Sexuell normal - was ist das?

6 Schritte zur eigenen Sexualität

Für unsere Leser scheint es immer interessant zu sein, welcher Sex eigentlich „normal“ ist. Es geht nicht nur darum, wie oft normal ist, sondern auch, wie er praktiziert wird. Wir versuchen meistens zu erklären, dass das von vielen unterschiedlichen Faktoren abhängt und man das eigentlich gar nicht genau definieren kann, da sexuelle Wünsche grundverschieden sein können. Nichtsdestotrotz gibt es natürlich einen sexuellen Durchschnitt. Der gilt nicht nur für die Anzahl, wie häufig man Sex hat, sondern auch, wie dieser aussieht. Euch (und uns) interessiert das sehr, was in anderen Schlafzimmer so läuft. Doch wie sollte man eigentlich reagieren, wenn man sich selbst so überhaupt nicht in diesem Durchschnitt wiederfindet? Ist das schlimm?

Wie viel Sex ist normal?

Wie viel Sex ist normal?

1) Sexuelle Norm erkennen

Zuerst mal sollte man sich klarmachen, wie der Durchschnitt überhaupt aussieht. Das kann man einmal tun, indem man sich informiert und aufmerksam unseren Blog liest. 😉 Andererseits kann man sowas auch auf eine „abenteuerlichere“ Art in Gesprächen herausfinden. Wenn Ihr mit einer Person, die Ihr vielleicht nicht super gut kennt, über Sex redet, kann man als aufmerksamer Beobachter leicht Unterschiede erkennen. Beim gewöhnlichen Vaginalverkehr in Stellungen, die nicht sehr experimentierfreudig sind, wird Euch niemand komisch angucken. Was passiert aber, wenn man von seinem persönlichen analen Vorlieben mit Sadomaso-Elementen erzählt? Das Gespräch wird eventuell einen anderen Verlauf nehmen …

2) Sexuelle Norm = eigene Vorstellungen?

Nun solltet Ihr Euch fragen, ob dieser mehr oder weniger fi(c)ktive Durchschnitt mit Euren Ansichten und Wünschen zu Eurem Sexleben übereinstimmt? Genauer müsst Ihr fragen, ob Ihr eben genau ein solches Sexleben führen wollt und Euch dazuzählen könnt, dabei jedoch langfristig sexuell frustriert seid oder ob Ihr von der Norm abweicht und Euch sexuell in allen Facetten ausleben wollt?! Das kann jeder nur für sich selbst bestimmen!

3) Was spricht dagegen, abzuweichen?

Wenn Ihr Euch festgelegt habt und Euch dafür entschieden haben solltet, dass Ihr Euren eigenen sexuellen Weg gehen wollt, dann könnt Ihr Euch fragen, ob das in irgendeiner Weise schlimm für Euch ist. Habt Ihr Nachteile dadurch, „anderen“ Sex haben zu wollen? Hat Euer Partner Nachteile? Es sollte klar sein, dass sexuelle Fantasien nicht ausgelebt werden sollten, wenn sie einer anderen Person schaden. Aber zwischen „Normalosex“ und diesem Zustand gibt es sehr viele Graustufen! Fragt Euch also selbst, ob Ihr damit klarkommt, Euch sexuell auszuleben!

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4) Vergleiche loswerden

Ein Weg damit klarzukommen, ist sicherlich aufzuhören, sich mit anderen Leuten zu vergleichen. Aus psychologischer Sicht bringen Vergleiche in der Regel sowieso nichts, da man sich grundsätzlich eher mit Menschen vergleicht, die besser in etwas sind als wir selbst. Daher haben Vergleiche meist negative Auswirkungen auf das Selbstwertgefühl. Geht es um so ein komplexes Thema wie Sexualität, sind Vergleiche vor allen Dingen Fehl am Platz. Es gibt hier nämlich kein besser oder schlechter, sondern einfach ein „gefällt mir“ oder „gefällt mir nicht“ – und das kann von Person zu Person variieren.

5) Eigene Fantasien fokussieren

Deshalb solltet Ihr es Euch zu einer Lebensaufgabe im sexuellen Bereich machen, zu wissen, was Euch sexuell überhaupt anmacht. Ich frage neue Sexualpartnerinnen sowas eigentlich immer recht offen zu Beginn und bin ein bisschen schockiert, wenn sie auf diese Frage gar keine Antwort haben. Dabei geht es nicht um mich, sondern um sie. Ihr solltet es wissen, denn nur so kann der Sex für Euch so richtig befriedigend werden! Falls Ihr Euch nicht sicher seid, ist das kein Problem. Geht selbst auf Erforschungstour! Guckt, wie Ihr Euch selbst am liebsten anfasst und was Euch stimuliert. Seht Euch vielleicht Pornos an, bei denen Ihr merkt, dass Euch gewisse Inhalte einen besonderen Kick geben und Eure Fantasie anregen!

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6) Fantasien umsetzen

Im letzten Schritt solltet Ihr versuchen, Eure sexuellen Fantasien in die Realität umzusetzen. Das kann schwieriger werden, wenn man stark von der Norm abweichende Fantasien hat. Dann benötigt man in der Regel mehr Vertrauen zu seinem Partner. Ihr solltet behutsam auf das Thema aufmerksam machen und Euch langsam vortasten. Langfristig empfehle ich Euch dazu zu stehen. Das kann zwar schwierig sein, aber es lohnt sich in der Regel. Sex ist auch etwas Egoistisches! Natürlich sollte man genauso auf die Wünsche seines Partners eingehen, jedoch dabei seine eigenen Wünsche nicht zu kurz kommen lassen!

Ich hoffe für Euch, dass Ihr den für Euch richtigen Weg wählt. Es wird Euch in Eurem Sexleben voranbringen! In diesem Sinne: Liebt doch #wieDUwillst!


'6 Schritte zur eigenen Sexualität' hat 1 Kommentar

  1. 5. August 2018 @ 01:49 Anonymous

    Herzlichen Dank, für die Info. LG


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