wenn er sich Euch gegenüber so verhalten würde, Euch so abblitzen lassen würde? Aber selbst wenn Ihr Euch auf keinen Fall darauf einlassen könnt, versucht, ihn damit zu akzeptieren. Liebt ihn für seinen Mut und seine Ehrlichkeit.

Und für die Männer, die sich jetzt fragen, wie sie es anstellen sollen: Ihr müsst ja nicht gleich das volle Programm einfordern. Überlegt Euch, wie Ihr in kleinen Schritten dahin kommt. Und verpackt es in Ich-Botschaften: „Ich wünsche mir, dass du Dir mit mir zusammen einen Film über wasauchimmer anschaust, dass Du Dich für mich in schöne Dessous kleidest.“ Seid dabei so konkret wie möglich. Und erklärt, warum Ihr das möchtet. Wir Frauen wollen ja immer wissen, was Ihr denkt und was Ihr fühlt.

Verursacht die Antibabypille Depressionen

Verursacht die Pille Depressionen?

3. Depressionen und Medikamente haben lusthemmende Nebenwirkungen

Wie geht es Eurem Partner gesundheitlich? Ist da alles chico? Oder gibt es doch die eine oder andere erwähnenswerte Angelegenheit? Volkskrankheit Nummer Eins ist die Depression und betrifft nicht nur Frauen. Aber gerade Männer können sich ganz Probleme nur sehr schwer eingestehen. Sie haben schließlich keine, schon gar keine psychischen …

Eine Depression jedoch führt zu verschiedenen vegetativen Symptomen wie Appetitlosigkeit, Müdigkeit, Ein- und Durchschlafstörungen oder Druck auf der Brust. Das allein würde ja schon ausreichen, der Lust auf Sex den Garaus zu bereiten. „Libidoverlust“ ist aber zudem ein eigenes Symptom. Die Lustlosigkeit steht also im großen Zusammenhang mit einer seelischen Erkrankung und ist ein Symptom unter vielen. Deshalb geht es hier auch nicht darum, die Lust einzeln wiederzubeleben, sondern dem Mann aus seinem kompletten emotionalen Tief herauszuhelfen. Wenn die Lebenslust wieder kommt, kann sich auch die Lust auf Sex entfalten.

Und wie kommt die Lebenslust wieder? Je nach Schweregrad der Depression hilft eine Psychotherapie mit oder ohne unterstützende Medikamente. Apropos Medikamente: Es gibt eine ganze Reihe von Arzneimitteln, die als Nebenwirkung Lustlosigkeit hervorrufen, so wie die Pille bei Frauen. Deshalb ist es sinnvoll, wenn Euer Partner dies mit dem Arzt oder der Ärztin bespricht.

4. Was macht der Testosteronspiegel?

Und wenn er das schon bespricht, kann er auch gleich seinen Testosteronspiegel checken lassen. Denn dieser kann ab dem 35. Lebensjahr bei Männern sinken – bei den einen mehr, bei den anderen weniger. Er kann sich auch Jahrzehnte auf seinem ursprünglichen Niveau halten. Das ist also soweit alles ganz normal. Nur spielt ausgerechnet dieses Hormon eine entscheidende Rolle bei der Entstehung von Lust. Sowohl bei Männern als auch bei Frauen. Und tatsächlich hält Prof. Dr. Frank Sommer vom UKE in Hamburg den sinkenden Testosteronspiegel für einen Hauptgrund bei Lustlosigkeit von Männern.

Nun kann man dem Problem vielleicht mit der medikamentösen Zugabe von Testosteron beikommen. Aber vielleicht geht es auch einfacher. Denn Sommer empfiehlt in einem Interview mit dem Focus

  • Krafttraining
  • Sprinttraining
  • oder Intervallläufe im Wald,

um dadurch den Testosteronspiegel zu erhöhen. Auch seien

  • „moderater Ausdauersport, der eine Kombination aus Bewegung, Entspannung, verbesserter Durchblutung und Sauerstoffversorgung – auch der Sexualorgane – bietet, etwa Joggen, Nordic Walking oder ähnliches“ bestens geeignet.

Und Sommer kennt sich damit aus, denn er ist nicht nur Androloge und Urologe, sondern auch Sportmediziner.*

Wo wir gerade dabei sind: Fehlende Bewegung kombiniert mit Alkohol, Zigaretten, Drogen oder sonstiger ungesunder Lebensumstände trägt sicherlich auch nicht zu einer lustfördernden körperlichen Konstitution bei.

Keine Lust mehr auf den Partner?

4 Tipps gegen Flaute im Bett

5. Lustlosigkeit kann ein Vermeidungsverhalten sein

Seid Ihr schon einmal in einer ganz besonders wichtigen Sache gescheitert? Zum Beispiel bei einer wichtigen Prüfung? Oder bei einem Heiratsantrag? Seid Ihr vom Friseurbesuch mit einer völligen Fehlinterpretation Eurer Wünsche nach Hause gekommen? Dann gehe ich davon aus, dass Ihr beim nächsten Mal schon sehr viel vorsichtiger wart. Vielleicht habt Ihr die Sache auch gleich gecancelt.

Und jetzt stellt Euch vor, Euer Partner hatte ein erotisches Missgeschick. Ihr habt ihn abgewiesen oder seine Erektion hat nicht mitgespielt. Es gibt Kämpfernaturen, denen das nichts ausmacht. Die denken nicht weiter darüber nach und versuchen ihr Glück bei der nächsten Gelegenheit. Aber andere ziehen sich zurück aus Angst, es könnte sich wiederholen. Und dabei haben sie so viele verschiedene Gedanken im Kopf:

  • Vielleicht glauben sie, erfahrener sein zu müssen als ihre Partnerin. Und wenn dann einmal etwas nicht klappt, befürchten sie, ihr Gesicht zu verlieren.
  • Vielleicht steigern sie sich so weit in die Angst hinein, dass sie ernsthafte Erektionsprobleme bekommen.
  • Vielleicht denken sie, nur Geschlechtsverkehr sei echter Sex und wenn der nicht geht, dann bräuchten sie gar nicht erst anzufangen.

Zeigt Eurem Partner, was Sex für Euch bedeutet. Erklärt ihm, warum Ihr neulich nicht wolltet. Lag es an ihm? Kam er nur im falschen Moment? Gab es etwas, worüber Ihr Euch gerade geärgert hattet? Über Sexuelles zu sprechen, kann Euch in eine ganz neue Vertrautheit bringen.

6. Die inneren Glaubenssätze erkennen

Als letzten Punkt möchte ich noch die inneren Glaubenssätze erwähnen. Das sind die Vorstellungen, die uns unsere Eltern, die Gesellschaft oder unsere Religion über Sex und Sexualität vermittelt haben. Es sind auch die Erfahrungen, die wir im Laufe unseres Lebens gesammelt haben. Nicht alle Glaubenssätze und Erfahrungen sind positiv. Vielleicht ist Euer Partner sehr streng erzogen worden. Möglicherweise hat er nicht gelernt, seinen Körper zu bewohnen, seine Lust zuzulassen. Eventuell hat er unbewusst ein negatives Bild des anderen Geschlechts übernommen, fühlt sich schnell ausgebeutet oder ausgenutzt. Vielleicht ist ihm auch etwas Schlimmes passiert. Und dann kann er das, was er vielleicht auch will, gar nicht richtig zulassen.

Es ist nicht einfach, diese Glaubenssätze aufzuspüren. Wenn Ihr der Sache auf den Grund gehen möchtet, braucht Ihr Fingerspitzengefühl und viel Einfühlungsvermögen. Vor allem muss Euer Partner bereit sein, sich zu öffnen. Männer glauben ja gern, dass ihnen nichts etwas anhaben kann. Aber Gefühle bahnen sich ihren Weg. Und auch hier kann das gemeinsame Gespräch eine neue Form der Verbindung zwischen Euch schaffen.

Gebt der Lust eine Chance

Denkt bitte immer daran: Wenn Euer Partner keine Lust auf Sex hat, dann bedeutet das nicht gleich, dass er Euch nicht mehr attraktiv findet oder eine andere Person in sein Leben getreten ist. Schaut gemeinsam und vor allem ohne Druck, was dahinter stecken könnte. Geht die Punkte im Einzelnen durch. Und wenn Ihr gar nicht mehr miteinander reden könnt, solltet Ihr erst einmal anfangen, Euch wieder anzunähern. Auch das ohne Druck und ohne Forderungen zu stellen.

Bildquelle: © Hugo Félix, © drubig-photo, © JPC-PROD, © Maridav / fotolia.com, *Focus.de


'6 Gründe, warum ein Mann die Lust auf Sex verlieren kann' hat 15 Kommentare

  1. 16. Juni 2017 @ 21:04 Elfentochter

    Ein sehr guter Beitrag! Ein paar Sachen wusste ich ja schon von einem Ratgeberbuch her aber, dass ein oder zwei Sachen wusste ich auch nicht. Und das Dumme ist ja auch, dass Leute unterschiedlich mit Stress umgehen. Von daher, wirklich hilfreicher Denkansatz. 🙂

  2. Sexpertin Anja Drews

    20. Juni 2017 @ 16:10 Anja Drews

    Liebe Elfentochter,

    vielen Dank für Deinen Kommentar! Ja, das stimmt wohl, wir gehen alle unterschiedlich mit Stress um. Und die Auswirkungen auf unsere Gesundheit, unseren Körper, unsere Psyche sind dabei auch sehr verschieden. Lustlosigkeit kann ein Ausdruck dafür sein, dass uns alles über den Kopf wächst. Schlafstörungen oder psychosomatische Beschwerden könnten andere Anzeichen sein.

    Liebe Grüße
    Anja

  3. 10. Juli 2017 @ 14:32 Analsie

    Ein interessanter Artikel. Bei meinem Mann ist beruflicher Streß der Lustkiller schlechthin. Oder privater Ärger über irgendwas – da läuft nix. Ok, ich weiß das und nehme es so hin. Für was gibt es Selbstbefriedigung?
    Gerade erst gestern hatte „er“ Lust, obwohl ich eigentlich noch wegen etwas schmollte. Sollte ich deshalb auf Sex verzichten? Ich entschied mich dafür, das Vorspiel zu genießen. Auf Blasen musste er verzichten, ein bisschen Strafe muss sein. Obwohl ich das eigentlich gerne mag, ihn richtig scharf zu machen. Natürlich ging es dann beim eigentlichen Akt ganz schnell, kein Wunder nach der Enthaltsamkeit seit 2-3 Wochen.
    Aber ich glaub, Frauen machen sich da wesentlich mehr Gedanken.

    Ich wär neugierig, wie ihr das handhabt, wenn Probleme noch nicht gelöst sind. Habt ihr trotzdem Lust auf Sex?

  4. Sexpertin Anja Drews

    11. Juli 2017 @ 08:55 Anja Drews

    Liebe Analsie,

    ich musste gerade lachen, als ich den Satz „Ein bisschen Strafe muss sein“ las. Da sitzt wohl ein kleiner Teufel auf Deiner Schulter 🙂 Aber warum nicht? Solange Du Dir dessen bewusst bist, ist das ja kein Problem. Du weisst, was Du willst und was deinem Mann gefällt. Und offensichtlich habt Ihr lange genug gewartet. Und wie war es hinterher? Habt Ihr Euch durch den Sex wieder endgültig ausgesöhnt? Oder blieb noch etwas nach? Und ich bin auch gespannt auf weitere Kommentare von den Lesern und Leserinnen zu Deiner Frage.

    Liebe Grüße
    Anja

  5. 14. Juli 2017 @ 23:57 Analsie

    Liebe Anja,
    Ich musste jetzt auch lachen, wegen dem kleinen Teufel. Natürlich sind die Probleme noch da und deshalb auch die Unstimmigkeiten nicht beseitigt. Aber trotzdem hat mir der Sex gut getan und ich bereue deshalb nichts. Mit den Waffen einer Frau kämpfen, man kann da schon manches erreichen. Da gibt es schon einen Unterschied zwischen lieb sein und besonders lieb sein 😉 . Ich bin mir nur nicht sicher, ob er meine Zurückhaltung richtig deutet. Ich bin über seine Äußerungen immer noch enttäuscht, da muss er noch eine Weile auf besondere Behandlung (oral) verzichten. Er kann sich ja Mühe geben, mich wieder zu versöhnen. Danach wird er es besonders schätzen.
    In der Zwischenzeit hilft mir Dildo, Vibrator, Plug meine Lust zu befriedigen.
    Mädels, erzählt, macht ihr es auch so, wenn es nicht so gut läuft?

  6. Sexpertin Anja Drews

    17. Juli 2017 @ 09:55 Anja Drews

    Liebe Analsie,

    Du schreibst, dass Du Dir nicht sicher bist, ob er Deine Zurückhaltung richtig deutet. Das mit dem Deuten sehe ich als schwierig an. Denn es kann sein, dass ihm das entweder gar nicht weiter auffällt oder er keine Idee davon hat, dass Du das mit mehr oder weniger Absicht machst. Womöglich hat er die Meinungsverschiedenheit auch schon gar nicht mehr im Sinn und wundert sich über Deine Zurückhaltung. Am Ende bestrafst Du Dich nur selber, denn Lust hast Du ja ganz offensichtlich. Vielleicht ist es eine Möglichkeit, jetzt mit etwas Abstand noch einmal darüber zu sprechen.

    Liebe Grüße
    Anja

  7. 1. August 2017 @ 23:48 Analsie

    Liebe Anja,
    Ich glaube, mit deiner Vermutung hast du Recht. Ich denke auch, dass er meine Absicht gar nicht so wahrnimmt. Ich hätte die Woche drauf so richtig Lust auf alles gehabt. Aber wir waren nicht allein, deshalb lief nichts. Seit drei Wochen geht das nun so. Sehr frustrierend.
    Ich hätte große Lust, er ist krankheitsbedingt total erschöpft und hat keine Lust. Die Stimmung ist gereizt, obwohl wir nicht darüber sprechen.
    Mittlerweile denke ich, dass erst im Urlaub in einer Woche eine andere Stimmung aufkommt und dann werden wir hoffentlich wieder Sex haben.

  8. 3. August 2017 @ 23:22 Analsie

    Immer noch keine Annäherung. Mir bleibt nur mein Spielzeug, um meine Bedürfnisse zu stillen. Ich darf hier gar nicht zu lange lesen, erotische Lektüre macht mir so List auf Sex.

  9. Sexpertin Anja Drews

    4. August 2017 @ 08:16 Anja Drews

    Liebe Analsie,

    es ist doch gut, dass Dir das jetzt bewusst ist. Nur dann kannst Du auch entsprechend handeln.

    Du kennst das vielleicht selber. Wenn es Dir nicht so gut geht und jemand anders Ansprüche an Dich stellt, bist Du nicht in Geberlaune. Wenn Dein Mann so erschöpft ist, kannst Du ihm ja vielleicht ganz absichtslos etwas Gutes tun. Eine ausgiebige Streicheleinheit, ein warmes Bad, eine wohltuende Massage. Er wird es Dir bestimmt danken, wenn es ihm erst einmal wieder besser geht. Lass es langsam angehen. Und der Urlaub steht vor der Tür! Ich wünsche Euch alles Gute für die Zeit.

    Lieben Gruß,
    Anja

  10. 4. August 2017 @ 15:03 Analsie

    Danke Anja. Du hast wieder mal Recht. Anstatt auf seine Initiative zu warten, könnte ich ihn verwöhnen. Aber das fällt mir bei der schlechten Stimmung auch schwer. Eine verzwickte Lage. Ich bin mir sicher,der Urlaub wird uns beiden gut tun.

  11. 5. August 2017 @ 22:55 Analsie

    Liebe Anja,

    jetzt hab ich deinen Rat direkt angewandt. Es war grad eine etwas entspanntere Stimmung, erst ein bisschen herumgealbert und dann die Chance gleich genutzt. Er kam aus der Dusche mit erregtem Glied. Ich könnte natürlich nicht wiederstehen und hab ihn schön gestreichelt. Er hatte sofort gute Laune und wir knutschten rum. Wir waren wieder nicht allein und mehr als ein Quickie wäre nicht möglich gewesen. Mit einer kurzen Nummer wollte ich mich aber nicht begnügen. Aber seine Lust wollte ich etwas steigern, deshalb verwöhnte ich ihn ein bisschen oral, was er sichtlich genoß. Meine Erregung auf sein Fingerspiel war nicht zu überhören. Da wir nicht ertappt werden wollten, musste damit auch genug sein. Ich bin mir sicher, die nächste zweisame Möglichkeit wird genutzt. Wie einfach es doch ginge…. Spätestens im Urlaub wird das versäumte nachgeholt. Wir können es beide kaum erwarten.
    Du hast hoffentlich nichts dagegen, dass ich hier das alles so schreibe.

    😊Während ich das hier schreibe, er liest es natürlich nicht, hat er mich kurz dabei unterbrochen. Nach einem zärtlichen Gute-Nacht-Kuss waren wir beide sofort wieder Feuer und Flamme. Was soll ich sagen, wir liebten uns möglichst leise, zwar etwas kurz, aber voller Leidenschaft, in der Küche 😉 Das dürfte er gerne öfter wiederholen.

    Vielleicht liest ja der oder die eine oder andere meine Geschichte mit und ist in einer ähnlichen Situation. Dann macht auch den ersten Schritt und versöhnt euch. Es lohnt sich immer, für die Liebe zu kämpfen. 💕

  12. 6. August 2017 @ 15:01 Analsie

    Ich kann euch schon wieder etwas berichten 😀
    Am Morgen lag mein Mann so schön entspannt neben mir und streikte sich. Ich könnte nicht anders, fasste mal unter die Bettdecke, um seine Morgenerektion zu fühlen. Schön groß und fest. Ich schlüpfte unter die Decke und schenkte ihm einen kurzen Blowjob. Seine Lust war entfacht und wir genossen beide die Löffelchenstellung, weniger leidenschaftlich, trotzdem sehr beglückend. Wir mussten ja wieder leise sein.
    Innerhalb 12 Stunden zweimal schönen Sex. 👍 Ich war zufrieden und glücklich. Für einen Orgasmus hätte es etwas länger sein dürfen, deshalb holte ich unbemerkt meine Spielsachen im Bad heraus und bescherte mir noch eine Verlängerung. Danach war ich restlos zufrieden. Es läuft wieder.

  13. 8. August 2017 @ 09:58 Analsie

    Manchmal ist es besser auf die Worterkennung zu verzichten. Er streikte natürlich nicht, sondern er streckte sich. Ebenso könnte ich nicht nur, sondern konnte….. 😉

  14. 17. August 2017 @ 22:29 Analsie

    Ich berichte euch mal aus dem Urlaub. Gleich am ersten Nachmittag haben wir uns geliebt. Fast täglich befriedigen wir uns mit Spielzeug, Blowjob und heute (Menstruationsbedingt) sogar anal. Der Urlaub tut uns sehr gut. Weibliche Reize im Bikini machen möglich, wofür zuhause kaum Zeit bleibt.

  15. 23. August 2017 @ 13:51 Analsie

    Hallo. Der Urlaub ist leider schon wieder vorbei und der alltägliche Stress wieder da. Uns hat der Urlaub gut getan. Schöne Ausflüge, Entspannung und Ruhe. Wir hatten fast täglich schönen Sex und unseren Spaß. Ich bin voll aufkommen zufrieden. Analverkehr macht er eigentlich eher selten, aber diesmal sogar mehrmals. Schade, dass mit Kondom das Sperma so vergeudet wird. Ich liebe es, nach der Ejakulation schön nass zu sein.
    Jetzt braucht er erst einmal Erholung. Ich hoffe ja, dass wir auch im Alltag öfter Zeit für uns haben.


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