Komm entspannt – Orgastische Meditation

Ommmmmm… Genau darum geht es, zum einen, den entspannenden Laut und zum anderen darum, wie dieser hervorgerufen wird. Bei OM (Orgasmic Meditation oder auch OMing) handelt es sich, wie der Name schon verrät, um eine Form der Meditation, die eng mit dem sexuellen Höhepunkt verbunden ist. Peter Crann ist einer der Menschen, die diese scharfe Berufung ausüben dürfen, um ihr täglich Brot zu verdienen – klingt das nicht nach einem absoluten Traumjob?! 😛

Jetzt aber mal der Reihe nach. Auf das Thema stieß meine Kollegin kürzlich, als das OM Thema aufkam und sie auf die revolutionäre Orgasmustechnik aufmerksam wurde. Die Methode soll zu Entspannung, Wohlbefinden und dem Orgasmus führen. Dafür sorgt wie gesagt Peter Crann, der laut eigenen Angaben durch „onetaste.us“ schon vielen hunderten, ja vielleicht sogar tausenden von Frauen durch die orgastische Meditation zum Kommen verholfen hat. Die Assoziation zum Sex allerdings soll hierbei – überraschender Weise – eigentlich vermieden werden. Zugegeben, dieser Gedanke fällt mir schwer. 😀 Doch genau da wird OM interessant … Denn Peter Crann befriedigt die vielen Damen nicht im Bett, sondern immer schön mit einem professionellen Abstand und in Latexhandschuhen. Auch in Deutschland gibt es massig Ausübende. Es werden unter anderem in Berlin, Hamburg und München Workshops angeboten.

Was ist orgastische Meditation?

OMing handelt davon, den Weg zur sexuellen Energie zu finden und zu beschreiten, den wir „angeblich“ alle besitzen. Laut der Homepage des Orgasmus-Meisters kann das Finden dieser Energie viele Aspekte unseres Lebens beeinflussen. So soll zum Beispiel das Sexleben verbessert, die Geschmacksnerven stimuliert und die Verbindung zum Selbst und dem Zusammengehörigkeitsgefühl zu anderen gestärkt werden. Es handelt sich dabei angeblich um eine Erfahrung oder ein Erlebnis, welches das Gefühl des Lebendigseins verstärkt.
Nennt man sich ein OM’er oder sagt man, dass man geOMt hat, bedeutet es, dass man die orgasmische Meditation praktiziert. Ein wenig erinnert die Praktik an Yoga, nur dass hier das Ziel ein anderes ist. OM soll sowohl für Singles als auch Paare gut sein und hilft der Frau ihre Konzentration einzig und allein auf ihre Klitoris zu richten. Wer als Mann beim OMen dabei ist, wird seinen Fokus auf das Lustzentrum der Frau setzen, was durchaus auch für IHN sehr angenehm sein kann, ohne dass er selbst körperlich betastet wird. 😉 Der Orgasmus als das Ziel der intimen Meditation gilt nicht als Notwendigkeit. Es soll hier eine solche tiefe Verbindung geschaffen werden, die früher oder später das Gefühl hervorrufen soll, dass der Höhepunkt ohne Druck und Müssen erreicht werden kann. Dabei handelt es sich nicht um ein sexuelles Geben und Nehmen, sondern darum, zusammen etwas zu tun, was für beide Partner nutzvoll und angenehm ist. Je mehr man OMt, desto mehr soll man seinen Körper spüren und genießen.

Vorteile:
Laut orgasmic-meditation.de ist der klare Vorteil der orgastischen Meditation, dass die Lebensqualität verbessert wird. Dies unter anderem dadurch, dass die Lust auf Sex gesteigert wird, während Stress und Irritationen abgebaut werden. Außerdem soll das Gefühl von Verlangen und Lust steigen, was dafür sorgen wird, dass Frau (endlich mal 😉 ) ganz genau weiß was sie haben will. Nämlich den ultimativ entspannten Höhepunkt. OM soll zudem den Genuss des Orgasmus während des Sexakts intensivieren. Was wiederum dafür sorgen soll, dass das Selbstbewusstsein sowohl im als auch außerhalb des Schlafzimmers gesteigert wird. Die Intimität mit dem Partner soll auch noch besser werden, ebenso die Kommunikationsfähigkeiten. Im Prinzip haben die Effekte ähnliche Züge wie die stinknormale Meditation – allerdings klingt die Version mit „sexuellem Höhepunkt“ doch ein wenig spannender. Oder etwa nicht? 😛

Praktische Umsetzung:
Die spannendste aller Fragen bleibt noch zu klären: Wie dürfen wir uns denn die praktische Umsetzung eigentlich vorstellen? Bei ihren Recherchen stieß meine Kollegin auf die Beschreibung einer Sexologin. Diese beschreibt, dass die Frau untenrum unbekleidet ist und ihre Beine spreizt, sodass sie in einer Schmetterlingsposition liegt. Der Ausübende setzt sich voll bekleidet an ihre rechte Seite und redet mit ihr über die Handlungen und Schritte, die er nun vornehmen wird. Er streicht dann – ganze 15 Minuten lang – hoch und runter in ihrem Schritt, ganz sachte, als würde er ein empfindliches Augenlid berühren. Und sie? Sie entspannt und konzentriert sich ganz auf ihr Körpergefühl. 😀
Laut onetaste.us wird die Verbindung zum Körper und das OMing-Gefühl besser und besser, je mehr SIE sich auf das Geschehen konzentrieren und auf die Klitoris fokussieren kann.

Gefällt Euch die Vorstellung davon, dass ein fremder Mann Eurer Frau zwischen den Beinen rumstreichelt? Oder klingt das Ganze nach Hokuspokus? Oder wäre ein Seminar für Paare mit professionellen Instruktoren zur orgastischen Meditation etwas für Euch?

Ein paar nützliche Tipps zu den Handschuhen, falls man die OM-Technik auch selbst zu Hause mal ausprobieren möchte, gibt es schon mal hier:


'Komm entspannt – Orgastische Meditation' hat 1 Kommentar

  1. 17. Januar 2016 @ 14:33 Daniel Eder

    Hallo 🙂 sehr interessanter artikel. ich biete orgasmische meditation auch mitlerweile an… 🙂 LG Daniel Eder aus München


Schreibe bitte hier deinen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.