Mögliche Gründe für die Flaute im Bett

Sexflaute?

In der vergangenen Woche haben wir uns bereits ein wenig mit den neusten Studien auseinandergesetzt, die die Sex-Häufigkeit innerhalb eines Jahres gemessen haben.  Dabei ergab sich, dass Menschen in diversen Ländern vergleichsweise immer weniger Sex haben. Natürlich kann man sich genauer fragen, wie viel Sex überhaupt „normal“ ist. Aber die Studien zeigten eben, dass es vergleichsweise zu einem Rückgang der Sex-Häufigkeit kam. Doch was sind die Gründe dafür? Haben die Leute heutzutage einfach weniger Lust? Oder woran könnte der Rückgang festgemacht werden? Die Autorin, Jean Twenge, der Studie zur Sex-Häufigkeit in den Vereinigten Staaten gab einige konkrete Gründe an. Diese will ich Euch natürlich nicht weiter vorenthalten.

Smartphone als Lustkiller

Als ersten Grund führt sie die verstärkte Nutzung von Smartphones auf. Jetzt fragt man sich natürlich: Was haben die denn mit meinem Sexleben zu tun? Ganz einfach. Durch die dauerhafte Nutzung unserer Smartphones entfernen wir uns immer mehr von unserem Partner. Wir führen weniger Gespräche und tauschen weniger Zärtlichkeiten aus. Und wenn es dann auf dem Nachttisch immer wieder piept, obwohl man gerade etwas Zweisamkeit austauschen möchte, dann kann doch auch nicht die richtige Atmosphäre entstehen – oder?

Sexy Model sieht sexy Serie

Sexy Serien mit Suchtpotential

Viele Serien, weniger Sex

Zweitens führt Twenge ein weiteres Medium auf, das den Sex-Rückgang begünstigen soll. Dabei handelt es sich um das TV und die steigenden Programmangebote im Internet. Dadurch dass man jederzeit seine Lieblingsfilme und Serien streamen kann, verbringt man vergleichsweise sehr viel Zeit damit. Diese Zeit wird anscheinend von der gemeinsamen „intimen“ Zeit abgezogen.

Der dritte Grund hört sich ein wenig kontraintuitiv an. Sex-Apps sollen ebenfalls dazu führen, weniger Sex zu haben. Grundsätzlich ist es durch diese Apps natürlich deutlich einfacher, schnellen Sex zu bekommen. Die meisten Menschen wollen aber, so Twenge, eine feste Beziehung. Und durch die Apps, bei denen die meisten Menschen nur auf das eine aus sind, verliert die Dating-Szene für viele Menschen an Attraktivität – so die Argumentation.

Zu hohe Erwartungshaltung

Umarmungen halten die Liebe am leben

So halten wir die Liebe am Leben

Ein weiterer Grund, den man genauer beleuchten muss, ist eine gesteigerte Unzufriedenheit in unserer Generation. Wie die Psychologin beschreibt, wurden wir mit einer übersteigerten Erwartungshaltung erzogen. Das betrifft alle Bereiche, eben auch die Beziehungsebene. Die Beziehungen unsere Eltern waren eher auf die praktische Realität bezogen. Wir gehen heutzutage davon aus, dass unser Partner perfekt und leidenschaftlich sein muss. Wenn das nicht der Fall ist, hinterfragen wir die Beziehung, was uns grundsätzlich mehr an ihr zweifeln lässt. Dadurch entsteht dann auch weniger Zweisamkeit.

Ich persönlich finde die Begründungen recht interessant und teilweise auch schlüssig, obwohl ich die Gründe wahrscheinlich nicht mit dem Rückgang der Sex-Häufigkeit verbunden hätte. Aber vor allem die ersten beiden Gründe kann ich teilweise aus persönlichen Erfahrungen bestätigen. Was sagt Ihr so zu den Argumenten? Fallen Euch darüber hinaus noch andere Gründe ein beziehungsweise habt Ihr andere Erfahrungen gemacht?

Hier findet Ihr noch ein paar Tipps und Anregungen um eine Flaute im Bett zu vermeiden – hier noch in Wort und Bild von Sandra Raunigg von „Total Versext“ für ORION:

Quelle: psychologytoday.com


'Mögliche Gründe für die Flaute im Bett' hat 3 Kommentare

  1. 17. April 2017 @ 07:34 Analsie

    Streß und Ärger im Beruf, Gereiztheit und schlechte Stimmung zuhause. Ich hab in der Situation wenig Lust auf Sex. Wobei man, wenn man die schlechte Laune ausblenden könnte, durchaus durch einen guten Sex wieder bessere Stimmung bekommen würde. Wie schafft man das am besten?

  2. Sexpertin Anja Drews

    19. April 2017 @ 16:03 Anja Drews

    Liebe Analsie,

    dass Du bei den Belastungen wenig Lust auf Sex hast, ist absolut nachvollziehbar. Ich weiß nicht, ob Du Möglichkeiten hast, an der beruflichen Situation etwas zu ändern. Leider ist es oft so, dass wir die Belastungen vom Arbeitsplatz auch mit nach Hause bringen und sie sich dann auch dort auf unsere Laune auswirken. Und das kann sich dann gut hochschaukeln und die Beziehung gleich mit belasten. Dabei ist es gerade dann gut, wenn wir zuhause einen Rückzugsort haben, an dem wir uns wohl und sicher fühlen und der uns Halt bietet.

    Guter Sex, durch den es uns auch tatsächlich besser geht, hat sehr viel mit Nähe und dem Gefühl von Aufgehoben sein zu tun. Um die Gefühle jetzt zu haben, brauchst Du einen ebenso guten Draht zu Deinem Partner. An dessen Laune kannst Du allerdings erst einmal noch nichts ändern. Du hast sicherlich recht, dass Sex dann auch die Stimmung heben kann. Nur glaube ich nicht, dass es reicht, wenn Du Deine schlechte Laune vorher einfach ausblendest. Ich weiß auch gar nicht, ob Du das einfach so überhaupt kannst, solange sich an den Ursachen im Außen nichts ändert.

    Was Du ändern kannst, ist das Verhältnis zu Deinem Partner. Oft hören wir in solchen Situationen auf, miteinander zu sprechen und ergehen uns stattdessen in Vorwürfen. Wenn Du einen ersten Schritt machen möchtest, dann achte auf die Art Eurer Kommunikation. Wie redet Ihr miteinander? Hört Ihr Euch zu? Könnt Ihr über Eure Belastungen oder über Euren Ärger sprechen, ohne Euch gegenseitig Vorwürfe zu machen oder eine Erwartungshaltung aufzubauen?

    Könnt Ihr Euch eine Auszeit nehmen? Habt Ihr freie Abende oder womöglich sogar ein Wochenende für Euch? Geht raus aus dem Alltag, macht etwas, bei dem Ihr nur für Euch seid. Kein Handy, kein Fernsehen, keine anderen Personen. Wenn Du den ersten Schritt machen möchtest, frage Deinen Partner, worüber er sich freuen würde und was Du für ihn tun kannst.

    Und was kannst Du für Dich allein tun? Statt einfach etwas auszublenden, mach alles, was Dir dabei hilft, dass es Dir erst einmal besser geht. Was gefällt Dir, was macht Dich glücklich und zufrieden? Sport, Spaziergänge, Freunde treffen, tanzen? Entspannungstechniken wie Autogenes Training, progressive Muskelentspannung nach Jacobsen oder Meditation helfen Dir dabei, Dich bewusst zu entspannen und Deine Gefühle besser wahrzunehmen. Wenn Du gelassener wirst, überträgt sich das auch auf Eure Beziehung.

    Liebe Grüße
    Anja

  3. 4. Mai 2017 @ 15:55 Analsie

    Danke für die umfangreiche Antwort, Anja. Die Situation ist schwierig. Der Arbeitsplatz ist gleich neben dem Wohnhaus. Ein richtiger Familienbetrieb in dem Mann und Sohn arbeitet, ich im Büro. Bei Ärger in der Werkstatt, Jung und alt etc. bekomme Ich alles ab.
    Ich kann mir meine Arbeit gut einteilen und auch gut bei Spaziergängen mit den Hunden abschalten.
    Die Komunikation könnte wirklich besser sein, man geht viel zu wenig auf den Partner ein und schweigt lieber.
    Bald steht der Urlaub an und davon erhoffe ich mir wieder etwas mehr Spaß zu zweit.


Schreibe bitte hier deinen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.



Autoren Produkttester AGB Datenschutz & Sicherheit Widerrufsrecht Service & Beratung Impressum Über ORION Presse ORION Grosshandel / wholesale Partnerprogramm

Jugendschutzprogramm

Partnerseiten: ORION Shop Fetischblog ORION Geschichten HC-Movie ORION Sextoys ORION Dessous

Orion International: Österreich Schweiz Dänemark Schweden Norwegen Spanien